Technische Analyse zu Gold

17.08.2018 17:00  Von:: Markus Blaschzok

Positionierung der spekulativen Anleger (Commitment of Traders)

Die aktuellen, wöchentlich von der US-Terminmarktaufsicht „CFTC“ veröffentlichten Daten für Gold sind im extrem bullischen Bereich. Der CoT-Index zeigt nun endlich relative Stärke. Die Manipulation blieb unverändert zur Vorwoche und bewegt sich mit 10 Tagen der Weltproduktion bei den BIG 4 auf dem niedrigsten Niveau seit fast drei Jahren. Der CoT-Index notiert im bullischen Bereich. Übergeordnet würde dies eigentlich einem CoT-Index von 100 Punkten entsprechen, was man nun als antizyklisches Kaufniveau sehen kann. Zur Vorwoche hat sich die Situation nochmals verbessert. Das CRV für einen kurzfristigen Anstieg ist bei 5:1 und sehr gut. Das Setup ist vielversprechend, sodass charttechnische Kaufsignale weiterhin angenommen werden dürfen.

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Der Terminmarkt für Gold ist so ausverkauft wie seit fast drei Jahren nicht mehr.

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Die einfache Darstellung zeigt, dass sich die Positionierung im grünen bullischen Bereich befindet.

Chartanalyse zu Gold in US-Dollar

Ein starker US-Dollar sowie ein temporäres Überangebot am Markt haben zuletzt dafür gesorgt, dass die Bären den Goldpreis noch weiter drücken konnten. Dabei wurde sogar die starke Unterstützung bei 1.200$ nach unten durchbrochen. Dies ist die stärkste bärische Spekulation seit fast drei Jahren. Das letzte Verlaufshoch wurde im Januar erreicht, sodass es sich bei dem Preisrückgang über die letzten 6 Monate um den längsten Preisrückgang seit der Jahreswende 2012/2013 handelt. Der normale Wechsel zyklischer Bewegungen hat das normale Muster vor drei Monaten bereits verlassen, was sehr außergewöhnlich ist. Ursache ist ein Überangebot am physischen Markt, über dessen Ursprung sich nur spekulieren lässt.

Trotz des guten Setups, gab es bisher kein prozyklisches Kaufsignal. Es gab lediglich zwei antizyklische Chancen bei 1.240$ und 1.200$ für einen Long-Einstieg, wobei spätestens mit dem Unterschreiten dieser Marken die Bullen wieder die Reißleine gezogen haben und der Preis weiter eine Etage tiefer fiel. Auch jetzt wären alle Käufe antizyklischer Natur, wobei es erst mit dem Überwinden des kurzfristigen Abwärtstrends ein prozyklisches Kaufsignal gäbe.

Womöglich handelte es sich bei dem Tief vom Mittwoch um einen Sell Off mit einer sogenannten V-Umkehr, was im nächsten Schritt zu einem Sprung über den Abwärtstrend und somit einem prozyklischen Kaufsignal führen könnte. In diesem Fall wäre der Sell Off am Mittwoch die ideale antizyklische Kaufchance gewesen.

Übergeordnet ist das Chance-Risiko-Verhältnis mit 5:1 sehr gut für eine kurzfristige Aufwärtsbewegung. Mittelfristig könnte ein weiterhin zur Stärke neigender Dollar sowie eine Abschwächung der Weltwirtschaft den Goldpreis in US-Dollar weiterhin belasten. Kurzfristig sind wir jedoch sehr optimistisch und ein Kaufsignal gibt es mit dem Sprung über den kurzfristigen Abwärtstrend.

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Gold in US-Dollar ist noch im Abwärtstrend gefangen.

Chartanalyse zu Gold in Euro

In Euro hat sich der Goldpreis im letzten halben Jahr viel besser gehalten mit einem relativ kleinen Minus von 75 Euro seit dem Hoch zum Jahresbeginn. Aktuell hat der Preis eine charttechnische Unterstützung bei 1.040 Euro erreicht, die guten Halt bieten dürfte und das Setup für antizyklische Käufe liefert.

Mittelfristig erwarten wir auf Sicht der kommenden sechs Monate eine weitere Schwäche des Euros, weshalb der Goldpreis in Euro viel besser abschneiden dürfte als der Goldpreis in US-Dollar. Hält die aktuelle Unterstützung, so sehen wir in dem nächsten Swing über die kommenden drei Monate wieder Preise um 1.020 Euro und womöglich darüber.

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Gold in Euro hält sich besser und hat eine langfristige Unterstützung erreicht.



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