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Technische Analyse Silber: Waffenstillstand – Silber überspringt Abwärtstrend

COT-Report für Silber vom 3. April:

Der Silberpreis stieg in der letzten Woche um 3,40 $ an, während sich der COT-Index verbessert hat. Das zeigt in der letzten Woche eine deutliche Stärke nach dem vorherigen Abverkauf. Käufer sind in den Markt gekommen und haben den Rücksetzer gekauft. Auf Monatssicht sehen wir einen Preisrückgang um 7 $, während sich der COT-Index um 16 Punkte auf 73 Punkte verbessert hat. Auch der COT-Index zum Open Interest hat sich deutlich verbessert auf 56 Punkte. Damit sehen wir seit einem Monat eine gewisse Stabilisierung, obwohl der Preis moderat gefallen ist. Ein COT-Index von 73 Punkten ist relativ bullisch, während der COT-Index zum Open Interest mit 56 Punkten lediglich neutral ist. Es besteht also weiterhin Abwärtspotenzial, wenn sich die Stimmung weiter eintrübt. Stark überverkauft ist der Silbermarkt aktuell nicht mehr, trotz des erhöhten Preisniveaus. Sollte sich die wirtschaftliche Stimmung verschlechtern und es zu Abflüssen aus ETF-Beständen kommen, könnte dies zu einem Überangebot führen und eine weitere Schwäche am Terminmarkt nach sich ziehen. Die Terminmarktdaten fallen insgesamt besser aus als erwartet, zeigen aber gleichzeitig weiterhin strukturelle Schwäche seit dem Hoch bei 122 $. Der Preis ist im Tief bereits um rund 50 % gefallen und der COT-Index zum Open Interest bleibt neutral, was zeigt, dass die vorherige spekulative Übertreibung weiter abgebaut wird. Insgesamt zeigen die Daten Licht und Schatten. Einerseits sehen wir im letzten Monat eine gewisse Stärke, andererseits zeigt sich seit dem Hoch in den letzten zwei bis drei Monaten eine anhaltende Schwäche, die sich nach der aktuellen Stabilisierung wieder fortsetzen könnte.

Chart
Der Terminmarkt ist neutral und nicht überkauft

Der Terminmarkt ist neutral und nicht überkauft

Chart
Die Positionierung der BIG4 ist aktuell relativ niedrig, was untypisch für eine Korrektur nach einem Preishoch ist
Die Positionierung der BIG4 ist aktuell relativ niedrig, was untypisch für eine Korrektur nach einem Preishoch ist
Ende März markierte der Silberpreis ein Tief bei 61 $ und testete damit exakt den Abwärtstrend, der zugleich unser Zielbereich war. Dort haben wir die Short-Gewinne realisiert und in der Folge eine Gegenbewegung bis zum Abwärtstrend bei 75 $ gehandelt. Dieser Abwärtstrend wurde zunächst respektiert, was sich im anschließenden Rücksetzer auf 70 $ zeigte.

Der Waffenstillstand in der letzten Nacht führte jedoch zu einem Short-Squeeze am Gold- und Silbermarkt, in Hoffnung auf eine wieder lockerere Geldpolitik. Infolgedessen konnte der Silberpreis den Abwärtstrend überwinden und im Hoch auf über 77 $ ansteigen. Charttechnisch ist dies zunächst bullisch zu werten, da nach dem Test eines mittelfristigen Aufwärtstrends nun auch der Abwärtstrend gebrochen wurde, was ein klassisches Kaufsignal darstellt.

Fundamental hat sich das Umfeld jedoch deutlich eingetrübt im ersten Quartal. Die spekulative Nachfrage ist aus dem Markt gewichen und die Investmentnachfrage ist zuletzt spürbar zurückgegangen. Ohne diese Nachfragekomponente bleibt der Silberpreis industriell nur schwach gestützt. Vor diesem Hintergrund ist es gut möglich, dass der Markt in eine Konsolidierungsphase übergeht und sich in einer Spanne zwischen 65 $ und 80 $ einpendelt.

In den vergangenen neun Monaten konnten wir den Silbermarkt nahezu ideal handeln. Wir haben den Ausbruch über 35 $ sowie über 50 $ konsequent begleitet und Positionen ausgebaut. Das Verkaufssignal Nahe des Hochs bei 116 $ wurde ebenso rechtzeitig gegeben wie die Eindeckung im Tief. Auch die darauffolgende Erholung wurde korrekt antizipiert, mit erneuten antizyklischen Verkaufssignal im Bereich um 94 $ bis 96 $ und folgender Eindeckung am mittelfristigen Aufwärtstrend. Die zuletzt laufende Gegenbewegung war ebenfalls erwartet, wenngleich wir davon ausgegangen waren, dass der Abwärtstrend zunächst intakt bleiben würde.

