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Silber steigt erneut auf 91 $ an – Iran-Konflikt stützt Goldpreis

Der Goldpreis legte in dieser Woche auf 5.210$ und der Silberpreis auf 91$ zu, während der US-Dollar etwas nachgab. Kurzfristig spricht vieles für eine Konsolidierung oberhalb von 5.000 US-Dollar je Unze, während der Silberpreis sich über dem zurückeroberten Widerstand bei 84$ halten dürfte. Die geopolitische Lage im Nahen Osten bleibt der zentrale Stabilisierungsfaktor, weil sie die Nachfrage nach sicheren Häfen stützt und Rücksetzer tendenziell begrenzt. Gleichzeitig erhöhen die laufenden Gespräche zwischen den USA und dem Iran das Risiko abrupt wechselnder Marktimpulse. Eine glaubwürdige Deeskalation könnte die Absicherungsnachfrage dämpfen, eine erneute Zuspitzung dürfte hingegen zu weiterer defensiver Positionierung in Gold führen. Neben der Geopolitik bleiben Realrenditen, US-Dollar-Trends und die Zinsperspektive der Federal Reserve die maßgeblichen makroökonomischen Einflussgrößen in den nächsten Tagen und Wochen.

Trotz solider Safe-Haven-Nachfrage ist das Aufwärtspotenzial kurzfristig nicht frei von Hürden. In der Nähe von Rekordständen ist mit spürbarem Widerstand zu rechnen, wobei für Silber die Marke von 100$ einen starken Widerstand darstellen dürfte. Neue Höchststände wären wahrscheinlicher, wenn ein zusätzlicher geopolitischer Impuls hinzukäme oder die makroökonomischen Rahmenbedingungen klar weiter in Richtung sinkender Realrenditen und eines schwächeren US-Dollars kippen. 

Der SPDR Gold Shares (GLD) verzeichnete in der Vorwoche Zuflüsse von 276,27 Millionen US-Dollar, begleitet von einem Wochenplus von 4,56 Prozent. Beim iShares Silver Trust (SLV) kam es dagegen zu Abflüssen von 1,28 Milliarden US-Dollar, obwohl der Kurs im selben Zeitraum um mehr als 15 Prozent stieg. Seit Jahresbeginn sah der SLV fast täglich Abflüsse, mit Ausnahme dem Tag des Crashtiefs am 2. Februar, als es einen Rekordzufluss von 36,3 Mio. Unzen gab. Seither gab es jedoch bis zum Stichtag des 20. Februar erneut tägliche Abflüsse von insgesamt 36,2 Mio. Unzen.
Die starken Abflüsse aus den Silber-ETFs, sowie die Schwäche am Silbermarkt in den letzten drei Wochen, die der neueste COT-Report für Silber der Aufsichtsbehörde CFTC offenbarte, sollte kurzfristig agierende Investoren vorsichtig werden lassen, da der Preis aktuell scheinbar primär spekulativ getrieben wird. Solange der Goldpreis über 5.150$ und der Silberpreis über 84$ handelt, bleibt das kurzfristig charttechnische Bild bullisch.

Minenaktien mit Potenzial nach oben

Der deutliche Anstieg des Goldpreises in den vergangenen zwei Jahren sowie die Rallye des Silberpreises in den letzten neun Monaten haben die Ertragslage vieler Minengesellschaften strukturell verbessert. Bei weitgehend fixen Kosten wirkt ein höherer Edelmetallpreis überproportional auf Bruttomargen, Nettogewinne und operative Cashflows. Entsprechend stark fallen die Hebeleffekte im freien Cashflow aus. Newmont Mining meldete beispielsweise im Jahresvergleich einen Anstieg des freien Cashflows um 150 Prozent. 

Mit einem durchschnittlichen Spotpreis von 3.125 US-Dollar je Unze Gold und 40,21 US-Dollar je Unze Silber im Jahr 2025 sollte auch 2026 für viele Produzenten unterstützend wirken, selbst dann, wenn sich die Durchschnittspreise lediglich auf dem Niveau von 2025 stabilisieren würden, was aus heutiger Sicht wenig wahrscheinlich erscheint. Je länger sich die Edelmetallpreise auf dem aktuellen Niveau halten können, auch bei zwischenzeitlichen Korrekturen, desto günstiger bleibt das Umfeld für die Produzenten, vorausgesetzt, Kostenstruktur und Fördermengen verschlechtern sich nicht spürbar.

