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Technische Analyse zu Silber: Hohe Volatilität an entscheidendem Aufwärtstrend!

CoT-Report für Silber vom 15. Mai

Der Silberpreis stieg zur Vorwoche um gigantische 13,94 US-Dollar, ein Plus von 19 % binnen einer Woche. In dieser Zeit gingen die Spekulanten gerade einmal mit 3 Tsd. Kontrakten Long. Der CoT-Index hat sich nur minimal um 5 Punkte auf 67 Punkte verschlechtert, während der zum Open Interest adjustierte CoT-Index nur um einen Punkt auf 34 Punkte fiel.

Hier zeigt sich, dass es zu Beginn des Monats eine starke physische Nachfrage gab und der Preis deshalb kurzzeitig stark gestiegen ist. Spekulanten sprangen dann letztlich darauf auf, doch wie wir im nächsten CoT-Report sehen werden, dürfte sich dann wieder Schwäche zeigen.

Es handelte sich hier um ein isoliertes, kurzfristiges Ereignis aufgrund vorgezogener indischer Käufe im Vorfeld einer Änderung in der Steuergesetzgebung, das nicht repräsentativ für die weitere Entwicklung des Silbermarktes ist. Insgesamt sind die Terminmarktdaten für Silber mit dem zum Open Interest adjustierten CoT-Index von nur 34 Punkten eher nahe dem Verkaufsbereich und der Silbermarkt ist tendenziell überkauft.

Es gibt also jede Menge Long-Drop-Potenzial, wenn der Aufwärtstrend gebrochen wird. Deshalb sollte man vorsichtig sein. Bei einem Bruch des Aufwärtstrends heißt es sofort, die Reißleine zu ziehen und Gewinne mitzunehmen. Auf der anderen Seite haben die Spekulanten noch etwas Luft, um den Preis in dem kleinen, engen Markt tendenziell weiter nach oben zu treiben.

Der Silberpreis fand nahe seines Aufwärtstrends ein Tief und ging zunächst in eine Konsolidierung über, bevor er in der vorletzten und letzten Woche um mehr als 20 % auf fast 90 US-Dollar anstieg. Getrieben wurde diese Bewegung einerseits durch Spekulanten, die am Aufwärtstrend ihre Short-Positionen eindeckten und anschließend auf die Long-Seite wechselten. Andererseits kam offenbar zusätzliche Nachfrage aus Indien auf, da Unternehmen Käufe vorzogen, bevor eine neue Steuergesetzgebung in Kraft trat. Diese vorgezogene Nachfrage verstärkte die ohnehin laufende technische Erholung und trug zur dynamischen Rallye am Silbermarkt bei.

Der starke Preisanstieg am Silbermarkt Mitte Mai dürfte maßgeblich durch physische Sondernachfrage aus Indien ausgelöst worden sein. Die indische Regierung hatte überraschend angekündigt, die Importabgaben auf Gold und Silber am 12. Mai von 6 % auf 15 % anzuheben. Hintergrund dieser Maßnahme war der Versuch, die hohe Edelmetallnachfrage einzudämmen, den Abfluss von Devisen zu begrenzen und das Handelsdefizit zu stabilisieren.

Offenbar führte diese kurzfristige Entscheidung unmittelbar vor Inkrafttreten der neuen Regelung zu erheblichen Vorzieheffekten bei Importeuren, Händlern und industriellen Käufern. Viele Unternehmen dürften versucht haben, ihre Lagerbestände noch schnell zu den alten Konditionen aufzufüllen, bevor die deutlich höheren Abgaben wirksam wurden.

Genau dieses Bild zeigt sich auch in den Terminmarktdaten. Der Silberpreis stieg innerhalb kurzer Zeit extrem stark an, ohne dass sich die Positionierung der Spekulanten am Terminmarkt wesentlich verändert hätte. Das spricht dafür, dass die Rallye primär durch physische Käufe und nicht durch Spekulanten getrieben wurde.

Die starke physische Nachfrage führte kurzfristig zu einer Verknappung am Markt und zog anschließend zusätzliche Spekulanten an. Nachdem diese Sondernachfrage abgearbeitet war, fiel der Preis jedoch schnell wieder zurück. Viele Spekulanten dürften die Rallye genutzt haben, um Gewinne mitzunehmen oder auf die Short-Seite zu wechseln, während andere Marktteilnehmer die hohen Preise für Absicherungsgeschäfte nutzten. Das spricht dafür, dass es sich eher um ein kurzfristiges Sondereignis als um eine nachhaltige strukturelle Stärke des Silbermarktes gehandelt haben dürfte.

Mittelfristig wirken höhere Importabgaben in Indien eher nachfragedämpfend auf den Silberpreis. Nach der Phase der vorgezogenen Käufe könnte daher wieder eine schwächere Nachfragephase folgen, sofern keine neue Investmentnachfrage in den Markt kommt.

In den vergangenen Monaten konnten wir den Silbermarkt sehr erfolgreich handeln. Wir gingen bei 53 US-Dollar Long Anfang Dezember und kauften sukzessive zu, wobei es gelang, nahe dem Hoch bei 116 US-Dollar ein Verkaufssignal zu geben, was ich mit entsprechenden Publikationen belegte. Bei 72 US-Dollar deckten wir die Short-Positionen ein und waren bis 94 US-Dollar erneut Long positioniert, bevor wir dort wieder Short gingen und bei 64 US-Dollar erneut die Gewinne eindeckten und erneut kauften, um bei 83 US-Dollar erneut zu shorten, wobei wir dann bei 73 US-Dollar letztlich die Gewinne mitnahmen und Shorts eindeckten.

