US-Sanktionen gegen Iran stützen den Goldpreis

12.05.2018 06:00  Von:: Markus Blaschzok

US Präsident Trump hat sein Wahlversprechen gegenüber den Neocons eingehalten und das Atomabkommen mit dem Iran einseitig aufgekündigt. Die Rede Trumps zu dieser Entscheidung war absurd und erinnerte stark an die Rede Netanjahus zu Irans Atombombenplänen, zu denen es keinerlei Beweise gibt. Den USA entstehen daraus nur Nachteile, weshalb "America first" letztlich nur noch eine leere Worthülse ist. Es geht um die Interessen des tiefen Staates, zum Wohle Dritter auf Kosten des Wohlstands, der Sicherheit und Freiheit der USA.

Diese verhängen nun neue Sanktionen gegen den Iran und fordern die westlichen Staaten auf, den Handel mit dem Iran sofort einzustellen. Erst ließen die Raketenangriffe auf Syrien den Rohölpreis steigen und jetzt sind es die neuen Sanktionen gegenüber dem Iran. Der Rohölpreis für die Sorte Brent stieg infolge dessen in dieser Woche bereits auf fast 77$ an. Obwohl der Iran nun unter Sanktionen zu leiden hat, versucht man eine entsprechende Gegenreaktion zu verhindern, indem die anderen Staaten scheinheilig an dem Abkommen festhalten und den Iran an seine Verpflichtungen erinnern. Ein logischer und konsequenter Schritt wäre jedoch der ebensolche Austritt aus dem Abkommen und die Fortsetzung der Entwicklung von Atomwaffen, bis ein neues Abkommen ausgehandelt wird.

Wirtschaftssanktionen sind eine kriegerische Handlung, die wie im Falle der Blockaden und Sanktionen der USA gegen das kaiserliche Japan schon zu Kriegen führte, weshalb diese sehr ernst zu nehmen sind und deren mögliche Auswirkungen nicht unterschätzt werden dürfen.

Bis jetzt reagiert Teheran sehr gelassen auf die Aggressionen Israels und der USA. Man verbannt zunehmend den US Dollar als Handelswährung und sattelt stattdessen auf den Euro, Gold und andere Währungen um. Nicht einmal durch die neuerlichen starken Angriffe Israels auf iranische Basen und Einheiten in Syrien lässt sich Teheran provozieren. Die iranische Regierung bestreitet jegliche Beteiligung an den mutmaßlichen Raketenangriffen auf die Golanhöhen, die niemanden getroffen haben und nennt sie eine Operation unter falscher Flagge, um die Angriffe auf iranische Streitkräfte zu rechtfertigen. Der Sprecher von Benjamin Netanjahu sagte dazu, „das Ziel des Angriffs sei zu verhindern, dass die iranische Armee bis auf 1.000 Meilen [sic!] an unsere [Israels] Haustüre ran rückt.“ Sollte es in der Zukunft einmal zu einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Israel/USA und dem Iran kommen, so würde dieser Krieg über die Druckerpresse finanziert werden und Gold als sicherer Hafen starke Nachfrage erfahren. 



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