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Fed schockt – Preise explodieren – BIP schwach – Stagflation ist Gefahr für Sparer!

Die Märkte zeigten sich vergangene Woche überrascht, dass die Fed auf ihrer Notenbanksitzung keine Drosselung der Anleihenkäufe ankündigte. All jene Investoren, die der Sichtweise der Fed einer nur vorübergehend hohen Teuerung Glauben schenkten, wurden auf dem falschen Fuß erwischt. Dies bedeutet mehr Inflation, weshalb die Aktienmärkte sofort nach oben sprangen und auch der Goldpreis zeitweise 35 US-Dollar zulegen konnte, während der USD-Index kurzzeitig abtauchte.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass es im nächsten Jahr erste Zinsanhebungen geben sollte, würden diese nur sehr gering ausfallen. Der US-Dollar könnte dann womöglich zu allen anderen Fiat-Währungen ansteigen, insbesondere zum Euro, da die EZB erst kürzlich eine Zinsanhebung in frühestens 2,5 Jahren in Aussicht gestellt hatte.

Noch dovisher war jedoch die Änderung der Forward-Guidance der Fed. Fed-Chef Powell sagte, dass erst „substanzielle Fortschritte“ in Richtung maximaler Beschäftigung erforderlich seien, bevor man tapern würde und die Inflation keine Berücksichtigung fände. Ähnlich der EZB in der Vorwoche, hat man die Eckpfeiler der Geldpolitik neu definiert. Weitere Lockdowns könnten die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt wieder unter Druck bringen, worauf die Fed angesichts der hohen Arbeitslosigkeit steigende Konsumentenpreise ignorieren und trotzdem die Märkte über die QE-Programme mit Liquidität fluten würde. Ebenso wie die EZB machte die Fed klar, dass sie noch jahrelang die Anleihenmärkte stützen und Geld drucken wird, womit dem letzten naiven Investor klar werden müsste, dass die aktuell hohe Inflation uns die nächsten Jahre begleiten und wahrscheinlich noch höher ansteigen wird.

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Der US-Dollar sackte ab und Gold stieg, nachdem die FED eine Verlängerung der Anleihenkäufe signalisierte

Preise explodieren – Wirtschaftswachstum enttäuscht

Die Preise in Deutschland stiegen im Juli um 3,8 % und damit so stark wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. Die Bundesbank erwartet in diesem Jahr einen vorübergehenden Anstieg Richtung 5 %. 

Im Euroraum stiegen die Konsumentenpreise im Juli bisher mit einer Rate von 2,2 %, was über dem Marktkonsens von 2 % lag. Die Teuerung im Rest der EU wird bald ebenso sprunghaft ansteigen, wie in den USA und Deutschland. Das offizielle Ziel der Europäischen Zentralbank ist eine am HVPI (Harmonisierter Verbraucherpreisindex) gemessene Teuerung von durchschnittlich 2 % im Jahr.

Da Preise in einem freien marktwirtschaftlichen Währungssystem mit dem Produktivitätswachstum jedes Jahr um 2 % fallen würden, strebt die EZB damit eine Enteignung der Sparer um 4 % pro Jahr an. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex weist die reale Teuerung jedoch chronisch als zu niedrig aus, weshalb die wahre Teuerung etwa 4 % über der offiziellen Teuerungsrate liegen dürfte. Preisstabilität ist nicht der Normalzustand in der Marktwirtschaft, sondern Deflation aufgrund steigender Produktivität durch technologischen Fortschritt, was die kapitalistischen Phasen des 19. und 20. Jahrhunderts klar belegen. Preisstabilität in einem staatlichen Zwangsgeldsystem entspricht also bereits einer jährlichen Enteignung von 2 % durch die Inflationssteuer.

Man muss sich immer wieder vor Augen führen, dass Inflation kein natürliches Phänomen ist, sondern eine gezielte staatliche Politik zur Enteignung der Bevölkerung und somit eine versteckte Steuer darstellt. Diese Inflationssteuer trifft gerade Arbeitnehmer sowie Rentner und Pensionäre am härtesten, da deren Löhne mittelfristig unelastisch sind und zugleich deren Ersparnisse für die Altersvorsorge an Kaufkraft verlieren, womit die Altersarmut für viele Menschen aufgrund dieser Politik vorprogrammiert ist. Selbst nach den offiziellen Statistiken stiegen die Löhne in der Bundesrepublik nur um 1,6 %, womit die Teuerung aktuell mehr als doppelt so hoch ist. Jeder Arbeitnehmer hat nominal zwar mehr auf dem Konto, doch real ist die Kaufkraft seines Einkommens geschrumpft.

