Technische Analyse zu Gold

11.09.2015 17:00  Von:: Markus Blaschzok

Die wöchentlich erscheinenden Terminmarktdaten für Gold hatten sich in den vergangenen vier Wochen von ursprünglich extrem positivem Niveau deutlich verschlechtert. Die Spekulanten gingen massiv long und konnten den Preis jedoch nicht anheben, was auf die zuletzt deutlich sichtbare Manipulation des Goldpreises im Zuge des Einbruchs am Aktienmarkt zurückzuführen ist. In diesem Zusammenhang könnten auch die niedrigen COMEX-Lagerbestände bei Gold stehen.

Auch wenn die CoT-Daten sich verschlechtert haben und eine relative Schwäche offenbaren, sind die Daten immer noch so gut, dass ein weiterer Anstieg möglich wäre – zumindest muss man in den kommenden 3 Monaten nicht deutlich tiefere Preise befürchten – mit Ausnahme eines kurzen Rückgangs im Rahmen einer Zinsanhebung, was kommende Woche möglich wäre.

Positionierung der spekulativen Anleger (Commitment of Traders)

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Die Terminmarktdaten für Gold haben sich in den letzten zwei Wochen manipulationsbedingt wieder verschlechtert

GOLD im Tageschart

Im Tageschart hat Gold den ersten Anstieg wieder völlig korrigiert und ist auf das Ausbruchsniveau bei 1.100 USD zurückgefallen. 12 Tage der Weltproduktion musste man dafür verwenden, damit Gold im Zuge des Einbruchs am Aktienmarkt nicht noch weiter anstieg. Die Terminmarktdaten ließen einen weiteren Anstieg grundsätzlich zu, doch wäre im Falle einer Zinsanhebung in den USA jetzt wieder etwas Potenzial für einen Long-Drop da, um Gold 100 US-Dollar bis auf 1.000 USD fallen zu lassen. Sollte es in der kommenden Woche wirklich zu einer Zinsanhebung kommen, muss man auf dieses Szenario vorbereitet sein – kommt es hingegen zu keiner Zinserhöhung, so ist ein weiterer Anstieg des Goldpreises bis auf 1.180 USD möglich oder gar 1.220 USD im besten Fall. Es hängt jetzt alles von der Zinsentscheidung seitens der US-Notenbank FED ab, wie es in den nächsten 2-3 Wochen weitergehen wird.

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Gold hat den ersten Anstieg völlig korrigiert – es wäre aber noch Potenzial seitens der Terminmarktdaten vorhanden, dass Gold weiter ansteigt.

GOLD IN EURO

In Euro dürfte nicht mehr so viel nach unten möglich sein, da im Falle einer Zinsanhebung der größte Teil des Preisrückgangs in US-Dollar währungsbedingt wäre. Im besten Fall hält jetzt der Aufwärtstrend und Gold kann in Kürze den Abwärtstrend überwinden und weiter in Richtung 1.100 Euro ansteigen oder es kommt vor einem Anstieg noch einmal zu einer kurzen Korrektur unter den Aufwärtstrend bei 960 Euro und dann womöglich zu einem Reversal. Letztlich ist der kurzfristige Verlauf eine politische Entscheidung der Notenbank in der kommenden Woche.

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Monatskäufer von physischen Edelmetallen finden aktuell also einen idealen Zeitpunkt um nach 2-3 Monaten endlich wieder einen kleinen Kauf physischer Edelmetalle vorzunehmen und sich so auf die kommende Abwertung des Euros vorzubereiten. 

 


 

PS: Am 15.09.15 findet um 17.30 Uhr unsere nächste Onlinekonferenz mit Chef-Analyst Markus Blaschzok statt – Sie können sich hierzu hier kostenlos anmelden und exzellente Marktinformationen zu Edelmetalle aus erster Hand erhalten. Er wird unter anderem auf die Thematik „Goldverbot – ja / nein“ eingehen.

Aufzeichnung der Onlinekonferenz vom 18.08.2015

Unter https://www.youtube.com/watch?v=ufRkHyBZRb0 finden Sie die Aufzeichnung der letzten Onlinekonferenz mit Markus Blaschzok. 

Inhalt der Konferenz:

- Die physische Angebots- und Nachfrageentwicklung und deren Hintergründe,
- Die Geldmengen und Goldpreisentwicklung
- Die günstige Situation von Silber zu Gold
- Immobilienpreise im Verhältnis zu Silber
- Die äußerst bullischen Terminmarktdaten

 

 



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