Massive Manipulationen am Terminmarkt Ursache für jüngsten Crash bei Edelmetallen

10.05.2013 12:45  Von:: Tim Schieferstein

Der deutliche Kursrückgang der als „sicherer Hafen“ bezeichneten Edelmetalle Gold und Silber an drei Tagen im April hat zu beträchtlichen Irritationen bei Anlegern geführt und zahlreiche Fragen aufgeworfen. Erklärungen  und Hintergründe bietet die aus diesem Anlass am 24. April veranstaltete SOLIT-Onlinekonferenz mit SOLIT-Edelmetallanalyst Hannes Zipfel. Die Aufzeichnung steht allen Interessierten kostenfrei auf YouTube zur Verfügung und hat bereits über 4.000 Views gesehen.

Kurseinbruch im zweistelligen Prozentbereich – starke Nachfrage nach physischem Gold und Silber

Zwischen dem 12. und 15. April brachen die Gold- und Silberpreise an den amerikanischen Terminmärkten aufgrund von massiven Transaktionen um knapp 12,9 Prozent bei Gold bzw. 16,6 Prozent bei Silber ein. So wurden beispielsweise am 15. April an der Terminbörse COMEX mehr als 2.330 Tonnen Gold gehandelt, die über 80 Prozent der weltweiten Jahresproduktion entsprechen. Die Marktsituation bei physischem Gold und Silber stellt sich demgegenüber ganz anders dar. Denn hier ist als Folge des Kursrutsches die Nachfrage nach Gold und Silber inzwischen so hoch, dass es beispielsweise bei Bullionmünzen bereits zu Produktions- und Lieferengpässen kommt. 

Wenige Großbanken verantwortlich für Preissturz

Laut SOLIT-Edelmetallanalyst Hannes Zipfel sind massive Kursmanipulationen einiger Großbanken der Grund für den deutlichen Kurseinbruch bei Gold und Silber. Ihr Ziel war es, dem massiven Vertrauensverlust in das „Papiergeld“ entgegenzuwirken, indem sie das Vertrauen der Anleger in Gold und Silber zu erschüttern versuchten. Der massive Preisrückgang wurde durch eine saisonale Preisschwäche erleichtert. Auch eine enttäuschende Prognose für das Wirtschaftswachstum Chinas sowie der Druck auf Zypern, die eigenen Goldreserven zu verkaufen, haben die Kursmanipulationen unterstützt. Objektiv betrachtet ist die Goldmenge Zyperns mit insgesamt knapp 14 Tonnen jedoch zu gering, um den Goldpreis nennenswert zu beeinflussen.

Gold Story nach wie vor intakt / Aussichten bei Gold und Silber trotz Preiseinbruch weiterhin positiv

Für die meisten Anleger kam der jüngste Preiseinbruch bei den Gold- und Silberpreisen völlig überraschend. Edelmetallanalyst Zipfel ist sich sicher, dass die Gold Story intakt ist. Die jüngsten Marktmanipulationen ändern nichts an der immer drängenderen die Notwendigkeit, angesichts einer immer schneller wachsenden Geldmenge Gold und Silber zur Sicherung des Vermögens zu nutzen.

Da der Goldpreis stets eng mit der Ausweitung der Geldmenge verbunden ist und die Goldförderung derzeit eher zurückgefahren wird, ist eine 'Goldblase' nicht zu erkennen. Silber ist im Verhältnis zum Gold mit knapp 1:62 historisch unterbewertet und bietet dass stärkere Kurspotenzial.

Nicht nur beim Gold, sondern gerade beim Silber rechnet Zipfel ab dem 3. Quartal wieder mit steigenden Preisen, unterstützt durch die dann saisonbedingt ansteigende Schmucknachfrage. Anleger sollten daher jetzt auf dem attraktiven  Preisniveau zuschlagen.

Die gesamte Onlinekonferenz mit vielen interessanten Informationen und Charts ist unter http://tinyurl.com/Gold-Silber-Crash kostenfrei abrufbar. Beantwortet werden u. a. folgende Punkte:

  • Gründe und Erläuterung des Preiseinbruchs
  • Welche Rolle spielt der Terminmarkt?
  • Physischer Markt sendet starke Signale
  • Was bedeutet die Entwicklung für den Edelmetallmarkt und den Anleger?


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