Edelmetallmarkt-Manipulation: 25 Millionen Strafe für Merrill Lynch

10.07.2019 06:00  Von:: Markus Blaschzok

Eine vermeintliche Verschwörungstheorie, die wieder einmal Verschwörungsfakt wurde, ist die kriminelle Manipulation der Edelmetallpreise. Die US-Rohstoff- und Terminmarktaufsicht „CFTC“ verkündete am Dienstag, den 02.07.2019, nach Handelsschluss, dass Merrill Lynch Commodities (MLCI) einer Strafzahlung von 25 Millionen US-Dollar zugestimmt hat, um die mehrjährigen Ermittlungen wegen Preismanipulation beiseite zu legen. Händler von MLCI hatten ein System aufgebaut, um die Preisfindung der Edelmetalle an den Futuremärkten der COMEX zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Der stellvertretende Generalstaatsanwalt und der stellvertretende Direktor des FBI hatten diesen Ausgang persönlich verkündet.

Die Anleihenmärkte werden durch die Niedrigzinspolitik sowie der Ankaufprogramme der Notenbanken unablässig manipuliert, damit Zombiestaaten, Zombiebanken und Zombieunternehmen bei Marktzinsen nicht bankrottgehen. Die Manipulation der Aktienmärkte durch das PPT (Plunge Protection Team) sowie den Trump-Put und den Powell-Put sind offenkundige Fakten, welche die Trader an den Börsen tagtäglich berücksichtigen müssen, wenn sie Gewinne erzielen wollen. Praktisch alle Märkte werden heute von den Regierungen und ihren Einrichtungen manipuliert und so die Preisfindung verzerrt, was gigantische Blasen entstehen lässt, die immer wieder zu Krisen führen. Die Annahme, dass insbesondere der Goldpreis als Barometer für die reale Inflationsrate bzw. die reale Abwertung der staatlichen Fiat-Währungen, nicht nach unten manipuliert würden, erscheint daher ignorant.

Im letzten Live-Webinar „Gold mit Preissprung auf 6-Jahreshoch“, das vergangene Woche auch auf YouTube veröffentlicht wurde, zeigte ich wieder einmal den sogenannten „London Bias“, der den Schluss nahelegt, dass der Goldmarkt bereits seit 1977 unablässig manipuliert wird. Die langfristige Manipulation erfolgt ausschließlich durch den Verkauf physischer Ware, beispielsweise über den Handelsplatz in London. Daher glauben viele, dass ein großer Teil der westlichen Goldreserven heimlich längst zu diesem Zweck am offenen Markt verkauft wurden und lediglich noch Goldforderungen in den Büchern der Notenbanken stehen. Trotz der Zweifel wollte bzw. konnte keine Notenbank der westlichen Welt bisher glaubhaft die Vollständigkeit ihrer vermeintlichen Goldbestände belegen.

Wie wichtig eine Manipulation des Goldpreises ist, zeigt die Entwicklung der Kryptowährungen – allen voran des Bitcoins. Hier strömten über Jahre immer mehr Spekulanten in einen Markt mit begrenztem Angebot, was zu gigantischen Gewinnen führte. Von hohen Renditen gelockt, horteten sie ihre Kryptos und immer weitere Käufer wurden von der Gier in den Markt getrieben, wodurch die Preise in astronomische Höhen stiegen.

