Zinsanhebung in den USA rückt näher – Euro in Gefahr

08.12.2017 06:00  Von:: Markus Blaschzok

Die Marktteilnehmer erwarten am kommenden Mittwoch aktuell zu 100% eine erneute Zinsanhebung durch die private US-Notenbank FED. Um 0,25% auf 1,5% soll der Leitzins angehoben werden. Damit zollt man der hohen realen verdeckten Teuerung Tribut. Die scheidende US-Notenbankchefin Janet Yellen konstatierte vor einigen Wochen, dass die offiziellen Konsumentenpreisindizes nicht die Realität abbilden würden und die Teuerung weitaus höher sei, weshalb weitere Zinsschritte gerechtfertigt wären. Nach der alten Berechnungsmethode für die Konsumentenpreise von 1990 liegt die Teuerung in den USA aktuell bei 5,8% und nicht etwa bei 2,0%, wie die US-Regierung behauptet. Nach der Berechnungsmethode von 1980 liegt die Teuerung in den USA gar bei 9,9%, was sich durch das vorherige Drucken von Geld in den Jahren von 2009 bis 2014 erklärt. In diesen Jahren hatte man die Geldmenge und die US-Notenbankbilanz vervierfacht.

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Die US-Notenbank wird den Leitzins mit einer Wahrscheinlichkeit von 90% um 25 Basispunkte und mit 10% um 50 Basispunkte anheben.

Weiterhin hat man damit begonnen dem Markt sukzessive das gedruckte Geld wieder zu entziehen. Man plant die ausgeweitete Notenbankbilanz im kommenden Jahr um 600 Mrd. US-Dollar zu schrumpfen. Ob dies möglich sein wird, ohne eine Wirtschaftskrise auszulösen und die Blasen an den Aktien-, Anleihen- und Immobilienmärkten anzustechen, ist äußerst fraglich. Es ist gut möglich, dass man die restriktive Geldpolitik vorzeitig beenden wird, sobald eine Rezession zutage tritt.

Bis dahin vergeht jedoch noch einige Zeit und bisher hat die US-Notenbank ihre Versprechen gehalten und Zinsanhebungen geliefert. Während die Zinsen in den USA ansteigen, verharren jene in Europa nahe Null oder im negativen Bereich, da die Europäische Zentralbank im kommenden Jahr bis Ende September weiter Geld in Höhe von 30 Mrd. Euro monatlich drucken wird. Dieser sich weitende Zinsspread, den der Markt überhaupt nicht erwartet hat, wird Geld aus dem Euro in den Dollar fließen lassen, sodass der Dollar wieder steigen dürfte.

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Im kommenden Jahr sind weitere Zinsanhebungen in den USA zu erwarten.
 
Der Markt hatte keine Ausweitung des Zinsspreads erwartet. Scheinbar hatte bereits fast jeder auf eine Annäherung der Zinsen spekuliert, wie uns die Terminmarktdaten verraten. Diese zeigen die größte je aufgezeichnete bullische Stimmung für den Euro, womit klar ist, dass es jede Menge Korrekturbedarf in den Köpfen der Händler und bei deren Positionierung gibt. Dies wird sich letztlich am Ende des Tages in einigen Monaten in einem Ausverkauf des Euros auswirken, auf den wir weiterhin setzen.

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Praktisch alle haben auf einen steigenden Euro gewettet.

Altersvorsorge in Gefahr – Goldanleger aufgepasst


Für Goldinvestoren ist dies sehr wichtig, denn die desaströs destruktive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank wird zu einer weiteren Abwertung der Gemeinschaftswährung führen und damit Ersparnisse sowie Renten- und Pensionsansprüche entwerten. Wer nicht in die Altersarmut abrutschen will, muss selbst vorsorgen. Durch die Geldpolitik der EZB ist eine Abwertung des Euros von 15% allein im kommenden Jahr möglich. Durch die forcierte Massenimmigration in den Wohlfahrtsstaat gibt es viele Millionen neue Transferempfänger, die den Rentnern ihren Anteil wegnehmen, während die Anzahl der hochqualifizierten und hochproduktiven Deutschen Nettozahler weiter schrumpft. Dies ist das Rezept für den völligen Kollaps des Umlageverfahrens und die garantierte Altersarmut für den Großteil der deutschen Bevölkerung. Es stellt sich längst nicht mehr die Frage, ob es zum großen Knall kommen wird, sondern nur noch wie lange es bis dahin noch dauert. Es gibt Anzeichen, dass es bereits Ende des nächsten Jahres zu einer Wirtschaftskrise kommen bzw. die mit viel gedrucktem Geld in die Zukunft verschobene Krise von 2008 wieder ausbrechen könnte.

