Technische Analyse zu Palladium

10.08.2018 17:00  Von:: Markus Blaschzok

Positionierung der spekulativen Anleger (Commitment of Traders)

Die aktuellen, wöchentlich von der US-Terminmarktaufsicht „CFTC“ veröffentlichten Daten für Platin sind im extrem bullischen Bereich. Der Terminmarkt ist im Kaufbereich mit 90 Punkten im CoT-Index. Die Bereinigung und die Shortspekulation waren nie extremer in diesem Markt, was mittelfristig bullisch ist. Auf Sicht von einem Jahr zeigt sich enorme relative Stärke, was ebenfalls mittelfristig bullisch ist. Dazu zeigt sich auch auf Sicht von einem Monat relative Stärke und ein Nachfrageüberhang am physischen Markt, was kurzfristig bullisch ist. Fazit: Von allen vier Edelmetallen zeigt Palladium die meiste relative Stärke und dürfte auf Sicht der kommenden drei Monate das beste Chance-Risiko-Verhältnis auf der Longseite haben. Mit diesem Wissen können Daytrader entsprechende Kaufsignale nun annehmen.

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Der Terminmarkt für Palladium ist im bullischen Bereich und zeigt relative Stärke.

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Die einfache Darstellung zeigt, dass sich die Positionierung im grünen bullischen Bereich befindet.

Chartanalyse zu Palladium in US-Dollar

Palladium in US-Dollar wird durch die Stärke der amerikanischen Währung ausgebremst. In diesem Umfeld haben Spekulanten ein schlechtes Chance-Risiko-Verhältnis auf der Käuferseite, weshalb sie dazu neigen abseits zu stehen. Dennoch zeigt der Terminmarkt für Palladium relative Stärke, was auch ohne Beteiligung der Spekulanten letztlich dazu führen wird, dass der noch intakte kurzfristige Abwärtstrend beim Palladium brechen wird. Letztlich werden dann auch Spekulanten prozyklisch – trotz eines stärkeren Dollars – den Preis zyklisch mit nach oben hieven.

Der wichtigste Aspekt ist der anhaltende Nachfrageüberhang am physischen Markt, der den Preis weiter nach oben heben könnte. Solange keine Rezession auftritt, dürfte die Stärke anhalten und der Preis fundamental getrieben weiter ansteigen.

Charttechnisch gibt es ein erstes Kaufsignal mit dem Bruch des kurzfristigen Abwärtstrends, sowie über 940$ und über dem Widerstand bei 960$. Solange die relative Stärke anhält, dürfte sich Palladium in diesem Jahr besser entwickeln als die anderen Edelmetalle, sodass wir auch einen Anstieg bis auf das Allzeithoch in den kommenden Monaten für gut möglich halten.

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Palladium ist noch im Abwärtstrend gefangen.

Chartanalyse zu Palladium in Euro

In Euro hat der Palladiumpreis zwei Mal die Unterstützung bei 760 Euro je Feinunze getestet. Aufgrund der weiteren Abwertung des Euros ist ein Anstieg bis ca. 830€ möglich, wo ein potenzieller Abwärtstrend verläuft und sich hier eine Dreiecksformation oder ein Keil ausformen könnte. Je nachdem wie sich diese Formation dann letztlich auflösen wird, wird dies eine Entscheidung für die kommenden Monate oder Jahre liefern.

Eins scheint sicher zu sein: Palladium in Euro dürfte unter einem wahrscheinlich weiterhin schwächeren Euro stärker performen als Palladium in US-Dollar. Die destruktive Geldpolitik der EZB wird den Palladiumpreis in Euro grundsätzlich unterstützen.

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Für Palladium in Euro wurde die Unterstützung bei 760 Euro zwei Mal getestet.



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