Technische Analyse zu Palladium

24.04.2017 13:45  Von:: Markus Blaschzok

Die wöchentlich von der US-Terminmarktaufsicht „CFTC“ veröffentlichten Daten für Palladium weisen mittlerweile eine spekulative Übertreibung auf der Longseite auf. Nachdem über Monate hinweg Stärke zu sehen war, zeigt sich nun Schwäche in den Daten. Dies könnte mit dem Erreichen des Hochs in Euro des Jahres 2015 zusammenhängen. Womöglich halten sich im Augenblick physische Käufer zurück, in der Hoffnung, der Preis könnte korrigieren und etwas fallen. Es ist jedenfalls deutlich ersichtlich, dass entweder die physische Nachfrage abgenommen oder das Angebot zugenommen hat. Kurzfristig scheint die Chance zum Risiko nicht optimal zu sein, doch langfristig zeigt die Stärke der letzten Monate im Palladium, dass der Preis deutlich weiter ansteigen wird.
 
Positionierung der spekulativen Anleger (Commitment of Traders)

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Der Terminmarkt ist bei Palladium ist im Moment etwas überkauft.

Palladium in US-Dollar

Der Preis für Palladium beginnt sich einzukeilen und die bereits leicht bärische Positionierung am Terminmarkt spricht dafür, dass es womöglich kurzfristig zu einer Korrektur kommen könnte. Im besten Fall dürfte sich die Konsolidierung auf hohem Niveau fortsetzen. Nur dann, wenn der Goldpreis den Abwärtstrend jetzt deutlich hinter sich lassen kann, dürfte auch Palladium kurzfristig noch davon profitieren können. Danach sollte es jedoch erst einmal eine Verschnaufpause geben – immerhin steigt der Preis von Palladium seit 16 Monaten und hat sich dabei fast verdoppelt. Langfristig sind wir hingegen sehr bullisch auf die Sicht der nächsten Jahre und erwarten einen deutlich weiter ansteigenden Preis.

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Palladium keilt sich ein und die Volatilität nimmt ab.

Palladium in Euro

In der europäischen Gemeinschaftswährung ist der Preis für Palladium besonders stark, da die EZB den Euro unablässig entwertet. Wir hatten unseren Kunden und Lesern vor anderthalb Jahren, wegen der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, ausdrücklich empfohlen Palladium zu 450 Euro je Feinunze zu kaufen. Mittlerweile hat sich der Preis fast verdoppelt! Mittlerweile konnte der Preis das Hoch des Jahres 2015 herausnehmen und neue Hochs erklimmen. Im Moment halten sich Käufer zurück, da hier mit Gewinnmitnahmen zu rechnen ist. Bleibt jedoch die physische Nachfrage ebenso stark wie in den Vormonaten, so dürfte Palladium diesen Widerstand bald nehmen und neue Allzeithochs erreichen. Klug war beraten, wer Palladium zu 5% bis 10% zu einem gut diversifizierten Edelmetalldepot beigemischt hat. Wir empfehlen auch weiterhin Palladium und Platin in diesem Verhältnis dem Gold und Silber als physische Anlage beizumischen.

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Palladium in Euro hat ein neues Hoch erreicht.



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