Kurantmünzen sind Zeitzeugen einer teils vergessenen Goldwährung: Als historische Handelsmünzen aus Gold bzw. Goldmünzen sorgten sie über Generationen für Wohlstand und Werterhalt. Auch heute werden Kurantmünzen gerne als krisensichere Kapitalanlage und Schutz vor einem eventuellen Goldverbot.

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Aktuelle Verkaufs- und Ankaufspreise für Kurantmünzen aus Gold




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  • 3,442 g Gold Österreich 1 Dukat

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  • 3,045 g Gold Österreich 10 Kronen

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  • 2,91 g Gold Österreich 4 Florin

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  • 13,76 g Gold Österreich 4 Dukaten

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  • 5,81 g Gold Österreich 8 Florin

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Inhaltsverzeichnis

 

Kurantmünzen sind mehr als eine historische Goldwährung

Im Zeitalter der Nullzinsen sorgen sich viele Sparer um die Stabilität ihrer Währung – die Europäische Zentralbank hat die Finanzmärkte mit billigem Geld geflutet und ihre Bilanzsumme massiv ausgeweitet. Die Angst geht um vor einer Entwertung des Euro – aus diesem Grund wollen immer mehr sicherheitsbewusste Anleger Kurantmünzen kaufen. Kurantmünzen sind heute eine der beliebtesten Möglichkeiten, das Ersparte mit Edelmetallen gegen die negative Realverzinsung abzusichern. Besonders beliebt sind deutsche Kurantmünzen aus der Zeit des Deutschen Kaiserreichs, diese Kurantmünzen gelten bei vielen Anlegern als regelrechte Ersatzwährung und als optimaler Krisenschutz gegen einen Verfall des Euro.

Definition Kurantmünzen

Was steckt hinter dem Begriff „Kurantmünzen“ eigentlich und warum wollen heutzutage immer mehr Anleger Kurantmünzen kaufen? Laut einer gängigen Definition handelt es sich bei Kurantmünzen um solche historische Goldmünzen, welche durch den Metallwert fast vollständig gedeckt sind. Mit Kurantmünzen hatten Menschen in früheren Zeiten daher die Gewissheit, dass der Kurswert der Münze fast identisch dem Metallwert entspricht. Kurantmünzen bestehen fast immer aus Gold oder Silber, einzelne Kurantmünzen wurden zudem in Platin hergestellt. Kurantmünzen werden auch als „Goldwährung“, „Hartgeld“ oder „Warengeld“ bezeichnet.

Das Gegenteil von Kurantmünzen sind im historischen Rückblick die so genannten Scheidemünzen, deren Nennwert deutlich über dem Nennwert liegt. Im Gegensatz zu einer Kurantmünze wurden die meisten Scheidemünzen in unedlen Metallen wie Kupfer, Messing oder Nickel hergestellt.

Kurantmünzen spielen heutzutage im täglichen Zahlungsverkehr keine Rolle mehr. Es gibt kaum ein Land, welches heute noch auf Kurantmünzen aus Gold oder Silber setzt. Kurantmünzen sind heute viel mehr eine unkomplizierte Möglichkeit, das Vermögen zu schützen und einen Goldschatz aufzubauen.

Kurantmünzen aus dem deutschen Kaiserreich:1, 2, 5 und 10 Pfennig

 

 

Geschichtliche Bedeutung von Kurantmünzen als historische Münzen

Während immer mehr Anleger heutzutage Kurantmünzen kaufen, um ihr Erspartes gegen einen schleichenden Wertverlust zu schützen, gibt es kaum noch Kurantmünzen im täglichen Geldverkehr. Dies war in früheren Zeiten mit Goldwährungen völlig anders: Kurantmünzen waren fester Bestandteil des täglichen Zahlungsverkehrs und haben in vergangenen Jahrhunderten vor allem Gold enthalten und sich durch eine hohe Wertstabilität ausgezeichnet.

