Technische Analyse zu Palladium

02.10.2015 19:30  Von:: Markus Blaschzok

Die wöchentlich von der US-Börsenaufsicht „CFTC“ veröffentlichten Terminmarktdaten für Palladium zeigten in den letzten Wochen bereits eine relative Stärke und trotz der kürzlichen Erholung um 180 USD je Feinunze seit dem Tief, versprechen die Terminmarktdaten noch weiteres Potenzial in allen drei Zeitebenen (kurz-, mittel- und langfristig).

Ein kurzer Blick auf die absoluten Daten zeigt, wie negativ die Spekulanten am Dienstag noch positioniert waren. Seitens des Sentiments ist Palladium so interessant wie seit 2012 nicht mehr.

Positionierung der spekulativen Anleger (Commitment of Traders)

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Die Terminmarktdaten für Platin zeigen eine relative Schwäche bei eigentlich guter Ausgangslage und Anstiegspotenzial

PALLADIUM IN US-DOLLAR IM TAGESCHART

Im Palladium hat die Auswertung der Commitment of Traders Daten wieder ihre Stärken gezeigt. Über zwei Jahre lang standen wir abseits im Palladium und handelten diesen Markt nicht, da die Daten extrem schlecht waren und man nur noch auf ein technisches Verkaufsignal warten musste. Dies kam dann im September letzten Jahres und Palladium verlor in der Spitze um 43%. Die lange Zeit negativen CoT-Daten wiesen auf diese Korrektur hin und warnten gleichzeitig davor zu kaufen. Im August diesen Jahres waren die CoT-Daten bereits extrem gut und charttechnisch zeichnete es sich ab, dass die Unterstützung bei 600 USD halten würde, wo wir auch ein Kaufsignal gaben. Es kam noch einmal zu einem kurzen Sell Off, doch wurden nur die schwachen Hände aus dem Markt geschüttelt und Palladium erreichte nun schnell wieder 700 USD, was unser Mindestpreisziel bis zum Jahresende war, das nun sehr schnell erreicht wurde.

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Im September letzten Jahres gab es ein Verkaufsignal und im August diesen Jahres ein Kaufsignal - die CoT-Daten konnten hier das Timing deutlich verbessern                                                     

Zuletzt hat der VW-Abgasskandal dafür gesorgt, dass Platin stärker unter die Räder geriet, da Platin primär in Diesel-Katalysatoren verwendet wird. Auf der anderen Seite erhält der Palladiumpreis durch den VW-Abgasskandal Stützung, da in Katalysatoren für Benzinmotoren primär Palladium verwendet wird und von diesen künftig mehr nachgefragt werden wird. Ein Blick auf die CoT-Daten verrät, dass Palladium noch viel Potenzial nach oben hat. Mittelfristig sehen wir wieder den Bereich von 800 USD bis 900 USD und langfristig im Zuge der Inflationierung weitaus stärkere Anstiege. Russland und der VW-Skandal sind zwei Faktoren, die das Angebot an Palladium künftig aufgrund mehr Nachfrage und möglicherweise geringerem Angebot auch fundamental stützen werden.

Langfristig eignet sich Palladium zur Diversifizierung eines Edelmetalldepots gut und taktisch scheint die günstige Gelegenheit, trotz des bisherigen Anstiegs immer noch gegeben zu sein.

 



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