Der Handelskrieg könnte die Weltwirtschaft in den Abgrund reißen

28.05.2019 06:00  Von:: Markus Blaschzok

Steve Bannon sagte in einem Interview mit der China Morning Post, dass die Zerstörung und Vertreibung von Huawei aus den westlichen Märkten zehnmal wichtiger sei, als ein Handelsabkommen mit China. Der Telekomgigant wäre nicht nur für die Vereinigten Staaten eine Sicherheitsbedrohung, sondern auch für ihre Verbündeten. Weitere Nationen wie Japan, Australien, Großbritannien, Neuseeland und Südkorea haben sich den USA im Kampf gegen Huawei angeschlossen.

Das chinesische Handelsministerium warnte am Donnerstag, dass die USA ihre falschen Handlungen korrigieren müsse, wenn sie die Verhandlungen mit China fortsetzen wolle. China stellt damit klar, dass man nicht bereit für Zugeständnisse sei. Der Handelskrieg, den manche bereits als „technologischen kalten Krieg“ bezeichnen, hat das Risiko einer weltweiten Rezession deutlich erhöht. In China wird mittlerweile über verschiedene Medien antiamerikanische Propaganda geschürt, wodurch chinesische Konsumenten ihren iPhones abschwören und den heimischen Hersteller Huawei mit Käufen unterstützen. Darüber hinaus hat der chinesische Präsident Xi die Welt aufgerufen, gemeinsam mit China ein neues Internet zu entwickeln und aufzubauen. Die asiatischen Aktienmärkte sind im Umfeld des Handelskrieges unterdessen auf ein Viermonatstief gefallen.

In Europa fallen die Notierungen zusätzlich aufgrund des Brexits und düsteren Wirtschaftsdaten aus Deutschland und der Eurozone. So fiel der Einkaufsmanagerindex für Deutschland erneut von 44,4 auf 44,3, anstatt eines Anstieges auf 44,8. Auch der IFO-Geschäftsklimaindex ist von 99,2 auf ein Vierjahrestief bei 97,9 gefallen. Der Einkaufsmanagerindex für den Euroraum stieg leicht von 51,5 auf 51,6. Man erwartet ein glanzloses Wachstum von 0,2 % im zweiten Quartal für Europa.

Der Kupferpreis, der sehr sensibel auf die konjunkturelle Entwicklung reagiert, fiel auf 2,65 USC je Pfund, der niedrigsten Stand seit Jahresanfang. Auch dies ist ein wichtiger Indikator für eine sich manifestierende wirtschaftliche Kontraktion. Ebenso der fallende Rohölpreis, der aktuell unter einem Überangebot am Markt leidet, kann ein Anzeichen für schwindende Nachfrage seitens einer Verlangsamung der Wirtschaftstätigkeit sein. Wie gefährlich der Handelskrieg ist und dieser die Weltwirtschaft stören kann, zeigt die Veränderung des Welthandels im Jahresvergleich, gemessen an der IWF-Handelsstatistik. Diese zeigt den Zusammenbruch der globalen Exporte in der Welt, in aufstrebenden Volkswirtschaften und in die Europäische Union. Besonders die Exporte in die EU sind auf den tiefsten Stand seit der Rezession von 2009 gefallen. Die Sorgen um eine mögliche Rezession haben sich seit dem Ausbruch des Handelskrieges deutlich verstärkt.

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Der globale Handel leidet unter dem Handelskrieg.

Der Elektroautohersteller Tesla ist auf den tiefsten Stand seit 2016 gefallen, da Investoren Risiken aufgrund sinkender Absatzzahlen in China sehen, sowie steigende Kosten durch gestiegene Zölle im Handelskrieg erwarten. Gerüchten nach, soll Tesla nicht mehr länger als 10 Monate durchhalten, bevor das Unternehmen vor der Pleite steht und Kursziele von 10 $ je Aktie werden herumgereicht. Da die Importeure in den USA die Zölle im Volumen von 500 Mrd. zahlen müssen, werden diese Kosten letztlich auf die Preise der Konsumgüter umgelegt werden, womit die Lasten der Zölle nicht die Chinesen, sondern die amerikanischen Verbraucher zahlen werden.

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Tesla brach um 50% ein – viele Start-Up Einhörner könnten sich als Blasen herausstellen.

Der Handelskrieg zwischen den USA und China scheint keine übliche Verhandlungstaktik von Trump zu sein, die sich in Bälde wieder in Wohlgefallen auflösen wird. Stattdessen handelt es sich vermutlich um einen Schlag gegen China, das die USA über Jahrzehnte übervorteilte. Sicherlich haben die USA im Austausch gegen wertlose Fiat Money über Jahrzehnte von den günstigen Exporten der chinesischen Werkbank profitiert, doch der Preis dafür war die Deindustrialisierung der USA, Technologiediebstahl und die nachhaltige Zerstörung der Wettbewerbsfähigkeit.

