Experimentelle Geldpolitik der EZB stützt Euro-Notierungen von Gold und Silber

01.10.2014 11:19  Von:: Tim Schieferstein

Eines hat Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank, mit der Ankündigung aggressiver geldpolitischer Maßnahmen Anfang September bereits erreicht, die Gemeinschaftswährung Euro setzt ihren freien Fall fort. Gold und Silber sehen nun immer mehr nach einer sinnvollen Währungsalternative aus.

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Die Welt vom 17.09.2014: EZB will Papiere kaufen, die sie für Schrott hält
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Die richtige Perspektive

Auch im laufenden Jahr sind viele Anleger von der Preisentwicklung von Gold und Silber enttäuscht, gebe es doch für die edlen Krisenmetalle genug Gründe, zu steigen. Ob IS-Terror oder Ukraine-Krise, an geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheit mangelt es wahrlich nicht.

Aber diese Einschätzung täuscht gewaltig. Natürlich belastet die Edelmetalle das bisherige Ausbleiben der von hochkarätigen Ökonomen prophezeiten Inflation. Auch glaubten viele bis vor kurzem, die diversen Schulden- und Eurokrisen seien ja nun überwunden. Doch am 4. September schockte Mario Draghi die Europäer mit einer unerwarteten Zinssenkung und der Ankündigung, die EZB mittels Aufkauf von Forderungsbesicherten Wertpapieren zur europäischen Kreditbank umzubauen.

Satte 500 Mrd. Euro will Draghi in den nächsten drei Jahren aus dünner Luft erzeugen und damit sogenannte ABS-Papiere kaufen, in denen die europäischen Banken Kredite verbriefen, die sie von den Büchern haben wollen.

Dem Euro bekommt das alles nicht sehr gut. Seit der Ankündigung dieses Programms Anfang Mai diesen Jahres viel der Euro von in der Spitze 1,40 zum US-Dollar um satte 13 Cents oder über 9%, sportlich für die zweitgrößte Währung der Welt.

Für europäische Gold- und Silberinvestoren ergibt sich daher auch eine völlig andere Perspektive was die Attraktivität von Edelmetallinvestments angeht – nicht nur unter dem Aspekt des Schutzes vor unverantwortlicher Währungs- und Zinspolitik, sondern auch unter dem Aspekt der Wertentwicklung.

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Quelle: Thomson Reuters Datastream | Grafik: GoldSilberShop.de GmbH

Vergleichen lohnt sich

Fakt ist, dass es aus der Sicht eines Investoren aus dem Euroland eine sehr gute Idee war, in Gold zu investieren, besser noch als in Aktien oder sichere deutsche Staatsanleihen:

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Quelle: Thomson Reuters Datastream | Grafik: GoldSilberShop.de GmbH

Vor allem das historische Niedrigzinsumfeld und die Abwertungspolitik der EZB machen die monetären Edelmetalle aber auch Diamanten auf vielen Ebenen für Europäer zu Gewinnern.

Zum Beispiel spricht die  Vermeidung des Gläubigerrisikos in Zeiten exponentiell ansteigender Verschuldung und mutwilliger Zerstörung des Außenwertes des Euro für diese Anlageformen mit intrinsischem Wert.

Auf der Verliererseite der politischen und ökonomischen Gemengelage stehen für Europäer  hingegen ganz klar Zinsprodukte aller Art, Schuldverschreibungen aller Art, Bankeinlagen und natürlich Bargeld (Euro).

In dieser Aufzählung sind auch Bankeinlagen erwähnt, da Bankeinlagen de facto Kredite der Bankkunden an ihre Bank sind, also ein kaum verzinsten Dauerdarlehen an das jeweilige Kreditinstitut, dass gemäß europäischem Recht im Insolvenzfall mit zur Haftung herangezogen werden kann.

Gold und Silber erfüllen in der heutigen Risikolage mehrere Funktionen: Sie stellen eine Währungsalternative zum Papiergeldsystem dar, sie schützen vor extremen geopolitischen Risiken und beinhalten keinerlei Bonitätsrisiko. Zudem sind sie weltweit akzeptiert und auch in Krisenzeiten hoch liquide.

Aus Sicht eines deutschen Anlegers erfüllt Gold diese Aufgabe auch jetzt sehr gut. Jeder Anleger sollte den Teil seines Vermögens, auf den er Zugriff hat, in Richtung Sachwerte und weg von Gläubigerrisiken verlagern. Edelmetalle und Diamanten sollten dabei zwingend eine Rolle spielen.

Die vollständige Aufzeichnung der Online-Konferenz können Sie hier abrufen:

http://www.goldsilbershop.de/onlinekonferenz.html

Gleichzeitig laden wir Sie schon jetzt ein sich für die nächste Onlinekonferenz am 23.10.2014 unter selbigen Link kostenfrei anzumelden.



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