Technische Analyse zu Palladium

30.10.2015 15:30  Von:: Markus Blaschzok

Die wöchentlich erscheinenden Terminmarktdaten für Palladium waren zum Stichtag des 20. Oktobers neutral bis leicht bullisch. Der CoT-Index steht immer noch bei 70 Punkten und die Spekulanten sind nur mit 12 Tsd. Kontrakten auf der Käuferseite, was uns sagt, dass ein großer Rücksetzer unwahrscheinlich ist und wir mittelfristig eher steigende Preisen sehen dürften. Wären die Terminmarktdaten für Gold und Silber besser, könnte man auch im Palladium sofort mit einem weiteren Anstieg rechnen. Doch da der Gesamtmarkt noch nicht bereinigt ist, wird sich die kürzliche Long-Spekulation wahrscheinlich noch einmal mit leichten Kursrückgängen bereinigen, bevor dann der nächste Anstieg erfolgen wird. Heute Nacht erscheinen bereits die neuesten Daten seitens der US-Aufsichtsbehöre, die uns weitere wichtige Indizien für die kurzfristige Preisentwicklung liefern werden. Das Sentiment spricht also eher für eine Stärke des Preises in den nächsten Wochen und man sollte dann nach geeigneten Kaufsignalen im Chart Ausschau halten.

Positionierung der spekulativen Anleger (Commitment of Traders)

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Die Terminmarktdaten für Palladium halten sich gut und es gibt nicht viel Rückschlagpotenzial. Mittelfristig ist eher mit steigenden Preisen zu rechnen.

PALLADIUM im Tageschart

Unsere letzte Prognose für Palladium, in der wir dem Sell Off aufgrund der extrem bullischen CoT-Daten eine gute antizyklische Kaufgelegenheit sahen und der Preis dabei bis mindestens 700 USD ansteigen sollte, traf voll ins Schwarze. Der Preis prallte nach dem Erreichen des ersten Preisziels an der 200-Tagelinie ab – so wie bereits immer davor im letzten Jahr. Doch nach der aktuellen Korrektur des Anstiegs erwarten wir eine neuerliche Aufwärtsbewegung, die den Preis wieder nachhaltig über die 200-Tagelinie hieven dürfte. Palladium ist mittelfristig unser Favorit unter allen Edelmetallen, da aufgrund der hohen Nachfrage kaum mehr mit deutlichen Preisrückgängen zu rechnen ist.  

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Palladium dürfte nach der aktuellen Korrektur wieder deutlich ansteigen.          

PALLADIUM IN EURO

In Euro sieht man, dass der Preis für Palladium auf dem gleichen Preisniveau wie zum Hoch des Jahres 2012 notiert und keine Preisrückgänge wie bei Gold, Silber oder Platin  verbuchen musste. Wer sein Edelmetalldepot also mit Palladium diversifizierte, freut sich heute über die immer noch gleiche Kaufkraft und hat jetzt die Möglichkeit sein Depot neu auszurichten und beispielsweise etwas Palladium zu verkaufen, um das günstigere Silber zu kaufen. Aufgrund der europäischen Geldpolitik erwarten wir auf Eurobasis keine Rückgänge unter das letzte Verlaufstief mehr – vielmehr ist mit einer Fortsetzung der Seitwärtsbewegung zu rechnen und später mit deutlich weiter steigenden Preisen.

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Palladium in Euro dürfte sich weiterhin gut entwickeln aufgrund des europäischen Anleihekaufprogramms. Palladium in Euro kann als einziges der vier Edelmetalle keine Verluste in den letzten vier Jahren vorweisen.  

Palladium hat nicht nur die beste Performance der letzten fünf Jahre unter allen vier Edelmetallen, sondern auch der mittelfristige Ausblick ist weiterhin gut und verspricht weiter steigende Preise. Ein gut diversifiziertes Edelmetalldepot sollte deshalb auch ungefähr 10% Palladium enthalten. 

 



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