Durch den aktuellen Ausbruch ist dieses Szenario hinfällig geworden, was wir als charttechnisches Signal entsprechend respektieren müssen. Nach der hohen Volatilität der letzten Handelstage ist nun entscheidend, wie sich Gold und Silber im weiteren Wochenverlauf verhalten.

Mittelfristig ist davon auszugehen, dass der Silberpreis zunächst in eine trendlose Seitwärtsphase übergeht. Ein erneuter Test des mittelfristigen Aufwärtstrends im Bereich von 68 $ bis 70 $ erscheint wahrscheinlich. Sollte sich die geopolitische Lage erneut zuspitzen oder sich die konjunkturellen Perspektiven weiter eintrüben, wäre auch ein Bruch dieses Trends denkbar. In diesem Fall könnte eine weitere Korrektur bis in den Bereich von 55 $ bis 50 $ folgen.

Solange der Aufwärtstrend intakt bleibt, besteht die Chance auf eine weitere Preiserholung. Angesichts der aktuellen makroökonomischen und fundamentalen Rahmenbedingungen spricht jedoch vieles dafür, dass der Silberpreis auf dem aktuellen Niveau zunächst konsolidieren wird. 

In den vergangenen Monaten konnten wir den Silbermarkt selbst unter extremer Volatilität sehr erfolgreich handeln und ich habe die Signale rechtzeitig in meinen Publikationen veröffentlicht – nicht nur für Premium-Abonnenten, sondern teilweise auch kostenfrei auf YouTube.
Chart
Die Signale der letzten Monate im Silberpreis waren sehr akkurat. Aktuell wurde ein Abwärtstrend gebrochen, was zumindest kurzfristig ein bullisches Signal ist
Die Signale der letzten Monate im Silberpreis waren sehr akkurat. Aktuell wurde ein Abwärtstrend gebrochen, was zumindest kurzfristig ein bullisches Signal ist

Langfristige Analyse


Der langfristige Chart relativiert die kurzfristige Analyse etwas. Zwar ist der mittelfristige Aufwärtstrend weiterhin intakt, jedoch verläuft dieser sehr steil. Vor dem Hintergrund der zuletzt deutlich eingetrübten wirtschaftlichen und geldpolitischen Rahmenbedingungen ist es durchaus denkbar, dass auch dieser Trend brechen könnte.

Bei einer Rezession, in der die Aktienmärkte stärker unter Druck geraten und die Zinsen hoch bleiben oder sogar weiter ansteigen, wäre mit einem Rückgang der industriellen Nachfrage zu rechnen. Dies würde zusätzlichen Verkaufsdruck auf den Silberpreis ausüben. In diesem Szenario wäre ein Test der Unterstützungszone im Bereich zwischen 48 $ und 50 $ durchaus wahrscheinlich. Ein Bruch des Aufwärtstrends würde dann nach einer Konsolidierungsphase in diese Zone führen.

Im Falle einer ausgeprägteren wirtschaftlichen Krise wäre sogar ein Rücksetzer bis in den Bereich um 40 $ denkbar. Der langfristige Aufwärtstrend bliebe dabei jedoch weiterhin intakt, da dieser aktuell erst im Bereich um 32 $ verläuft.

Kurzfristig orientieren wir uns im Trading am Zusammenspiel aus mittelfristigem Aufwärtstrend und kurzfristigem Abwärtstrend und versuchen, diese Bewegungen aktiv zu handeln. Sollte der mittelfristige Aufwärtstrend jedoch brechen, läge die nächste relevante Unterstützung im Bereich zwischen 48 $ und 50 $ oder im Extremfall tiefer zwischen 35 $ und 40 $. Ein solches Szenario wäre jedoch an eine weitere Eintrübung der Konjunktur sowie ein deflationäres Umfeld mit fallenden Aktienmärkten gebunden. Eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen im Mittleren Osten könnte diese Entwicklung beschleunigen.

Nach einer solchen Korrektur und einer vollständigen Bereinigung am Terminmarkt würden wir mittel- bis langfristig wieder klar bullisch werden. Entsprechende Rücksetzer wären dann als antizyklische Kaufchancen zu werten, da der Silbermarkt langfristig weiterhin erhebliches Potenzial auf der Oberseite bietet.
Chart
Nach dem neuen Allzeithoch bei 121,78$ halbierte sich der Silberpreis auf 61$ im Tief und bot eine antizyklische Kaufchance
Nach dem neuen Allzeithoch bei 121,78$ halbierte sich der Silberpreis auf 61$ im Tief und bot eine antizyklische Kaufchance