Wie neueste Studien zeigen und selbst die Mainstreampresse (NBC) mittlerweile erklärte, ist der IQ in den westlichen Industrieländern aufgrund der, über das Papiergeldsystem finanzierten, Wohlfahrtsstaaten in den letzten Dekaden drastisch gesunken. Der durchschnittliche IQ in China liegt mittlerweile deutlich über dem des Westens, weshalb dieser komparative Nachteil in einem technologischen kalten Krieg den USA zum Verhängnis werden könnte.

China hat in vielen Bereichen eine marktbeherrschende Stellung und einzigartige Wertschöpfungsketten errichtet. Trump versucht die Kurve zu bekommen und die USA zu reindustrialisieren, wofür es keine Alternative zu geben scheint. Dies wird jedoch einen hohen Preis haben und ein bis zwei Jahrzehnte andauern. Eine Rezession, die von einer Inflation begleitet wird, während große Teile der Bevölkerung verarmen, sind folgend zwingende Entwicklungen auf diesem Weg. Ohne Schmerzen wird man diesen Kampf jedoch nicht gewinnen können und die geldmengeninduzierten Fehlallokationen in Wirtschaft und Gesellschaft müssen erst beseitigt werden, bevor die USA als Industrienation wieder auferstehen können. Die Edelmetallpreise werden in diesem von Stagflation geprägtem Umfeld stark ansteigen und wer sein Vermögen rechtzeitig in Edelmetalle anlegt, der wird in die Umwälzungen der nächsten zehn Jahre besser überstehen, als jene, die unvorbereitet sind. Wer klug agiert, wird sogar ein Vermögen mit Edelmetallen machen können in der kommenden Dekade.

Während die USA voll gebremst und mit Steuersenkungen eine Kehrtwende in der destruktiven gemeinwirtschaftlichen Politik der vergangenen Dekaden eingelegt haben, fährt die Europäische Union unvermindert mit Volldampf auf den planwirtschaftlichen Abgrund zu.

Die gestrigen Wahlergebnisse bei der Europawahl waren in einigen Ländern ein Hoffnungsschimmer, doch gerade in Deutschland zeigte sich, dass die Wähler weiter auf Kurs sind und noch mehr staatliche Bevormundung und hohe Steuern wollen, anstatt Freiheit, Eigenverantwortung, Wachstum und Wohlstand. Europa liegt ökonomisch am Boden und das Schlusslicht bildet seit 22 Monaten die Bundesrepublik beim BIP-Wachstum, was sicherlich auch teilweise der zyklischen Exportindustrie geschuldet ist.

Europa und insbesondere Deutschland sind aufgrund hoher Steuern und Abgaben sowie extrem hoher Regulierungen nicht mehr wettbewerbsfähig mit dem Rest der Welt. Seit Jahrzehnten bauten sich politisch induzierte Defizite auf, die durch Brüssel aktuell noch verschlimmert werden. Europa und gerade das exportorientierte Deutschland wird die kommende Rezession am härtesten treffen und die Unwilligkeit für Reformen, was sich bei den aktuellen Wahlen zeigte, wird hier für ein weiteres halbes Jahrzehnt keine Besserung bringen. Gerade in Europa ist die Lage aussichtslos, was schon bald auf die Politik zurückfallen wird.

Anstatt Reformen einzuleiten und die Fehler in der eigenen Politik zu erkennen, besteht die Gefahr der weiteren Vergemeinschaftung und einer noch stärkeren Staatsfinanzierung über die Druckerpresse. Auch direkte Enteignungen von Immobilien können auf die EU-Bürger zukommen. Deshalb empfiehlt sich gerade für uns Europäer ein Investment der Ersparnisse in Edelmetalle, um so der Inflationssteuer entgehen zu können. Wer früh investiert, bevor die Masse in Panik in den sicheren Hafen des Goldes flüchtet, der hat auch die Chance ein Vermögen dabei zu machen.

Beispielsweise ist Silber aktuell historisch unterbewertet und notiert inflationsbereinigt bei nur 2 % des Hochs von 1980. Mit einem Gold-Silber-Ratio von 86 ist es weiterhin so günstig zu Gold wie seit 25 nicht mehr. Sollte unser Szenario für die Weltwirtschaft und die Inflation ähnlich den siebziger Jahren eintreffen, dann wird der Silberpreis unter hoher Nachfrage bei geringem Angebot um ein Vielfaches stärker ansteigen als der Goldpreis. Silberinvestoren werden daher eine deutlich höhere Rendite einfahren als jene, die ausschließlich in Gold investieren.

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Silber dürfte in den kommenden Jahren langfristig den Goldpreis deutlich outperformen.



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