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Technische Analyse: Die Gegenbewegung verliert an Kraft – wichtige Widerstände wurden getestet

CoT-Analyse vom 20. April:

Die Terminmarktdaten für den Goldmarkt zeigen in der letzten Woche eine leichte Schwäche. Der Goldpreis stieg um 131 US-Dollar, während die Spekulanten nur mit 7 Tsd. Kontrakten long gingen. Der CoT-Index blieb entsprechend unverändert bei 55 Punkten. Auch im letzten Monat zeigte sich kaum Veränderung, obwohl der Preis stark schwankte zwischen 5.000 US-Dollar und 4.500 US-Dollar.

Interessant ist jedoch der Blick auf den CoT-Index zum Open Interest adjustiert. Dieser fiel im letzten Monat deutlich von 33 auf 16 Punkte und rutschte damit in den Verkaufsbereich, während der Goldpreis in der gleichen Zeit von 5.000 US-Dollar auf 4.864 US-Dollar fiel. Das zeigt eine klare Verschlechterung der Terminmarktdaten und ist ein bärisches Indiz für die nächsten Wochen.

Auch die Preisentwicklung der letzten drei bis vier Wochen liefert ein Warnsignal. Der Goldpreis konnte nicht mehr nachhaltig über 4.800 US-Dollar ansteigen. Das deutet darauf hin, dass nach oben nur noch begrenzt Luft vorhanden ist und jederzeit eine weitere Korrektur einsetzen kann. Ein erneuter Test des Aufwärtstrends wird mit dem neuesten CoT-Report wahrscheinlicher.

Technische Gegenbewegung läuft aus

Nach dem massiven Preiseinbruch bis auf 4.100 US-Dollar im Tief setzte eine technische Gegenbewegung im Sinne einer klassischen Mean Reversion ein, die den Goldpreis wie erwartet zügig in Richtung 4.800 US-Dollar zurückführte. Seitdem gelang jedoch nur noch ein Anstieg um rund 100 US-Dollar, und der Markt pendelt seit nunmehr drei Wochen seitwärts. Genau dieses Verhalten war zu erwarten. Der ehemalige Aufwärtstrend wurde dabei nicht zurückerobert, sondern lediglich im Rahmen eines Pullbacks getestet.

Trotz wiederholter Friedensgespräche blieb eine nachhaltige Anschlussdynamik nach oben aus. Gleichzeitig zeichnet sich ab, dass sich der Konflikt weiter hinziehen könnte. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Goldpreis erneut unter Druck gerät und zumindest den nächsten mittelfristigen Aufwärtstrend im Bereich um 4.100 US-Dollar nochmals testen wird. Je nach Dauer und Intensität des Konflikts ist es in den kommenden Monaten sogar denkbar, dass dieser Trend bricht und die letzte, sehr dynamische Impulswelle vollständig korrigiert wird. In diesem Fall wäre ein Rücksetzer bis in den Bereich um 3.500 US-Dollar möglich. Dieses Szenario ist kein kurzfristiges Ereignis, sondern eine mögliche Entwicklung über die kommenden Sommermonate.

Fundamentales Umfeld aktuell nicht bullisch

Fundamental hat sich das Umfeld zuletzt spürbar eingetrübt. Die Geldpolitik bleibt restriktiv, die konjunkturellen Perspektiven verschlechtern sich, und die Liquidität nimmt ab. Damit verschlechtert sich das Umfeld nicht nur für Gold, sondern insbesondere auch für Silber, Platin und Palladium.

Vor diesem Hintergrund erscheint das Chance-Risiko-Verhältnis auf der Shortseite aktuell attraktiver. Entsprechend haben wir bereits zu Beginn der vergangenen Woche eine Short-Position eröffnet und diese inzwischen auf Break-even abgesichert. Das Aufwärtspotenzial bleibt vorerst begrenzt. Der relevante Abwärtstrend verläuft aktuell im Bereich um 5.000 US-Dollar. Erst ein nachhaltiger Ausbruch über dieses Niveau würde das charttechnische Bild wieder deutlich aufhellen. Solange der Konflikt anhält und die restriktive Geldpolitik fortgesetzt wird, erscheint ein solches Szenario jedoch wenig wahrscheinlich.

Kurzfristig drängt sich kein Handlungsdruck für Käufe auf. Vielmehr bietet es sich an, geduldig zu bleiben oder taktisch auf der Shortseite zu agieren, solange sich das fundamentale Umfeld nicht klar zugunsten steigender Preise verändert – durch einen Frieden im Mittleren Osten und eine wieder lockerere Geldpolitik.

Wir haben in diesem Jahr die Hoch- und Tiefpunkte am Goldmarkt nahezu perfekt erwischt und mit unseren Premium-Abonnenten getradet. Ein Teil dieser Prognosen wurde auch öffentlich zur Verfügung gestellt, sodass selbst Nicht-Premium-Abonnenten mit uns traden konnten. Wenn Sie sich für wöchentliche Chartanalysen, faktenbasierten Research und akkurate Prognosen interessieren, registrieren Sie sich für die kostenfreie wöchentliche Analyse auf www.blaschzokresearch.de ) oder sichern Sie sich direkt das Premium Abo, mit dem Sie allein in den letzten drei Monaten genau diese hochvolatile Phase erfolgreich hätten managen und handeln können.

Goldpreis in Euro – Test des Aufwärtstrends in diesem Jahr noch möglich

Der Preisanstieg beim Goldpreis in Euro scheiterte an der Marke von 4.100 €, wie wir bereits vor einem Monat im letzten Marktkommentar erwartet hatten. Es war unwahrscheinlich, dass dieser Widerstand kurzfristig nachhaltig überwunden werden kann, was sich bestätigt hat. Auch der Goldpreis in Euro konnte seinen ehemaligen kurzfristigen Aufwärtstrend nicht zurückerobern, sodass sich zunehmend eine Trendumkehr abzeichnet.

Sollte sich der Krieg fortsetzen und das geldpolitische Umfeld entsprechend hawkish bleiben, wäre ein erneuter Test der 200-Tage-Linie bei rund 3.700 € je Feinunze durchaus möglich. Im weiteren Verlauf wäre sogar ein finaler Rücksetzer bis zum langfristigen Aufwärtstrend im Bereich von etwa 3.300 € je Feinunze denkbar.

Kurzfristig ist das Chance-Risiko-Verhältnis damit unattraktiv, weshalb sich insbesondere für Daytrader eher die Short-Seite anbietet. Nach dem sauberen Doppeltop am Goldmarkt und dem vorangegangenen zweijährigen Anstieg ist davon auszugehen, dass es mehrere Monate dauern dürfte, bis ein nachhaltiger Boden ausgebildet wird und das Sentiment wirklich bereinigt ist.

Ein Test des langfristigen Aufwärtstrends bei rund 3.300 € je Feinunze bleibt daher auf Sicht der kommenden Monate ein realistisches Szenario. Die Geldpolitik sowie die Lage im Nahen Osten bleiben dabei die entscheidenden Einflussfaktoren, doch aktuell spricht vieles dafür, dass dieses Szenario das wahrscheinlichste ist.