Seit Anfang Mai halten wir uns jedoch zurück und sind passiv, da wir in den nächsten Wochen mit einer hochvolatilen Seitwärtsbewegung rechnen, die man nur im Daytrading nutzen kann.

Erst dann, wenn der Goldpreis aus seiner eingekeilten Situation ausbrechen kann, gibt es auch für den Silberpreis eine neue Richtungsentscheidung. Wichtig für den Silberpreis ist, dass der Aufwärtstrend intakt bleibt, sonst droht ein erneuter starker Sell-off.

Weitere Informationen zu unseren kurzfristigen Handelssignalen finden Sie unter www.blaschzokresearch.de.

Im Zwei-Jahres-Chart zeigt sich, wie wichtig der mittelfristige Aufwärtstrend für den Silberpreis ist. Nach dem dynamischen Ausbruch über 35,50 US-Dollar und dem anschließenden Bruch des Widerstands sowie des Allzeithochs bei 50 US-Dollar beschleunigte sich der Anstieg exponentiell, bevor die scharfe Korrektur einsetzte. Solange dieser Aufwärtstrend intakt bleibt, kann der Silberpreis grundsätzlich weiter steigen.

Gleichzeitig gibt es jedoch zahlreiche Risikofaktoren. Steigende Zinsen, der Krieg im Mittleren Osten und hohe Energiepreise belasten die Wirtschaft und damit auch die industrielle Nachfrage nach Silber. Entsprechend bleibt dieser Aufwärtstrend gefährdet. Sollte er brechen, läge die nächste wichtige Unterstützung bei 50 US-Dollar. Darunter wäre ein Rücksetzer in den Bereich um 38 US-Dollar bis 40 US-Dollar je Feinunze möglich.

Sollte der Goldpreis aus seiner aktuellen Konsolidierungsformation nach unten ausbrechen, wäre genau dieses Korrekturszenario beim Silberpreis am wahrscheinlichsten. Gelingt dem Goldpreis hingegen ein bullischer Ausbruch mit einem neuen Allzeithoch, dürfte auch Silber wieder in Richtung seines Allzeithochs bei 120 US-Dollar laufen, während der Aufwärtstrend verteidigt würde.

Langfristige Analyse

Im Langfristchart zeigt sich weiterhin, dass der Silberpreis bis Mitte des vergangenen Jahres in einer sehr engen Handelsspanne von nur rund 5 US-Dollar verharrte. Erst mit dem Ausbruch über 35 US-Dollar zur Jahresmitte setzte die steile Rallye ein, die sich oberhalb des alten Allzeithochs bei 50 US-Dollar nochmals exponentiell beschleunigte.

Sollte der Goldpreis stärker korrigieren und sich die Konjunkturaussichten weiter eintrüben, wäre ein Rücksetzer des Silberpreises bis an die ehemalige Ausbruchszone bei rund 50 US-Dollar durchaus denkbar. Mit dem Tief bei 64 US-Dollar wurde diese Zone bereits fast erreicht. Kommt es zu einem weiteren Abverkauf und gleichzeitig zu einer Bereinigung am Terminmarkt, könnte auch die Marke von 50 US-Dollar getestet werden. Im ungünstigsten Fall einer Rezession oder eines stärkeren Einbruchs am Aktienmarkt in einem deflationären Umfeld wären sogar nochmals Kurse in Richtung 35 US-Dollar möglich. Dort läge langfristig ein sehr attraktives Chance-Risiko-Verhältnis mit einem klar antizyklischen Kaufsignal. Ob es dazu kommt, bleibt abzuwarten. Charttechnisch und massenpsychologisch wäre ein Test des Ausbruchsniveaus bei 50 US-Dollar im weiteren Jahresverlauf jedoch realistisch.

Der Silbermarkt war in den vergangenen Monaten deutlich volatiler als in den Vorjahren, in denen sich der Preis nur in einer engen Spanne bewegte. Mittel- bis langfristig rechne ich damit, dass die Volatilität wieder abnimmt und sich der Markt beruhigt. Kurzfristig dürfte Silber jedoch volatil bleiben, wahrscheinlich über das gesamte Jahr hinweg. Genau daraus ergeben sich Chancen auf der Long-Seite wie auch auf der Short-Seite.

Bullisch für Silber wäre ein weiterer Anstieg des Goldpreises infolge exogener Faktoren, etwa eines großen Krieges oder einer sehr lockeren Fiskal- oder Geldpolitik. In diesem Fall würde Silber durch eine zunehmende Investmentnachfrage mit nach oben gezogen. Aktuell ist dieses Szenario jedoch nicht absehbar und bleibt daher reine Spekulation, auf die man nicht setzen sollte. Wir bleiben deshalb eng am Markt, handeln die kurzfristigen Signale und behalten zugleich das physische Verhältnis von Angebot und Nachfrage im Blick, um bestmögliche Trading-Ergebnisse zu erzielen.