Die Aktien- und Anleihenmärkte sind nach neun Jahren Bullenmarkt aktuell sehr teuer, während die Edelmetalle und deren Minen historisch günstig sind. Berücksichtigt man die Ausweitung der Geldmengen seit dem Jahr 2008, so ist der Goldpreis heute günstiger als zur Jahrtausendwende bei 250$ je Feinunze.

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Der reale Goldpreis ist günstiger als zur Jahrtausendwende.

Auch die Gold- und Minenaktien sind historisch unterbewertet, berücksichtigt man die Ausweitung der Geldmenge und die Aushöhlung der Fiat-Papierwährungen. Real müssten die Minen im Schnitt um das Zwanzigfache ansteigen, um das Hoch des Jahres 2011 wieder zu erreichen. Das Verlustrisiko auf der Unterseite scheint mittelfristig sehr begrenzt, während die Chancen auf starke Kursgewinne langfristig enorm hoch sind.

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Die Minen sind historisch einmalig günstig.

Bitcoinmanie – Die Hausfrauen flippen aus


Die Kryptomanie kennt im Augenblick keine Grenzen. Seit einigen Wochen verzeichnet die größte amerikanische Handelsplattform für Bitcoins „Coinbase“ täglich über 100.000 neue Nutzer, die den Preis für den Bitcoin in immer neue Höhen treiben. In der Hoffnung, schnell reich zu werden, kauft man den Altbesitzern und Minern die Anteile an der Software zu jedem Preis ab. Mitte 2015 handelte man diese Anteile zu 250$, worin ich eine Chance auf spekulative Gewinne sah, doch dass der Preis zwei Jahre später auf 16.000$ klettern würde, hat wohl kaum einer geahnt. Jedes Magazin liefert mittlerweile Anleitungen, wie man am besten in Bitcoin und Co. investieren kann und heute spekuliert man auf der Seite von n-tv, ob der „Bitcoin das neue Gold“ wird. Es ist mir ein Rätsel, jedoch typisch für massenpsychologische Manien an den Märkten, wie man allen Ernstes glauben kann, dass eine Software, die 6-7 Leute mehr Halbtags als Vollzeit nebenher programmieren und tausendfache Konkurrenz hat, auch nur irgendwie einen Status wie Gold erlangen oder eine Art Wertspeicher sein könnte. Die Transaktionssoftware ist für den Alltag völlig ungeeignet und die Transaktionskosten sind enorm hoch, weshalb jene, die Fiat-Geld in Kryptogeld umtauschen, um Transaktionen zu bedienen, letztlich nur jene sein dürften, die unbedingt die staatliche Kontrolle zu hohen Preisen umgehen wollen. Bernie Madoff und Jordan Belfort (The Wolf of Wall Street) ziehen ihren Hut und letzterer nennt es klaren genialen Betrug. Es ist nicht jedem in seinem Leben vergönnt, etwas wie die Tulpomanie live mitzuerleben, weshalb es eine Freude ist, mit zu spekulieren und dem Ganzen beizuwohnen. Da 99,9% jener, die Bitcoin gekauft haben, es den alten Besitzern nur deshalb abkauften, um schnell reich zu werden und nahezu der gesamte Handel nur unter diesen Spekulanten stattfindet, gibt es nur eine enge Türe, um das System wieder zu verlassen. Eine Verkaufspanik kann den Preis für den Bitcoin schnell wieder in den zweistelligen Bereich bringen. Meine Generation hatte den neuen Markt und wir wurden mit DotCom Aktien verprügelt und unserer Ersparnisse beraubt – die heutige Generation hat die Kryptowährungen und muss ihre eigenen Lektionen erfahren und lernen.  

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Seit unserer Kaufempfehlung bei 250$ Mitte 2015 stieg der Bitcoin in der Summe um 6.700% an.



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