War's das für die Deutsche Bank?

25.09.2016 08:30  Von:: Sandra

Für die Deutsche Bank sieht es immer düsterer aus. Nachdem sie seit Wochen, auf Grund diverser Tricksereien in der Vergangenheit, vor einer 14-Milliaren-Strafe des US-Justizministeriums bangt, veröffentlichte nun der Vize-Chef der US-Einlagen-Sicherung Thomas Hoenig eine Übersicht zum Verschuldungsgrad – dem Verhältnis zwischen Eigenkapital und bereinigter Bilanzsumme – von Großbanken. Die Deutsche Bank landete auf dem letzten Platz. So wird der Verschuldungsgrad der größten deutschen Bank auf gerade mal 2,68 Prozent geschätzt. Zum Vergleich: Der globale Durchschnitt beträgt ungefähr 5,45 Prozent. Die hohen Forderungen bei gleichzeitig niedrig eingeschätzter Kapitalausstattung versetzen die Aktie des Finanzinstituts in einen Tiefflug. Weit entfernt von ihrem Allzeittief ist diese nun nicht mehr. Kein Wunder also, dass nun reihenweise Anleger versuchen das sinkende Schiff zu verlassen und ihre Aktien der Deutschen Bank loswerden möchten.

Aber nicht nur die Deutsche Bank sieht sich mit zahlreichen Vorwürfen konfrontiert. Auch weitere große Namen wie die Credit Suisse, Morgan Stanley, Societe Generale, Standard Chartered, Bank of Tokyo-Mitsubishi und die Royal Bank of Canada werden beschuldigt in der Vergangenheit künstliche Preise kreiert zu haben.

Ob die Deutsche Bank vor dem Aus steht? Das ist eher unwahrscheinlich. Bevor es wirklich dazu kommt, wird unsere eifrige Regierung ein schönes Banken-Rettungspaket schnüren und der Deutschen Bank helfend zur Seite eilen. Finanziert natürlich wie immer vom Steuerzahler.
Die negativen Entwicklungen bei der Deutschen Bank sind unserer Meinung nach jedoch nur der Anfang eines Gewitters, welches sich langsam aber allmählich zusammenbraut und bald über das Bankensystem hinwegfegen wird. Da reicht ein Blick nach Italien, wo derzeit sämtliche großen Geldhäuser vor der Insolvenz stehen. Aktuell sträubt sich Italiens Premierminister Matteo Renzi noch davor geltendes europäisches Recht anzuwenden und Gläubiger und Bankkunden in die Pflicht zu nehmen. Für Kleinanleger und Sparer hätte dieses Vorgehen nämlich eine Enteignung von bis zu 100% ihres Vermögens zur Folge. Im Extremfall würde das auch hierzulande Kleinanlegern bei einer Bankenpleite blühen.



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