Die ersten Kurantmünzen aus Gold waren bereits um 700 vor Christus bekannt. Die wichtigen Herrscher der Weltgeschichte haben fast ausnahmslos auf Kurantmünzen gesetzt, um ihre heimische Währung im grenzüberschreitenden Handel konkurrenzfähig zu machen und eine hohe Akzeptanz ihrer Kurantmünzen in anderen Währungen zu gewährleisten. Kurantmünzen waren seit dem Altertum und bis ins 20. Jahrhundert hinein das Maß aller Dinge im Geldverkehr. Spätestens während des Ersten Weltkrieges gingen die meisten Länder dazu über, ihre Kurantmünzen abzuschaffen und künftig nicht mehr auf Gold oder Silber als Münzmetall zu setzen.

Welch große geschichtliche Rolle die Kurantmünze in der Vergangenheit gespielt haben, wird insbesondere am Beispiel der Lateinischen Münzunion deutlich. Im Jahr 1865 taten sich zahlreiche europäische Länder zusammen, und vereinbarten einheitliche Gewichte und Nennwerte für ihre Umlaufmünzen in Gold und Silber. Durch diese einheitlichen Eigenschaften sollte die grenzüberschreitende Akzeptanz der Kurantmünzen gewährleistet werden: Künftig sollte es also keinen Unterschied mehr machen, ob eine Münze in französischen Francs oder Schweizer Franken geprägt wurde, da der Edelmetallgehalt sowie das Feingewicht normiert war.

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Vorteile von Kurantmünzen bzw. historischen Goldmünzen

Wer Kurantmünzen kaufen will, hat einige wichtige Vorteile von Kurantmünzen im Blick:

Hohe Akzeptanz zeichnen historische Goldmünzen aus

Für Kurantmünzen spricht insbesondere ihre weltweite Akzeptanz und Bekanntheit. Aufgrund ihrer Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte langen Eigenschaften als Handelsmünzen sind die meisten Kuhrandmünzen bis heute weit über die Landesgrenzen ihrer Heimatländer hinweg bekannt. Zudem lässt sich das Feingewicht sowie die Feinheit leicht mithilfe eines Münzkataloges bestimmen.

Die Goldwährung für kleine Anlagebeträge

Kurantmünzen werden üblicherweise als alltagstaugliches Zahlungs- und Tauschmittel im Krisenfall verstanden. Ihr Wert von aktuell mehreren hundert Euro pro Stück wird als geeignet angesehen, um größere Anschaffungen zu tätigen, wenn eine Krisenwährung wieder Euro zusammenbrechen sollte.

Kurantmünzen gelten als günstiges Gold-Investment

Historische Kurantmünzen gelten als sehr preiswert und werden bis heute üblicherweise äußerst nah am aktuellen Edelmetallpreises gehandelt. Weil sie fast ausnahmslos in hohen Auflagen geprägt wurden, haben die meisten Kurantmünzen in Gold heutzutage keinen besonderen numismatischen Wert. Kurantmünzen sind bei den meisten professionellen Edelmetallhändler als vollwertige Alternativen zu modernen Anlagemünzen in der Produktpalette enthalten.

Zustand von historischen Münzen weniger wichtig

Wer sich eine Kurantmünze zu Anlagezwecken in den Tresor legt, muss keine besondere Sorgfalt bei der schonenden Aufbewahrung walten lassen. Zustand und Prägequalität von Kurantmünzen spielen eine untergeordnete Rolle, solange die Kurantmünzen nicht stark beschädigt sind.

Kurantmünzen bei Goldverbot eventuell im Vorteil

Kurantmünzen sind ein beliebtes Mittel für kritische Anleger gegen ein mögliches Goldverbot. Es besteht die Hoffnung, dass im Falle eines Goldverbotes die Regierung vor allem größere Goldmünzen sowie Goldbarren verbieten würde, die kleinen historischen Kurantmünzen laufen jedoch unterhalb des Radars der Mächtigen.

