London Bullion Market Association – LBMA Zertifizierung, Good Delivery Standard

Hier finden Sie Informationen zur LBMA – London Bullion Market Association, Gold und Silber Fixing, Good Delivery Standard, LBMA Zertifizierung und Liste sowie über die Geschichte von London als Handelsplatz für Edelmetalle.

Die London Bullion Market Association, die kurz LBMA genannt wird, koordiniert den Handel von Gold und Silber am London Bullion Market, dem wichtigsten außerbörslichen Handelsplatz für Edelmetalle. Die LBMA führt zwei Mal täglich ein Fixing für den Goldpreis und Silberpreis durch und legt den Good Delivery Standard für Goldbarren und Silberbarren fest.

In unserem Shop präsentieren wir Ihnen ausschließlich Barren von Herstellern, die auf der LBMA Liste zertifiziert sind, wie Gold- und Silber-Barren von Umicore, Heraeus,Valcambi und Degussa-Barren, die neben dem Combibar ebenfalls vom Hersteller Valcambi mit LBMA Zertifikat gegossen oder geprägt werden. Goldbarren und Silberbarren im LBMA Good Delivery Standard erhalten Sie ein hohes Maß an Sicherheit für die internationale Akzeptanz Ihrer Goldbarren und Silberbarren, da dieses internationale Gütesiegel nur an Barren vergeben wird, die von Herstellern stammen, die LBMA zertifiziert sind.

Geschichte von London als Handelsplatz für Edelmetalle bis zur Gründung der LBMA

Am London Bullion Market wird seit 1897 der Silberpreis und seit 1919 der Goldpreis für den Weltmarkt festgelegt. Die Historie des Handelsplatzes für Edelmetalle in London reicht jedoch noch viel weiter zurück, bis 1671, als London erstmals die Position als globales Zentrum des Handels mit Gold einnahm. Damals segelte Moses Mocatta von Amsterdam nach London, um dort seinen Handel mit Gold und Diamanten zu betreiben. 1684 wurde dessen Bank Mocatta & Goldsmid gegründet, zehn Jahre bevor die Bank of England gegründet wurde.

Als der englische Münzmeister Sir Isaac Newton 1717 in London den Goldpreis für Silber zu niedrig ansetzte, schuf dieser die Basis für den Goldstandard, der etwa 200 Jahre lang galt. Dadurch wurde Silber in England nach und nach aus dem Zahlungsverkehr gezogen. N M Rothschild & Sons startete 1809 mit dem Goldbarren- und Goldmünzenhandel. Während der Napoleonischen Kriege sorgte Nathan Mayer Rothschild für die Finanzierung der britischen Truppen in Frankreich, indem Goldmünzen über den Ärmelkanal geschmuggelt wurden. Das Vermögen, das Nathan Mayer Rothschild während des Krieges anhäufte, machte ihn zum einflussreichsten Finanzier in Großbritannien.

Der Londoner Goldmarkt wurde am 3. September 1939 nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs geschlossen, die Bank of England übernahm die alleinige Kontrolle über den Silbermarkt. Teilweise wurde der Silberhandel in London 1946 wieder aufgenommen und 1953 folgte die vollständige Wiedereröffnung. Ein Goldfixing wurde am 22. März 1954 erstmals nach 15 Jahren wieder durchgeführt.

Die London Bullion Market Association LBMA wurde 1987 in enger Kooperation mit der Bank of England gegründet, da diese zu diesem Zeitpunkt als Regulierungsbehörde für den Edelmetallmarkt fungierte. Seit der Gründung der LBMA agiert die FSA – Financial Services Authority – als primäre Regulierungsbehörde in Großbritannien.

Historie des späteren LBMA Gold und Silber Fixing

Lange vor der Gründung der LBMA wurde in London bereits 1897 mit dem Silber und 1919 mit dem Gold Fixing begonnen. Dadurch wurde eine Marktstruktur konstruiert, die noch heute existent ist. Die Gründungsmitglieder des Silberfxings waren N M Rothschild & Sons, Samuel Montagu & Co., Mocatta & Goldsmid, Sharps & Wilkins und Pixley & Abell. Beim Goldfixing wurde 1919 der Vorsitz von N M Rothschild & Sons übernommen. Zum Gold und Silber Fixing trafen sich die Mitglieder jeden Tag einmal im Bankhaus Rothschild. Bei diesen Treffen wurde jeweils das Angebot und die Nachfrage nach Gold ermittelt, kamen die Mitglieder dabei zu einem Ergebnis, das im Gleichgewicht lag, wurden die britischen Flaggen der Mitglieder gesenkt und die Fixierung konnte realisiert werden.

LBMA Gold und Silber Fixing heute

Die LBMA führt das Gold Fixing zwei Mal täglich von Montag bis Freitag jeweils um 11.30 Uhr und 16.00 Uhr MEZ durch, dadurch soll erreicht werden, dass möglichst viele Transaktionen zu einem Fixpreis ausgeführt werden können. Bis Anfang Juni 2004 wurden die Sitzungen kontinuierlich unter dem Vorsitz von Rothschild durchgeführt, seit dem 7. Juni 2004 wurde ein jährlich rotierender Vorsitz festgelegt und die Sitzungen finden seither in der Barclays Bank statt. Bei den Sitzungen der LBMA zum Goldpreis Fixing sind jeweils ein Vertreter der Bank of Nova Scotia-ScotiaMocatta, der Deutschen Bank AG London, der Barclays Bank, der Société Générale sowie der HSBC Bank USA NA London Branch anwesend, die alle zu den Mitgliedern der LBMA zählen. Seit 2004 wird das LBMA Goldkurs Fixing telefonisch durchgeführt.

 

Im Gegensatz zum LBMA Goldpreis Fixing wird das Silberpreis Fixing nur ein Mal pro Tag von Montag bis Freitag um 13.00 Uhr MEZ durchgeführt. Den Vorsitz beim LBMA Silberpreis Fixing hat die Bank of Nova Scotia-ScotiaMocatta, des Weiteren nehmen an den Sitzungen die HSBC Bank USA und die Deutsche Bank teil. Nach dem LBMA Fixing übernehmen die Bank of Nova Scotia-ScotiaMocatta, Deutsche Bank, HSBC Bank USA, UBS, JPMorgan Chase & Co. sowie Barcleys das Clearing und sorgen damit für die Abwicklung der Transaktion. Das LBMA Silberkurs Fixing erfolgt seit 1999 telefonisch.

Gold Silber

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