Ähnlich dem Bitcoin hat auch der Goldmarkt nur ein begrenztes Angebot, das nur um 2 % jährlich wächst. Historisch ist Gold im Vergleich zur Geldmenge einmalig unterbewertet. Ließe man es zu, dass der Goldpreis ausbricht und ansteigt, würde das weitere Spekulanten und Glücksritter anziehen. Das Sentiment zugunsten von Gold in der Bevölkerung würde sich wieder ändern, da man erkennt, dass Gold und Silber weiterhin der sichere Hafen sind, die sie seit jeher waren. Edelmetalle werden gehortet, während neue Käufer deren Preise immer weiter nach oben treiben. Die überbewerteten Fiat-Währungen, die nur durch das staatliche Geldmonopol ihre Stellung verteidigen können, würden ins Straucheln geraten und abverkauft werden, was den Run in den Edelmetallmarkt noch einmal verstärken würde. Korrupte Regierungen könnten sich nicht mehr über die Inflationssteuer verschulden und so nicht mehr heimlich die Bevölkerung enteignen. Das ganze Kartenhaus der ungedeckten Fiat-Währungen könnte einmal mehr völlig zusammenbrechen.

Da Gold der natürliche Gegner der staatlichen Fiat-Währungen ist, hat es für Regierungen oberste Priorität den Goldpreis zu drücken und dessen unvermeidlichen Anstieg so zu managen, dass die Bevölkerung nicht darauf aufmerksam wird. Bei kurzfristigen Preisanstiegen am Edelmetallmarkt folgen Spekulanten in Scharen dieser Entwicklung und die Regierungen werden besonders aufmerksam. In solch einer Situationen der plötzlich stark steigenden Nachfrage ist es möglich, dass der Gold- und Silberpreis über wichtige charttechnische Widerstandsmarken ansteigen, was Investoren, die auf einem höheren Zeitfenster handeln, das Signal zum Einstieg geben würde. Schnell könnte man durch die Käufe immer neuer Investoren die Kontrolle über diese Märkte verlieren oder man müsste unvergleichbar mehr physische Ware aus den Tresoren am offenen Markt veräußern, um den Anstieg wieder einzufangen, als wenn man den Ausbruch über diese Widerstände und Abwärtstrends von vornherein verhindert hätte.

Nebst der Manipulation über den physischen Markt ist daher eine zusätzliche Manipulation über den Terminmarkt mittels einer schnellen Eingreiftruppe zur Verhinderung von prozyklischen Kaufsignalen an diesen signifikanten Marken notwendig. Diese Eingriffe am Terminmarkt hinterlassen jedoch Spuren, die ironischerweise durch die Datenerfassung einer anderen staatlichen Behörde aufgezeichnet werden. Die Terminmarktdaten der CFTC sind weitreichender als die schnöde Erfassung von fünf Händlergruppen..

Die Manipulation der Edelmetallpreise ist Fakt und sie ist allgegenwärtig. Es gibt Regierungsbehörden, wie beispielsweise den ESF (Exchange Stabilization Funds), der explizit den Auftrag zur Manipulation des Devisen- und Goldmarktes hat. Der Goldpreis lässt sich lange drücken, doch nicht ewig. Ein Anstieg der Edelmetallpreise mag deshalb in den nächsten Jahren auch gemächlich erfolgen, doch er wird definitiv stattfinden. Beispielweise hat kaum jemand mitbekommen, dass der Goldpreis in Euro seit dem Tief von Anfang 2014 bereits um fast 40 % angestiegen war, der langfristige Bullenmarkt in Euro intakt ist und weitergehen wird.

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Der aktuelle Konjunkturaufschwung ist der längste in der Geschichte.

Geschickte mediale Propaganda und die kluge Preismanipulation verhindern gezielt ein Erwachen der Bevölkerung und somit schnelle starke Preisanstiege. Die Regierungen wollen nicht, dass Sie Gold kaufen und sich gegen die Inflationssteuer zur Wehr setzen können. Die staatlichen Fiat-Währungen werden in der kommenden Rezession, die unmittelbar vor der Türe steht und in einer Stagflation ausarten wird, massiv an Kaufkraft verlieren. Gold und Silber werden in den kommenden Jahren diametral gegensätzlich weiter ansteigen. Diese beiden physischen Edelmetalle sind der sichere Hafen für Ihre Ersparnisse, mit dem Sie unbeschwerter in die Zukunft blicken können.



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