Pizzadienst repariert Straßen

18.06.2018 06:00  Von:: Markus Blaschzok

Libertären und Minimalstaatlern wird immer wieder das gleiche Argument entgegengebracht: „Wer baut ohne eine Regierung die Straßen?“ Wer genau hat dann im freiheitlichen Kaiserreich oder in den USA vor 1914, die beide nur eine Staatsquote von etwa 10% hatten, diese Straßen gebaut?

Libertäre können sich nun zurücklehnen, denn anstatt hypothetischer Antworten mit Verweisen auf die Vergangenheit vor über einhundert Jahren, gibt es nun ein aktuelles Fallbeispiel für diese Frage. In dieser Woche hat die amerikanische Pizzakette „Dominos Pizza“ bekanntgegeben, dass man nicht länger auf die Regierung warten, sondern selbst die Schlaglöcher in den Straßen flicken werde. Dominos Pizza hat aufgrund der vielen Schlaglöcher mittlerweile so große Probleme, Pizzas schnell und nicht kalt auszuliefern, dass man unter dem Slogan „Paving for Pizza“ nun die Reparatur von Straßen in die eigenen Hände nimmt: Zum Video

Ein Anruf über eine zermatschte Pizza genügt und der eigene Straßenbaudienst rückt aus. Bereits über 50 Schlaglöcher hat man in Kalifornien, Texas und Delaware bereits repariert.

Etatisten glauben, dass ohne die Zwangseinnahmen des Staates keine Straßen existieren würden. Es gäbe zwar hier und dort Läden, doch keine Möglichkeit, um dort hinzugelangen. So naiv, wie es sich anhört, ist es auch. Alle Straßen führen zum Handel mit anderen Menschen und wie die Zustände auf deutschen und amerikanischen Straßen zeigen, hat die Regierung kein großes Interesse, sich um gute Straßen zu kümmern. Der Handel hat hingegen großes Interesse daran seine Waren schnell und sicher zu den Konsumenten zu transportieren und überlegt sich immer neue Möglichkeiten, schneller und effizienter zu werden. Der freie Markt wird Wege und Möglichkeiten finden, seine Produkte an den Mann zu bringen. Fällt der Staat als Dienstleister für den Straßenbau aus, werden sich der Handel sowie Privatleute völlig autark und selbständig darum kümmern, dass intakte Straßen die Menschen verbinden. Aufgrund des Wettbewerbs wird dies dazu viel effizienter und günstiger erfolgen, als es durch staatliche Bürokratie jemals geschehen würde. 



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