Technische Analyse zu Silber

01.07.2016 16:00  Von:: Markus Blaschzok

Die wöchentlich von der US-Börsenaufsicht „CFTC“ veröffentlichten Terminmarktdaten für Silber zeigen, dass die spekulativen Positionen weiterhin auf Extremniveau verharren. Da die Edelmetallpreise weiterhin von der physischen Nachfrage getrieben werden, die durch mehrere exogene Faktoren immer wieder aufs Neue angestoßen wurde, bleibt eine spekulative Bereinigung bisher aus. Seit Anfang April zeigt sich jetzt relative Stärke, die auch durch die Zuwächse in den physischen ETFs bestätigt wird. Die Terminmarktdaten sind damit noch nicht bereinigt, weshalb die physische Nachfrage stark bleiben muss, damit der Preis schnell weitersteigen kann, was aktuell der Fall ist.

Positionierung der spekulativen Anleger (Commitment of Traders)

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Der Terminmarkt zeigt eine hohe spekulative Positionierung an

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SILBER IN USD

Nach dem Ausbruch aus dem Abwärtstrend steigen institutionelle Investoren zunehmend in den Silbermarkt ein. Zusätzlich haben drei exogene Faktoren – die Negativzinsen, der gestoppte Zinsanhebungszyklus in den USA und der Brexit – die Nachfrage immer weiter angeheizt. Diskretionäres, trendfolgendes Handeln dürfte die nächsten Jahre der Weg zum Erfolg im Trading sein und man kann guter Hoffnung sein, dass der Silberpreis in den kommenden Jahren deutlich weiter ansteigen wird – vorausgesetzt die politischen Beben nehmen weiter zu, wovon auszugehen ist. Man sollte daher in den unterbewerteten Edelmetallmarkt investieren und den Standardaktien- sowie den Anleihemarkt meiden. Keine Anlageklasse verspricht höhere Gewinne in den kommenden Jahren!

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Silber in US-Dollar stieg auf den höchsten Stand seit Ende 2014

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SILBER IN EURO

Auf Eurobasis gelang dem Silberpreis in den letzten beiden Tagen der Anstieg über den Widerstand bei 16,50€, der seit über zweieinhalb Jahren eine unüberwindbare Bastion darstellte. Kann dieser Ausbruch mit einem Pull Back zurück an die Marke von 16€ und einem erneuten Anstieg über das letzte Zwischenhoch bestätigt werden, so wäre der Ausbruch aus der zweieinhalbjährigen trendlosen Phase gelungen. In diesem Fall darf man nicht mehr mit einem günstigeren Preis als 16€ je Feinunze rechnen und man sollte aufgeschobene Käufe nicht länger hinauszögern, sondern liquides Kapital in Silber tauschen.

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Silber in Euro wird durch die expansive Geldpolitik der EZB gestützt und konnte nun über den Widerstand bei 16€ ansteigen.

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