Keine Mehrwertsteuer auf historische Goldmünzen

Für Anleger sind Kurantmünzen aus Gold nicht zuletzt deshalb interessant, weil sie bereits seit dem Jahr 1993 in Deutschland nicht mehr mit der Mehrwertsteuer von 19 Prozent belegt sind. Die Befreiung von der Mehrwertsteuer für Kurantmünzen gilt für alle historischen Exemplare, die nach dem Jahr 1800 geprägt wurden, einen Feingehalt von mindestens 900/1000 Stücken Gold aufweisen und als offizielles Zahlungsmittel anerkannt waren oder es bis heute weiterhin sind. Zudem dürfen die Kurantmünzen maximal das 1,8-fache des Goldwertes kosten, damit sie in den Genuss der Steuerbefreiung kommen. So ist es heutzutage auch äußerst unkomplizierte, passende Kurantmünzen zu kaufen – es gibt eine breite Auswahl an passenden Kurantmünzen aus Gold.

Kleine Stückelungen als Krisenvorsorge

Besonders nützlich sind Kurantmünzen im Hinblick auf die Stückelung des Investments: üblicherweise wird empfohlen, neben Standardware wie Unzen-Münzen und Goldbarren auch einen gewissen Anteil in kleinen Stückelungen vorzuhalten. Mit Kurantmünzen können Anleger besonders flexibel auf einen kurzfristigen Finanzbedarf reagieren und müssen im Notfall nur einzelne Kurantmünzen verkaufen, wenn sie etwas Geld brauchen. Sie stellen eine sinnvolle Alternative zum Combibar dar.

Nachteile von Kurantmünzen

Die Liste möglicher Nachteile von Kurantmünzen ist äußerst kurz und halten kaum einen Investor davon ab, Kurantmünzen zu kaufen:

Größere Stückelungen und Barren sind etwas günstiger als historische Goldmünzen

Auch wenn Kurantmünzen üblicherweise nah am aktuellen Goldpreis gehandelt werden, kann es für Investoren günstiger sein, eine klassische Edelmetall-Anlagemünze zu einer Unze oder einen Goldbarren zu 100 Gramm zu kaufen. Denn grundsätzlich gilt auch für Kurantmünzen: Je kleiner die Gewichtseinheit, desto stärker fällt proportional der Prägeaufschlag ins Gewicht. Und mit einem Gewicht zwischen fünf und zehn Gramm zählen Kurantmünzen zu den kleineren Goldprodukten.

Geringerer Feingoldgehalt bei Kurantmünzen üblich

Als Nachteil einer Kurantmünze wird gelegentlich angeführt, dass der Feingehalt von Kurantmünzen in Gold üblicherweise nicht die höchste Feinheit von 999,9/1000 Teilen Gold enthält, sondern niedrige Legierungen aufweist. Üblich sind Feinheiten von 900 oder 916, den Kurantmünzen wird meist, wie beim Krügerrand, ein geringer Kupferanteil hinzu gemischt, um die Kratzfestigkeit und strapazierte Fähigkeit im täglichen Geldverkehr zu gewährleisten. Somit ist es bei Kurantmünzen unerlässlich, neben dem Rohgewicht auch die Feinheit sowie das Feingewicht zu kennen – denn das Gewicht, welches Kurantmünzen auf die Waage bringen ist nur bedingt aussagekräftig.

Kurantmünzen mit 90% Goldanteil im Vergleich zu moderenen Anlagemünzen

Schweizer Kurantmünzen

Ganz oben auf der Liste der beliebtesten Kurantmünzen stehen historische Goldmünzen aus der Schweiz. Fast immer, wenn Investoren ein paar zusätzliche Kurantmünzen kaufen, liegt mindestens eine Schweizer Goldmünze im Warenkorb. Als Mitglied der Lateinischen Münzunion und als Heimat einer der stabilsten Währungen der Welt, des Schweizer Franken, ließ die Schweiz im 19. und 20. Jahrhundert ein legendäres Münzmotiv millionenfach prägen: Die Goldvreneli wurde zwischen 1897 und 1949 geprägt und erreichte eine Gesamtauflage von fast 60 Millionen Stück. Bereits damals erregten die Kurantmünzen der Schweiz internationale Aufmerksamkeit, als der Entwurf der attraktiven Frauenfigur mehrfach überarbeitet werden musste, um den traditionalistischen Anforderungen der Eidgenossen zu genügen. Im Volk waren die Kurantmünzen mit der Goldvreneli allerdings äußerst beliebt und bis heute zählen die Kurantmünzen mit einem Feingewicht von 5,807 Gramm zu den wichtigsten historischen Goldmünzen - und eine äußerst seltene Sonderausgabe der Kurantmünze in Gold zu 100 Franken mit einem Feingewicht von knapp 29 Gramm lässt Sammlerherzen höher schlagen, denn ihre Auflage liegt im niedrigen vierstelligen Bereich.