Altersarmut in Deutschland ist eine direkte Folge der sozialdemokratischen Politik der Bundesrepublik, die ein Anwachsen des Wohlstands durch ständige Enteignung der Ersparnisse verhindert. Die utopischen Versprechen des Wohlfahrtsstaates sind unrealisierbar und müssen über hohe direkte sowie indirekte Steuern, wie die Inflationssteuer, finanziert werden. All das führt letztlich zu niedrigerem Einkommen, wachsender Ungleichheit und steigender Armut. Die Bundesbürger haben zwar eines der höchsten Einkommen in der Welt, doch liegt das Median-Vermögen der Deutschen nur auf dem 29. Platz, knapp vor Portugal und Griechenland.

Wenn Staaten Schulden aufnehmen oder Zentralbanken Geld drucken, dann schaffen Sie kein Wirtschaftswachstum, sondern bremsen eine Wirtschaftserholung aus. Inflation bewirkt lediglich eine Umverteilung von Vermögen und erzeugt Fehlallokationen in der Wirtschaft, was Fortschritt und Wachstum ausbremst sowie die Wirtschaft regelmäßig in Rezessionen stürzt. Jede Regierung, die versuchte, sich mit der Druckerpresse reich zu drucken, hatte letztlich die Wirtschaft und den Wohlstand im eigenen Land zerstört. Eine Teuerung von 5 bis 10 % pro Jahr wird die westlichen Volkswirtschaften zwar nicht zerstören, doch werden die negativen Auswirkungen wie beispielsweise steigende Zinsen die Wirtschaft in eine Rezession drücken.

Trotz des vielen Gelds, das die EZB druckte und dasderen Bilanz verdoppelte sowie den kreditfinanzierten Ausgabenprogrammen der Regierungen zu Niedrigzinsen, wuchs die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal um gerade einmal um 1,5 %, was die ohnehin niedrigen Erwartungen der Analysten enttäuschte. Obwohl sich die Geldbasis also verdoppelte, liegt das BIP in Deutschland immer noch 3,4 % unter dem Niveau von Ende 2019. Es handelt sich nach dem Einbruch der Wirtschaft durch die Lockdowns in 2020 lediglich um eine Aufholung an das Vorkrisenniveau, das bis heute nicht wieder erreicht wurde. Berücksichtigt man, dass der BIP-Deflator ebenso wie der HVPI zu niedrig ausgewiesen wird, so wird deutlich, dass sich Deutschland und Europa weiterhin in der Rezession befinden, während die Zinsen historisch niedrig sind. In einem freien Markt müssten die Zinsen für zehnjährige deutsche Anleihen bei der aktuellen Teuerung und der hohen Inflationserwartung bei mindestens 8 % liegen und nicht bei surrealen marktfernen und planwirtschaftlich festgelegten -0,46 %. Die Zinsen werden in den nächsten Jahren steigen und mit den steigenden Zinsen wird die Rezession in einem inflationären Gesamtumfeld weitergehen.

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Das Drucken von Geld führt zu steigenden Preisen, doch hält es die Zinsen vorerst noch auf historischen Tiefs

In den USA sehen wir ein ähnliches Bild, wobei dort die Wirtschaft aufgrund der freieren Märkte stärker ist als in Europa. Dennoch wurden die Analysten enttäuscht, da das US-BIP im 2. Quartal nur um 6,5 % gestiegen war, während 8,5 % erwartet wurden. Hier lag der BIP-Deflator bei 6,4 %, während das BIP nominal um 13 % wuchs, was allein auf die Inflation zurückzuführen ist. Auch hier gilt, dass die Regierungen ein vitales Interesse daran haben, die Inflation statistisch niedriger auszuweisen und so das Wirtschaftswachstum stärker darzustellen. Auch die US-Wirtschaft befindet sich in einer Rezession, die durch Inflation kaschiert wird, was auch der Anstieg des US-Handelsbilanzdefizits zeigt. Dieses stieg im Juni auf 91,2 Milliarden, während nur 88,7 Milliarden US-Dollar erwartet wurden. Noch stärker als in Deutschland war der Konsum für den starken Anstieg des BIPs verantwortlich, doch zeigt das gestiegene Handelsdefizit, dass all der Konsum nur mit dem billigen Geld der Notenbanken auf Pump finanziert wurde.

Der Staat bzw. Politiker sind nur an Ihrem Besten interessiert – Ihrem Geld. Den Zugriff auf die Ersparnisse der Bürger versucht der Staat über die Inflationssteuer zu erlangen. Man kann sich jedoch davor schützen, indem man in den inflationsgeschützten Hafen des Goldes flüchtet. Gold stieg in den letzten beiden Dekaden durchschnittlich um 10 % jedes Jahr an und wird angesichts der Geldflucht mindestens diese Rendite auch in den nächsten Jahren erreichen und somit Ersparnisse vor der Enteignung schützen.