Betongold birgt hohe Risiken

18.01.2019 15:00  Von:: Markus Blaschzok

Aktuell gibt es in der Hauptstadt der Bundesrepublik eine erneute Diskussion über die Enteignung von Immobilien. Nachdem die staatlich verursachte Migration der letzten Jahre primär in die Ballungsgebiete und Großstädte erfolgte, fehlen in Berlin aktuell rund 300.000 Wohnungen, was zu steigenden Mietpreisen geführt hat. Einerseits wird die Migration über die Druckerpresse finanziert, was den Wert des Fiat Geldes entwertet und so für steigende Preise sorgt. Andererseits führt ein Mangel zusätzlich zu steigenden Preisen.

Kommunisten haben nun eine scheinbare Lösung gefunden, um günstiger wohnen zu können und eine Initiative zu einem Volksentscheid gestartet, mit dem Ziel große Immobilienunternehmen zu enteignen. Man will den geraubten Besitz auf die Stadt übertragen und so günstigere Mieten per Befehl diktieren. Das Motto lautet scheinbar: „Hättest Du etwas gerne, dass Du Dir nicht leisten kannst, dann raube es einfach mit Waffengewalt.“  Man sollte meinen, dass derartig absurde und gewalttätige Gedankengänge, keinerlei Beachtung finden würden. Die SED-Nachfolgepartei „die Linke“ als Regierungspartner im rot-rot-grünen Senat hat nun jedoch ihre Unterstützung zugesagt und auch einige Grüne zeigen Sympathie für diesen Vorschlag. Es belustigt, dass jene, die für diese Immobilienkrise verantwortlich sind, sich nun über die daraus resultierenden Preisanstiege und den Verlust an Lebensqualität beschweren.

Preise sind das wichtigste Steuerungsinstrument in einer Wirtschaft. Taucht irgendwo in einer Marktwirtschaft ein Mangel auf – aus welchem Grund auch immer – so steigen die Preise der betreffenden Güter. Diese gestiegenen Preise signalisieren den Produzenten, dass hier investiert werden sollte, wodurch der Mangel schnell wieder ausgeglichen wird und die Preise wieder fallen. Das nach einem sprunghaften Bevölkerungsanstieg neue Immobilien nicht von heute auf morgen aus dem Boden wachsen und der Nachfrageüberhang nicht so schnell abgebaut werden kann, ist nicht verwunderlich. Gewalttätige Ideen, wie Immobilien als vermeintliche Lösung zu enteignen oder Mietpreisbremsen einzuführen, sorgen hingegen nur für eine Verschärfung der Problematik. Droht die Enteignung, bleiben Investoren aus Angst vor dem Raub ihres Eigentums fern und es werden keine neuen Immobilien gebaut. Steigen die Preise aufgrund von Mietpreisobergrenzen nicht, wird Investoren kein Mangel angezeigt und das fehlende Marktsignal sorgt ebenfalls dafür, dass keine neuen Wohnungen gebaut werden.

Mietpreisbremsen werden von linken Populisten gerne in Krisenzeiten diktiert, um Wählerstimmen zu erkaufen. Was in den 30er Jahren schon üblich war, könnte auch künftig auf Immobilienbesitzer zukommen. Wir erwarten in den kommenden zehn Jahren ein stagflationäres Umfeld, ähnlich den 70er Jahren, als erstmals eine Rezession durch stark steigende Preise begleitet wurde. Steigen die Kosten für die Instandhaltung von Immobilien durch die Inflationspolitik, während die Einnahmen aufgrund einer Mietpreisbremse durch den Staat fixiert wurden, so fahren Vermieter schnell Verluste ein, anstatt einen angemessenen Mietzins zu erhalten. Oftmals werden Vermieter dazu verpflichtet, die verlustbringenden Immobilien dennoch instand zu halten.

Die inflationsinduziert steigenden Zinsen werden zusätzlich für eine Bereinigung am Immobilienmarkt sorgen. Schon in 2007 waren steigende Zinsen der Auslöser für das Platzen einer Immobilienblase, die es heute, nach Jahren der Nullzinspolitik definitiv auch wieder gibt. Sollten die Marktzinsen in den kommenden Jahren in den zweistelligen Bereich springen, so werden sehr viele überschuldete Häuslebauer mit ihren Immobilien unter Wasser stehen und diese mit Verlust in einem Angebotsmarkt, weit unterhalb des Einstandspreises, verkaufen müssen. Aufgrund hoher Arbeitslosigkeit in der Wirtschaftskrise bei steigenden Preisen, könnten Politiker die Mieten fixieren und die Eigentumsrechte der Vermieter weiter beschneiden. Dazu kommt, dass bei einem Zusammenbruch der EU und/oder der europäischen Gemeinschaftswährung, die Politiker nach dem Betongold greifen und wieder Zwangshypotheken für Immobilienbesitzer einführen könnten, womit Hausbesitzer enteignet werden und ihr Haus dann ein zweites Mal, diesmal an den Staat, abzahlen müssen.

Der Immobilienbesitz mag bei einer eigengenutzten Immobilie ein sicherer Hafen sein und in der Krise etwas Sicherheit bringen, doch lauern viele Gefahren. Vermieter von Immobilien finden hingegen in der kommenden Hochinflationsphase kaum mehr Chancen, dafür umso mehr Risiken, weshalb wir empfehlen, besser in Edelmetalle zu investieren. Diese verbleiben in dem eigenen Zugriffsbereich und sind somit vor der staatlichen Kleptokratie geschützt. Unsere Empfehlung für die nächste Dekade ist daher von Betongold in echtes gold zu wechseln.



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