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Technische Analyse zu Palladium: Palladium zeigt Stärke zu den anderen Edelmetallen

Terminmarkt: Der aktuelle CoT-Report vom 29.07.2022

 Der CoT-Index OI ist mit 100 Punkten mittlerweile im Kaufbereich. In den letzten Monaten zeigte sich aufgrund der Rezession ein Überangebot im Markt, das den Preis um 40 % einbrechen ließ. In den letzten vier Wochen zeigte sich relative Stärke und ein Ausbruch bahnte sich an. Der Terminmarkt ist extrem überverkauft und seitdem sich Stärke aufgrund eines neuerlichen Defizits zeigt, müssen technische Kaufsignale weiter angenommen werden. Short-Trades sind kurzfristig zu meiden.

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Die Terminmarktdaten für Palladium sind bereits seit Wochen im Kaufbereich

Zum Jahresanfang hatten wir einen perfekten Long-Trade und kauften bei 1.850 US-Dollar, als der Palladiumpreis im Rahmen des Ukraine-Krieges aus seinem Abwärtstrend ausbrach, nachdem sich bereits im Vorfeld Stärke durch Insiderkäufe im Markt zeigte. Der folgende Preisanstieg führte Palladium auf ein neues Allzeithoch, wo wir bei 3.100 US-Dollar alle Gewinne mitnahmen und zum Verkauf rieten. Seither bot sich keine gute Chance mehr für einen Trade und ich empfahl bis kürzlich auf der Seitenlinie zu stehen.

Der Preisrückgang bei Platin kam in den letzten zwei Monaten zum Erliegen und die CoT-Daten begannen Stärke zu zeigen. Wir wurden bullisch und kauften mit dem Ausbruch aus dem Abwärtstrend bei 2.000 US-Dollar. Leider wurden wir noch einmal ausgestoppt, bevor Palladium wieder nach oben drehte und wieder den Abwärtstrend überwand, womit es ein erneutes Kaufsignal gab.

Charttechnisch muss nun der nächste Abwärtstrend bei 2.130 US-Dollar überwunden werden. Glückt dies, würde wahrscheinlich ein Preisanstieg bis ca. 2.450 US-Dollar folgen. Aufgrund der sich immer stärker manifestierenden Rezession trauen wir Palladium kurzfristig jedoch nicht mehr zu, weshalb man dort erst einmal Gewinne mitnehmen sollte.

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Palladium probt den Ausbruch und könnte weiter auf 2.500 US-Dollar ansteigen

Grundsätzlich belasten die steigenden Zinsen und die sich manifestierende Rezession den Palladiumpreis und andererseits scheint die Nachfrage noch stark genug zu sein, damit der Markt wieder in ein Defizit rutschen kann, wenn auch nur vorübergehend.

Nachdem wir über vier Monate auf der Seitenlinie standen, hatte sich nach dem Ende der Korrektur bei Gold und Silber eine Situation ergeben, die eine Preiserholung zuließ. Da die CoT-Daten gut sind, gibt es genügend spekulatives Interesse, dass den Preis bei einem vorübergehenden Defizit wieder auf 2.500 US-Dollar treiben könnte.

Dennoch ist Vorsicht angesagt, denn die steigenden Zinsen wecken die rezessiven Kräfte in der Wirtschaft und die Umstellung auf Elektrofahrzeuge mindert die Nachfrage ebenso, was letztlich den Preis belasten dürfte. Sollte eine Rezession offiziell ausgerufen und medial thematisiert werden, so wäre ein nochmaliger schneller und deutlicher Einbruch des Palladiumpreises möglich, ebenso wie in jeder Rezession davor. Deshalb bleibt es wichtig nach einem Kaufsignal schnell einen Stop-Loss zu platzieren.

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Nach vier Monaten gibt es aktuell die erste gute Chance für einen neuerlichen Kauf von Palladium

Das Platin-Palladium-Ratio zeigt, dass Platin in den vergangenen 50 Jahren immer teurer war als Palladium, mit Ausnahme der Jahrtausendwende und aktuell seit 2017. Die Feinunze Palladium wird im Moment historisch einmalig 135 % über dem Preis von Platin gehandelt.

Wir sehen in den letzten Jahren in der Industrie eine fortschreitende Substituierung von Palladium durch das günstigere Platin. Solange Palladium teurer ist, sollte auch die Substitution weiter fortschreiten und letztlich auch zu steigenden Platinpreisen führen. Diese Transformation ist ein langsamer Prozess und man schätzt, dass jährlich etwa 1,5 Millionen Unzen Palladium in der Industrie durch Platin ersetzt werden.

Langfristig ist es konsequent logisch und wahrscheinlich, dass die Substitution in der Zukunft zu einem Überangebot bei Palladium und einem Defizit bei Platin führen wird. Das Ratio würde dann wieder ansteigen, wobei Platin das Palladium massiv outperformen dürfte. Würde das Ratio nur zu seinem Durchschnitt der letzten 50 Jahre bei 3 zurückkehren, entspräche dies einer sechsmal besseren Performance von Platin zu Palladium in der Zukunft.

Will man ein langfristig ausgerichtetes Edelmetalldepot auf Sicht von mindestens einer Dekade aufpeppen, so wäre Platin eine Spekulation wert, da es nicht nur in Katalysatoren Anwendung findet, sondern in vielen weiteren Industrien und insbesondere in erneuerbaren Energien, wogegen Palladium nur in Katalysatoren für Benzinmotoren genutzt wird. Da Platin auch zu Gold und Silber historisch günstig ist, wäre es denkbar, dass Platin sogar die monetären Edelmetalle in den kommenden zehn Jahren outperformen könnte. Kurzfristig hat Platin noch mit einem Überangebot zu kämpfen, doch auf Sicht einer Dekade scheint das Risiko begrenzt und die Gewinnchance sehr hoch zu sein, weshalb wir Rücksetzer weiterhin zum Aufbau einer neuen langfristigen Position nutzen werden. Palladium ist für ein langfristiges Investment hingegen bei der aktuell hohen Bewertung eher uninteressant.

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Platin ist aktuell so günstig zu Palladium wie noch nie zuvor