Goldpreis-Vergleich mit Dow Jones & US-Zinsen seit 1971

17.10.2016 13:00  Von:: Sandra

Am 15. August 1971 fiel, mit der Aufkündigung des US-Dollar Einlöseversprechens in Gold durch Präsident Richard Nixon, der Startschuss für ein historisch einmaliges Währungsexperiment: Die ungedeckte Papiergeldära.

Wie haben sich die einzelnen Anlageklassen seit dem Beginn der entfesselten Geld- und Schuldenorgie entwickelt? Zu welcher Zeit waren Goldinvestments überlegen? Wann waren Aktien profitabel?

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte! Deshalb haben wir im untenstehenden Vergleichschart einmal die Entwicklung der wesentlichen Anlageklassen im Langfristvergleich zusammengetragen. Beginnend mit der Aufgabe der Gold- / US-Dollar-Bindung sehen Sie hier über den Zeitverlauf den Goldpreis, Dow Jones sowie US-Zinsanlagen im Vergleich abgetragen. Wichtige historische Ereignisse sind zusätzlich gekennzeichnet und geben Aufschluss.

Chart

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Die Grafik verdeutlicht, dass der historischen Entscheidung Nixons im Jahre 1971 eine Dekade stark steigender Goldpreise folgte. Ursache hierfür war der zunehmende Vertrauensverlust in die ungedeckten Währungen, verstärkt durch die Folgen der Ölkrise.

Interessant: Ebenso wie die aktuelle Goldhausse seit 2001 ist auch der Verlauf der 1970er Hausse von einer mehrjährigen, für Goldinvestoren durchaus empfindlichen zyklischen Korrektur mit nahezu 50% Kursrückgang (1974-76) unterbrochen worden. Anleger wurden in den darauffolgenden Jahren (1976-80) mit einem Anstieg von nahezu 800% für ihre Geduld und Weitsicht ihrer Investition belohnt.

Mit einer abrupten Zinserhöhung auf über 17% beendete der damalige FED-Präsident Paul Volcker 1980 diese Goldhausse. Zwei Dekaden mit positivem Realzins, globalem Wirtschaftswachstum und das aufziehende Computer-Zeitalter (Stichwort: Industrielle Revolution) folgten. In diesem Umfeld der 80er und 90er Jahre des letzten Jahrtausends war die Partizipation an Produktivkapital über Aktienengagements gegenüber dem unverzinsten Gold folglich auch überlegen.

Die Folge der Aktienhausse: Die Dotcom-Blase, deren Platzen den Übergang zur seit dem Jahr 2001 anhaltenden säkularen Goldhausse markiert. Eine Erhöhung der Zinsen in den historischen Normalbereich – oder sogar darüber hinaus – ist im Gegensatz zum Jahr 1980 unter Berücksichtigung der aktuellen globalen Schuldenlast völlig undenkbar. Das zeigen auch die aktuellen Notenbank-Entscheidungen.

Nach unserer festen Überzeugung wird die aktuelle Edelmetall-Hausse erst nach Bereinigung der weltweiten Überschuldung ihr Ende finden. Wie diese enorme Schuldenlast abgebaut werden soll, werden wir in den nächsten Jahren erleben. Im Werkzeugkasten befinden sich u.a. Schuldenschnitte, (Hoch-)Inflation oder auch eine beliebige Kombination aus beidem.

Vieles spricht dafür, dass Gold- und Silberinvestoren für ihre Geduld in ähnlicher Weise belohnt werden wie Anleger, die sich von der Korrektur während des Gold-Zyklus in den 1970ern nicht haben abschrecken lassen.



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