Gold und Silber werden gesetzliches Zahlungsmittel in Arizona

03.06.2017 09:15  Von:: Markus Blaschzok

Im Kampf die US-Notenbank zu unterminieren und letztlich abzuschaffen, hat der ehemalige Kongressabgeordnete und Präsidentschaftskandidat Ron Paul mit seiner „Kampagne für Freiheit“ in Arizona einen großen Sieg errungen. Der hiesige Gouverneur unterzeichnete eine Gesetzesinitiative, die Ertragssteuern auf Gold und Silber eliminiert. Für die Bewohner von Arizona macht dies nun Edelmetalle statt staatlichen Banknoten als Währung nutzbar. Gold, Silber sowie andere Edelmetalle dürfen nun als gesetzliches Zahlungsmittel für jedwede Zahlung verwendet werden.
 
Ron Paul äußerte sich dazu klar: „Es gibt ebenso wenig eine Rechtfertigung für den Staat Individuen dazu zu zwingen staatlich geschaffenes Geld zu verwenden, wie sie dazu zu zwingen ein staatlich produziertes Auto zu fahren. Tatsächlich zeigt die 104-jährige Geschichte von Misserfolgen und Fehlern der US-Notenbank Federal Reserve auf, dass die Übergabe unserer Geldversorgung an eine geheim agierende Zentralbank die gefährlichste Form der staatlichen Intervention darstellt. (…) Indem man den Menschen von Arizona wieder erlaubt eine Alternative zu dem staatlich geschaffenen Fiat-Geld zu verwenden, hilft man diesen, die nächste durch die Notenbank geschaffene Rezession, zu überleben“.
 
Der Währungswettbewerb gegen die Monopole der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank nimmt weiter zu. Das zeigen auch die mittlerweile über 850 digitalen Kryptowährungen deutlich. Den Menschen wird immer bewusster, dass staatliches Geld schädlich ist und es keine Rechtfertigung für den Zwang gibt, dieses verwenden zu müssen. Wünschenswert wäre es nun, wenn sich noch weitere US-Staaten diesem Beispiel anschließen würden und auch in Europa der Handel mit Edelmetallen eine Steuerbefreiung erhält.
   

„Gold ist Geld, Alles andere ist Kredit“
J.P. Morgan
   

Der Anstieg des Goldpreises im Verhältnis zum US-Dollar um 2900% seit der einseitigen Aufkündigung des Bretton-Woods-Systems durch US-Präsident Richard Nixon, zeigt den Erfolg der Edelmetalle Gold und Silber deutlich. Von 44,6$ im Jahr 1971 stieg der Goldpreis auf mittlerweile 1.263$ an. Dies demonstriert auch die Unfähigkeit bzw. den Unwillen der Notenbanken zur Sicherung der Preisstabilität. Alleine seit der Jahrtausendwende stieg der Goldpreis um über 400% an, womit der US-Dollar praktisch 80% an realer Kaufkraft verlor.

chart

Zum Vergrößern hier klicken

Der Goldpreis stieg seit der Jahrtausendwende um 400%.

Der Währungswettbewerb läuft auf Hochtouren

Zentralbanken waren schon immer politische Institutionen, geschaffen um die Bevölkerung zugunsten der Banken und der Staatsfinanzierung verdeckt über Inflation zu enteignen. Dieser Vorgang ist natürlich nur möglich, wenn man den Währungswettbewerb durch ein staatlich erzwungenes Geldmonopol ausschaltet, da die Menschen die staatliche Schwachwährung sonst nicht lange akzeptieren und zu einer stabileren Währung der Privatwirtschaft wechseln würden. Der Bitcoinmarkt zeigt dieses Wettbewerbsverhalten, um die Gunst der Nutzer der privaten Währungen, sehr gut auf. Jeder Unternehmer, der eine Kryptowährung auf den Markt bringt, ist daran interessiert, diese ständig zu verbessern und dem Kunden den größtmöglichen Nutzen zu bieten. Die Marktkapitalisierung der Unternehmungen, die sich innovativ und seriös zeigen, nimmt immer weiter zu, während schlecht geführte Kryptowährungen abgestraft werden und letztlich aus dem Markt ausscheiden. Der Markt sorgt selbständig für ein stabiles Angebot an Geld und die Nachfrager wissen, worauf sie bei ihrem Geld achten müssen. Das Zwangsgeldmonopol ist keineswegs ein Zeichen einer freiheitlichen Gesellschaft, sondern stellt vielmehr einen unzulässigen Eingriff in die Freiheitsrechte der Menschen durch den Staat dar. Die Notenbanken haben bewiesen, wie schlecht sie bei der Gelderzeugung und Geldmengensteuerung sind. Die Notenbanken sind die Ursache aller großen Wirtschafts- und Finanzkrisen und bringen den Menschen keinen Wohlfahrtsgewinn. Der Währungswettbewerb im aufblühenden Markt für digitale und private Währungen sowie die Entscheidung Edelmetalle wieder als gesetzliches Zahlungsmittel in Arizona zu akzeptieren, zeigen, wie überholt das zentralistische Zwangsgeldwesen ist. Der freie Markt war und wird immer in der Lage sein die optimale Geldversorgung sicherzustellen, weshalb es keines staatlichen Eingriffs in die Freiheitsrechte bedarf.
 
Aktuell beweist die Europäische Zentralbank wieder einmal ihre Unfähigkeit, indem sie verkündete, die Zinsen bis Ende des Jahres 2018 auf null Prozent belassen zu wollen. Auch die schlechtere Wirtschaftsentwicklung und der nachgelassene Inflationsdruck würden eine Drosselung der Anleihekäufe und eine Verlangsamung des Druckens neuen Fiat-Geldes nicht erzwingen. So will man nun ein weiteres Jahr mehr Geld drucken und real mehr Inflation erzeugen als ausgewiesen wird. Über diese Finanzielle Repression werden Menschen dann zunehmend enteignet. Dadurch ist die weitere Finanzierung des Europrojektes sowie die Rekapitalisierung der Banken für ein weiteres Jahr sichergestellt. Natürlich kommt das Geld nicht aus dem Nichts, sondern aus den Taschen der Steuerzahler, deren Ersparnisse und Einkommen an Kaufkraft verlieren.

chart

Zum Vergrößern hier klicken

Der Euro wird weiter abwerten und der Goldpreis wieder ansteigen.
 
Auf der anderen Seite wird die US-Notenbank vermutlich am 14. Juni die Leitzinsen in den USA ein weiteres Mal anheben, was ein Zeichen dafür ist, dass die reale Inflation so stark ist, dass die Notenbank die niedrigen Zinsen nicht mehr verteidigen kann. In der Gesamtbetrachtung ergibt sich ein Bild, bei dem der Euro zum Dollar und noch deutlicher zum Gold in den kommenden Monaten weiter abwerten dürfte. Wir sehen immer noch eine gute Chance dafür, dass der Euro noch einmal 12% verlieren und auf die Parität zum Dollar abstürzen könnte. In diesem Fall würde der Goldpreis in Euro natürlich an Fahrt aufnehmen und deutlich mit Preisanstiegen davon profitieren.



Kommentar schreiben
Captcha

Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Ich bin damit einverstanden, dass meine Daten zur Bearbeitung meiner Anfrage gespeichert werden. Ich kann meine Einwilligung jederzeit per E-Mail an datenschutz@goldsilbershop.de widerrufen.