Starker Jahresauftakt für Gold und Silber

07.01.2017 14:00  Von:: Markus Blaschzok

Die Edelmetalle sind mit einem Kurssprung in das neue Jahr gestartet. Der Goldpreis gewann 30$ (+2,6%) je Feinunze hinzu, während Silber sogar einen Gewinn von 3,1% ausweisen kann. Es ist möglich, dass dieser gute Jahresauftakt ein positives Zeichen für die weitere Entwicklung in diesem Jahr ist. Das letzte Quartal 2016 war zwar turbulent am Edelmetallmarkt, doch unter dem Strich zeigt sich eine durchweg positive Rendite für Gold in allen großen Weltwährungen. Gold in Euro konnte im Jahr 2016 mit einem Plus von 12,1% glänzen und im Britischen Pfund sogar einen Zuwachs von fast 30% verzeichnen. Das Pfund war mit dem „BREXIT“ und einem enormen Gelddruckprogramm der Bank of England massiv unter Druck geraten. Die britische Notenbank hatte dadurch den Wert des Pfundes massiv verwässert, weshalb der Preis für das wertstabile Gold natürlich ansteigen musste. Glück hatten jene Briten, deren Altersvorsorge in Gold angelegt war. Alle anderen verloren im vergangenen Jahr rund ein Viertel ihrer Lebensersparnisse. In Europa entwertet die EZB den Euro nicht ganz so schnell, wie die englische Notenbank. Das Plus im Gold war damit auf Eurobasis mit 12,1% etwas geringer. Gold stieg auch massiv zum Australischen Dollar (+9,5%), Kanadischen Dollar (+5,3%), Chinesischen Yuan (+16,1%), Indischer Rupie (+11,4%), Japanischer Yen (+5,4%) und dem Schweizer Franken (+10,4%) an. Auf Eurobasis zeigt sich seit dem Jahr 2001 eine jährliche Rendite von 8,6%, womit in dieser Zeit die einfache Anlage in Gold eine bessere Rendite als die meisten Fonds brachte.

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Gold verzeichnete im Vergleich zu allen großen Weltwährungen im letzten Jahr einen Anstieg.
 
Dass der Goldpreis nach der Übertreibung des Jahres 1980 über dreißig Jahre hinweg stagnierte, zeigt wie wichtig das Timing bei einem Einstieg in eine Anlageklasse ist. „Kaufe billig und verkaufe hoch!“, ist eine einfache und doch unendlich schwere Handelsregel. Da die Notenbanken seit dem Jahr 2008 unentwegt Geld drucken, ist der bereits gestiegene Goldpreis immer noch relativ günstig und weitere starke Anstiege sind sehr wahrscheinlich. In der Geschichte gewannen Papierwährungen noch nie an Kaufkraft. Über mittel- bis langfristig fallende Edelmetallpreise muss man sich daher keine Gedanken machen. Des Weiteren hatten die Edelmetalle in den letzten vier Jahren eine Verschnaufpause eingelegt, weshalb dieser erneute Rücksetzer eine sehr gute Möglichkeit für langfristige Käufe zu sein scheint. Wie man am folgenden Chart sieht, befindet sich der Goldpreis in Euro bereits seit dem Jahr 2014 wieder im Aufwärtstrend und der Goldpreis steigt immer weiter an. Die Europäische Zentralbank druckt jeden Monat weiteres Geld. Ein Ende dieser Politik ist nicht absehbar. Der Goldpreis kann daher langfristig nur steigen und der aktuelle Rücksetzer an diesen Aufwärtstrend, scheint eine ideale Kaufmöglichkeit darzustellen.

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Gold in Euro befindet sich seit Anfang 2014 wieder im Aufwärtstrend.
 