  Gewicht Legierung Goldgehalt Durchmesser Dicke
100 Franken 32,26g 900/1000 29,03g 35,00 mm 2,20 mm
20 Franken 6,45g 900/1000 5,08g 21,00 mm 1,25 mm
10 Franken 3,23g 900/1000 2,90g 19,00 mm 0,90 mm

Deutsche Kurantmünzen: Zeitzeugen einer vergessenen Goldwährung

Die meisten Sammler und Anleger aus Deutschland denken bei dem Begriff „Kurantmünzen“ wohl sofort an die Goldwährung, welche ab dem Jahr 1871 im neu gegründeten deutschen Kaiserreich im Umlauf war. Die Kurantmünzen in Gold hatten einen Nennwert von fünf, zehn sowie zwanzig Reichsmark und zeigten neben dem Reichsadler (bis 1888 in einer kleinen Ausführung und danach als großen Reichsadler) das Porträt des jeweils regierenden Herrschers oder des jeweiligen Stadtwappens bei den Stadtstaaten. Wer Kurantmünzen kaufen will, hat die deutschen Goldmünzen meist ganz oben auf seiner Wunschliste.

Mit Abstand am Weitesten verbreitet waren die deutschen Kurantmünzen zu 20 Reichsmark, welche ein Rohgewicht von 7,96 Gramm und ein Feingewicht von 7,16 Gramm auf die Waage brachten. Zu der Stabilität der deutschen Reichsmark trug nicht nur die Herausgabe von Kurantmünzen in Gold und Silber bei, zudem konnten Banknoten in Reichsmark bis zum Jahr 1914 bei der Reichsbank gegen eine festgelegte Menge Gold eingetauscht werden. Diese Golddeckung wurde allerdings zu Beginn des Ersten Weltkrieges praktisch über Nacht eingestellt, was zu einem massiven Vertrauensverlust in die deutsche Währung führte.

Deutsche Kaiserreich Kurantmünzen im Vergleich

  Gewicht Legierung Goldgehalt Durchmesser Dicke
20 Mark 7,96g 900/1000 7,16g 22,5mm 1,4mm
10 Mark 3,98g 900/1000 3,58g 19,5mm 0,9mm
5 Mark 1,99g 900/1000 1,79g 17,0mm 0,6mm

Britische Kurantmünzen – Goldwährung mit langer Tradition

Unter den Kurantmünzen aus Gold ist der britische Sovereign eine wahre Investmentlegende: erstmals wurden die britischen Kurantmünzen um das Jahr 1489 herum ausgegeben, der Name „Sovereign“ sollte auf die jeweils regierenden britischen Monarchen hinweisen und den Kurantmünzen eine besonders hohe Legitimierung bescheren. Kurantmünzen nach dem Vorbild des Sovereign wurden in den darauffolgenden Jahrhunderten mehrfach abgeschafft und von nachfolgenden Herrschern mit anderer Legierung und veränderten Gewichten wieder eingeführt.

Die modernen Kurantmünzen aus Großbritannien werden seit dem Jahr 1817 geprägt. Seitdem prägt die britische Royal Mint die Sovereign-Kurantmünzen jedes Jahr in sechs- bis siebenstelliger Auflage als Kurantmünzen weiter. Die Gestaltung der britischen Kurantmünzen ist seit über 200 Jahren gleich geblieben: Sie zeigt sowohl den jeweils regierenden britischen Monarchen als auch eine Darstellung des heiligen Georg im Kampf mit dem Drachen.

