Negativverzinsung bei Riester-Rente – Retten Sie Ihre Altersvorsorge!

05.08.2017 06:00  Von:: Markus Blaschzok

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg ist erstmals gegen Negativzinsen bei Riesterprodukten vorgegangen und hat die Kreissparkasse Tübingen abgemahnt. Die Verbraucherschützer begründeten Ihren Schritt damit, dass eine negative Grundverzinsung von -0,5% für den Vorsorge-Plus-Vertrag rechtswidrig sei. „Eine negative Verzinsung ist mit dem Grundgedanken einer Geldanlage nicht vereinbar. (…) Dass Anbieter nun offenbar sogar bei der staatlich geförderten Riester-Rente nicht davor zurückschrecken, statt Zinsen zu zahlen nun ein Entgelt einzufordern, zeigt einmal mehr, wie dringend die private Altersvorsorge reformiert werden muss.“
 
Dass die Rentenversicherung nur einen Bruchteil der Einlagen im Alter auszahlt, dürfte Jedermann klar sein. Doch auch die Riesterrente weist eine real negative Verzinsung aus. D.h. man verliert letztlich Geld. Die meisten Finanzprodukte zur Altersvorsorge können am Ende der Laufzeit nur aufgrund der Inflation eine nominal positive Entwicklung ausweisen. Dies geschieht, indem Zentralbanken die offizielle Teuerung immer statistisch geschönt berechnen. Während früher die offizielle Teuerung 2- 4% niedriger ausgewiesen wurde, sind es seit 2008 wohl eher zwischen 5% und 7%, die aus der offiziellen Teuerung herausgerechnet werden.
 
Näherliegendere Statistiken gibt es aus den USA, bei denen die Teuerung nach der alten Methode von 1980 weiterberechnet wird. Nach dieser liegt die reale Teuerung in den USA aktuell nicht etwa bei rund 2%, sondern über 10%. Dies entspricht einer realen Finanziellen Repression und somit Enteignung über Inflation von jährlich 8%.

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In den USA liegt die reale Verzinsung 10-jähriger Staatsanleihen bei -8%.
 
Nach den offiziellen Zahlen der Bundesbank gab es im Euroraum seit Einführung des Euros in 1999 angeblich eine Teuerung von 23%. Dass nach diesen „Fake Statistics“ die Preise seit der Einführung des Euros vor 18 Jahren nur um 29% gestiegen sein sollen, ist schwer zu glauben. Jeder hat die starken Preissteigerungen um teilweise mehrere hundert Prozent an der Supermarktkasse, beim Essen oder Tanken in den letzten beiden Jahrzehnten live miterlebt. Dennoch nutzen alle Kalkulationen bei der Bestimmung der Rentenansprüche diese geschönten Statistiken. Wären die Preise seit der Einführung des Euros nur um 29% angestiegen, dann wäre der Goldpreis in der gleichen Zeit nicht um über 300% im Preis nach oben geschossen. Gold hat die reale Abwertung der europäischen Gemeinschaftswährung realistischer ausgeglichen und ist ein weitaus besseres Inflationsbarometer als die staatlichen Statistiken der europäischen und bundesrepublikanischen Statistikämter.

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Die Bundesbank verbreitet bewusst „Fake“ Statistiken.
 
Da sich die Produkte zur Altersvorsorge alle an der offiziellen Inflation orientieren, erfahren diese alle real eine Negativverzinsung. Nominal weist zwar eine Altersvorsorge – ebenso wie ein Sparbuch mit Niedrigzinsen – zumindest eine kleine nominale Rendite auf, doch real können Sie mit diesem vermeintlich gestiegenen Vermögen jedes Jahr immer weniger im Supermarkt einkaufen, da der reale Preisanstieg bzw. die reale Abwertung der Währung deutlich höher war. Von jedem Euro, den Sie also in eine staatliche bzw. eine staatlich geförderte Rente einzahlen, erhalten Sie am Ende des Tages nur noch einen Bruchteil zurück. Leider gibt es einen staatlichen Zwang in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen, sodass die Menschen aktuell nicht die Freiheit haben zu entscheiden, wie sie mit ihren Ersparnissen und ihrer Altersvorsorge verfahren wollen. Wir empfehlen daher zusätzlich privat vorzusorgen und dieses Geld in inflationsgeschützte Anlagen zu investieren, die auf 30 Jahre zumindest die reale Teuerung ausgleichen und womöglich sogar eine positive reale Rendite erwirtschaften. Hier bietet sich die Diversifikation auf verschiedene Anlageklassen an. Unter anderem bieten sich die aktuell ohnehin unterbewerteten sicheren Häfen der monetären Edelmetalle Gold und Silber an, um Vermögen inflationsgeschützt anzulegen. Gerade wegen der relativen Unterbewertung zu den aufgeblähten Geldmengen des Euros und des US-Dollars, sind Edelmetalle die erste Wahl, wenn man im Alter auf Nummer sicher gehen will.

Gold ETF-Bestände in Europa erreichen Rekordniveau

Nach den neuesten Zahlen des World Gold Council war die Goldnachfrage im zweiten Quartal 2017 mit 953,4 Tonnen rund 10% geringer als im vergleichbaren Vorjahresquartal. Im ersten Halbjahr war die Nachfrage mit 2003,8 Tonnen um 14% geringer. Die Zentralbanken kauften mit 176,7 Tonnen deutlich mehr als im Vorquartal und die Investmentnachfrage nach Münzen und Barren verbesserte sich zum Vorjahresquartal um 13% und im ersten Halbjahr um 11%. Insbesondere aufgrund gestiegener indischer Nachfrage nahm die Schmucknachfrage um 8% im zweiten Quartal zu. Die Investment-ETFs erfuhren im zweiten Quartal Zuflüsse in Höhe von 56 Tonnen und 168 Tonnen im ersten Halbjahr. Die stärksten Zuflüsse erhielten dabei im ersten Halbjahr die europäischen Fonds mit einem Rekordvolumen von 977,7 Tonnen. Dies verwundert nicht, da die Amerikaner seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten den Aktienmarkt favorisiert und Gold eher gemieden haben, da man in den USA an einen neuen Aufschwung der US-Wirtschaft glaubt.

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Die Goldnachfrage sank um 10% zum Vorjahr.

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Die Zentralbanken kauften wieder etwas mehr.

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Die Nachfrage nach Münzen und Barren war das zweite Quartal in Folge rückläufig.

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Die ETFs erfuhren weiter Zuflüsse in den sicheren Hafen Gold.

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Das weltweite Angebot an Gold nahm wieder zu.

Verglichen mit dem Vorquartal sank im zweiten Quartal das weltweite Angebot an Gold um 8%. Zum Vorquartal stieg das Angebot jedoch leicht an. Insgesamt ergibt sich im zweiten Quartal ein Bild eines leicht gestiegenen Angebots und einer deutlich gesunkenen physischen Nachfrage. Dies spiegelt jedoch nicht die relative Stärke des Goldpreises in dieser Zeit und die gute Bereinigung am Terminmarkt wider. Ab 2019 erwartet das World Gold Council eine stetig fallende Produktion über viele Jahre hinweg, da zu wenig Investitionen in die Exploration neuer Minen gesteckt wurde. Man erwartet, dass die Ausbeutung der bestehenden Minen mit der Zeit immer weiter abnehmen wird. In der gleichen Zeit rechnen wir hingegen mit einer steigenden Nachfrage, was letztlich zu steigenden Preisen in den kommenden zehn Jahren führen dürfte.



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