Die folgende Tabelle zeigt Ihnen, wie sich der Silberpreis in den letzten 16 Jahren in verschiedenen Währungen entwickelte. Silber stieg dabei im letzten Jahr noch stärker als das Gold! Zum US-Dollar brachte Silber eine Rendite von 15,4% und zum Euro sogar eine Rendite von 19,2%. Ebenso gab es auch enorme Anstiege zum Australischen Dollar (+16,4%), Kanadischen Dollar (+12%), Chinesischen Yuan (+23,5%), Indischer Rupie (+18,5%), Japanischer Yen (+12,1%), Schweizer Franken (+4,9%) und dem britischen Pfund (+38%). Silber, der kleine Bruder des Goldes, bewies einmal mehr, dass er stärker steigen wird als Gold, wenn erst einmal Nachfrage auf diesen kleinen und engen Markt trifft. Die überirdischen Bestände für Silber sind viel geringer als jene für Gold. Deshalb explodierte der Silberpreis in der Vergangenheit immer dann, wenn der Goldpreis stark anstieg. Es ist daher ratsam einen großen Teil eines Edelmetallinvestments nicht nur in Gold sondern auch in Silber zu stecken.

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Silber stieg auf Eurobasis fast 20% im letzten Jahr an!

US-Notenbank spielt ein falsches Spiel

In dieser Woche wurde das Protokoll der letzten Sitzung im Dezember des Offenmarktausschusses (FOMC) der US-Notenbank veröffentlicht. Darin war zu lesen, dass man schnellere Zinsanhebungen für möglich hält. Begründet wird dies mit den geplanten Konjunkturprogrammen des gewählten Präsidenten Donald Trump, die auch zu einer besseren Entwicklung am Arbeitsmarkt führen sollen. Offiziell begründet man weitere Zinsanhebungen mit einem Gegensteuern ansteigender Inflation bei einem besseren Arbeitsmarkt. Inoffiziell geht es dabei jedoch lediglich darum die Balance zwischen Inflation und Deflation zu halten. Letztlich wird die Teuerung stark ansteigen, da die US-Notenbank bereits viel Geld gedruckt hat. Die Folge wird eine verdeckte Stagflation sein, die sich durch steigende Preise in einer persistenten Rezession auswirken wird.

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Die US-Notenbank hob in 12 Monaten zweimal die Zinsen an. 

Inflation ist politisch opportun 

Der Vorteil einer Stagflation für die Politik ist, dass der Einbruch am Arbeitsmarkt stark abgemildert wird. Dies geht jedoch auf Kosten der Reallöhne, wobei auch die Renten- und Pensionskassen vom Staat geplündert werden. Der Nachteil ist, dass die Wirtschaftskraft langfristig geschwächt wird und die Armut in der Gesellschaft drastisch zunimmt. Die Österreichische Schule der Nationalökonomie bevorzugt hingegen eine kurze, schnelle Bereinigung der Fehlallokationen des Staates, was mehrere Gründe hat. Zum einen bestraft sie die Schuldner und all jene, die den Geldbetrug sowie die Krise in erster Linie verursacht haben. Jene, die hingegen gut gewirtschaftet haben und ehrlich waren, werden jedoch verschont, was gerecht ist. Zum anderen kann die Wirtschaft so schnell auf den Wachstumspfad zurückkehren und der Wohlstand der Menschen kann wieder anwachsen. Nebenbei kommt es nicht zu zusätzlichen gesellschaftlichen Verwerfungen und auch die Politik wird für ihr Fehlverhalten abgestraft.
 
Die expansive Fiskalpolitik des neuen Präsidenten Donald Trump wird indirekt ständig durch die US-Notenbank unterstützt. Später muss diese Politik jedoch durch weitere Gelddruckprogramme unterstützt werden, was einer direkten Staatsfinanzierung gleichen wird. Der US-Dollar wird dabei real zu allen inflationsgeschützten Anlageklassen fallen. Gold und Silber werden hingegen explosionsartig ansteigen und stark ansteigen. Wie man an der Entwicklung des Goldpreises in England im letzten Jahr sah, wird vermutlich jeder, der seine Altersvorsorge in Papiergeld anstatt in Edelmetallen hält, den Großteil seines Vermögens verlieren. Die Inflation wird die Kaufkraft dieser Ansprüche entwerten und die Menschen mittellos in Altersarmut zurücklassen. Wir raten Ihnen daher vorzusorgen und diesen womöglich letzten Rücksetzer auf dieses günstige Niveau dazu zu nutzen, um Gold und Silber zu kaufen und so Ihre Zukunft abzusichern!



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