Half und Full Sovereign im Vergleich

  Gewicht Legierung Goldgehalt Durchmesser Dicke
1 Sovereign 7,988g 916/1000 7,32g 22,05 mm 1,52 mm
½ Sovereign 3,994g 916/1000 3,66g 19,30 mm 1,52 mm


Kurantmünzen der Lateinischen Münzunion

Nicht nur die deutschen Lande setzten im 19. Jahrhundert auf Gold und Silber für die Stabilität ihrer Kurantmünzen. Mitte des Jahrhunderts begannen mehrere Länder, darunter Frankreich, Belgien, Italien und die Schweiz sowie später zahlreiche weitere Nationen, ihre Münzprägung durch einheitliche Gewichte, Nennwerte und Edelmetallgehalte aufeinander abzustimmen.

Das Ziel der Lateinischen Münzunion ähnelt durchaus dem heutigen Euro als gemeinsamer europäischer Währung mit dem Unterschied, dass es in Europa schon lange keine Kurantmünzen mehr gibt und wohl auch keine Regierung in Europa daran denkt, die gemeinsame Währung mit Kurantmünzen zu stabilisieren: Die Kurantmünzen der verschiedenen Länder im Europa des 19. Jahrhunderts sollten im grenzüberschreitenden Handel ohne Probleme anerkannt werden. Denn durch die identischen Eigenschaften sollte es zweitrangig werden, in welcher Währung die Kurantmünzen geprägt worden. Durch die lateinische Münzunion entstand im Laufe des 19. Jahrhunderts in weiten Teilen Europas ein regelrechter Silber-Gold-Standard.

Aus der Zeit der Lateinischen Münzunion stammen zahlreiche berühmte Kurantmünzen, welche noch heute nah am Edelmetallpreises gehandelt werden und bei Edelmetallhändler zu bekommen sind: besonders bekannt und beliebt sind die französischen Goldfrancs, welche unter anderem Napoleon, Marianne sowie den französischen Haaren zeigen. Weit verbreitet ist auch das Motiv des stehenden Engels.

Nominal  Gewicht  Durchmesser  Metall 
100 Einheiten 32,26 g  35 mm  Gold 900/1000 fein 
50 Einheiten 16,13 g  28 mm  Gold 900/1000 fein 
20 Einheiten 6,45 g  21 mm  Gold 900/1000 fein 
10 Einheiten 3,23 g  19 mm  Gold 900/1000 fein 
5 Einheiten 1,61 g  17 mm  Gold 900/1000 fein 

Fälschungsgefahr bei Kurantmünzen

Das vermehrte Auftreten von modernen Münzfälschungen macht auch bei Kurantmünzen nicht Halt: Fälscher machen sich den Umstand zunutze, dass die meisten Kurantmünzen in Gold stärkere Abnutzungsspuren aufweisen. So müssen die Fälscher beim Nachahmen der Prägungen nicht allzu detailgenau vorgehen, sondern können altersbedingte Spuren auf Kurantmünzen leicht imitieren. Und tatsächlich sind in den einschlägigen Onlineplattformen zahlreiche Kurantmünzen aus Deutschland, Europa und dem Rest der Welt zu finden.

Allerdings lassen sich diese gefälschten Kurantmünzen meist bei näherem hinsehen schnell enttarnen: Die Kurantmünzen sehen äußerst grob aus, zudem weist die Oberfläche nicht den für Kurantmünzen in Gold üblichen rötlichen Schimmer auf. Ob es sich bei den Kurantmünzen um Originale oder Fälschungen handelt, kann allerdings nur eine Detailuntersuchung bei einem seriösen Edelmetallhändler geprüft werden.

In jedem Fall ist es ratsam am Kauf von Kurantmünzen ausschließlich auf anerkannte Handelshäuser zurückzugreifen - insbesondere in Online-Auktionen sowie auf Kleinanzeigenportalen ist der Anteil von Kurantmünzen, bei denen es sich um billige und wertlose Fälschungen handelt, äußerst groß.

Zum Ratgeber: Echtheit von Goldmünzen prüfen.