Anfang 2024 habe ich ein antizyklisches Kaufsignal für Gold- und Silberminenaktien ausgesprochen und über mehrere Monate konsequent wiederholt. Der HUI-Goldminenindex notierte damals um 200 Punkte, während dieser aktuell bei 932 Punkten liegt. Das entspricht einem Anstieg von 366 Prozent innerhalb von zwei Jahren seit dem Kaufsignal. Minenaktien bleiben jedoch hoch volatil. Sollten Gold und Silber vorübergehend stärker korrigieren und zusätzlich der breite Aktienmarkt unter Druck geraten, ist mit überdurchschnittlichen Kursrückgängen bei Minenwerten zu rechnen. 

Eine Korrektur des HUI bis in den Bereich von 600 Punkten, also in die Nähe des früheren Allzeithochs aus dem Jahr 2011, ist bei einer weiteren Abkühlung der Hausse in den kommenden Monaten grundsätzlich möglich. Rücksetzer in diese Zone wären aus mittel- bis langfristiger Perspektive jedoch als attraktive Einstiegsgelegenheiten zu bewerten, um Positionen im Gold- und Silberminensektor diszipliniert wieder aufzubauen.

Aufgrund der operativen Komplexität des Bergbaugeschäfts ist die Einzeltitelauswahl für die meisten Anleger kaum sinnvoll. Praktikabler sind breit diversifizierte Goldminen-ETFs, etwa der VanEck Gold Miners ETF (GDX) und der VanEck Junior Gold Miners ETF (GDXJ), die über gängige Broker handelbar sind. Zu den etablierten Silberminen-ETFs zählen der Global X Silver Miners ETF (SIL) und der Amplify Junior Silver Miners ETF (SILJ).

Es existieren zudem gehebelte Produkte auf den Best-of-Goldminers-Index sowie den Best-of-Silverminers-Index. Nach der ausgeprägten Rallye bei Edelmetallen und Minenunternehmen rate ich jedoch davon ab, weiterhin mit Hebel zu arbeiten. Der Schwerpunkt sollte jetzt auf Risikoreduktion liegen, also auf dem schrittweisen Abbau von Hebel und dem sukzessiven Realisieren von Gewinnen, um bei günstigeren Kursen wieder aufstocken zu können. Als ich vor zwei Jahren das Kaufsignal bei den Minenaktien gab, empfahl ich auch mit Hebel von der bevorstehenden Hausse zu profitieren, doch nach dieser historischen Rallye ist dies nicht mehr zu empfehlen, denn das Risiko einer Korrektur ist hoch. Hebel sollte man nur nach starken Korrekturen aufbauen, wenn das Chance-Risiko-Verhältnis sehr gut ist. Strategisch gehe ich weiterhin davon aus, dass Gold- und Silberminenaktien im Zuge steigender Edelmetallpreise längerfristig weiter zulegen können. Taktisch bleiben kurzfristige Risiken relevant, die auch eine schärfere Korrektur nach sich ziehen können.

Gold- und Silberminenunternehmen leiden seit Jahrzehnten unter einem strukturellen Investitionsmangel, der in langen Phasen niedriger Metallpreise begründet war. Im aktuellen Bullenmarkt berichten viele Unternehmen, dass Finanzierungsmittel aus unterschiedlichen Quellen wieder leichter verfügbar werden. Da sich der Cashflow weiter verbessert, werden Bergbauunternehmen über Mittel verfügen, um in die Entwicklung von Technologien zu investieren, darunter automatisierte Bergbauausrüstung und Explorationstechnologien, einschließlich KI. 

Setzt man den HUI ins Verhältnis zum Goldpreisanstieg, liegt die HUI-Gold-Ratio aktuell bei 0,174, während dies 2011 bei rund 0,6 lag. Würde der Markt erneut eine Bewertung wie am Hoch von 2011 ansetzen, ergäbe sich rechnerisch ein Potenzial von etwa dem 3,4-Fachen, was einem HUI-Niveau von rund 3.213 Punkten entspräche. Das verdeutlicht das mittelfristige Aufholpotenzial, sofern sich die Gold- und Silberhausse fortsetzt. Wer die Rallye verpasst hat, sollte den nächsten Rücksetzer nutzen, um Gold- und Silberminenaktien zu kaufen mit einem Anlagehorizont von fünf Jahren!