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In der vergangenen Handelswoche sahen wir ein seltenes Phänomen am Goldmarkt, als der Preis für eine Unze Gold mit dem nächst auslaufenden Gold-Futures am Terminmarkt der COMEX zeitweise 80 $ höher gehandelt wurde als der Preis für eine Unze Gold am Spotmarkt.
Das Coronavirus wirkt direkt auf die körperliche Gesundheit und stößt indirekt auch viele Gedankenvorgänge an. Die weltweiten Entwicklungen der letzten Wochen zeigen sukzessive, wie schnell, weitreichend und erschütternd sich COVID-19 auf viele Ebenen überträgt.
Der Preis war am Stichtag, den 24.03.2020, um 53 $ gestiegen und der CoT-Index dabei 5 Punkte gestiegen. Dies zeigt deutliche relative Stärke.
Politiker und Notenbanken reagierten weltweit auf die Corona-Pandemie mit Kaufprogrammen für Staats- und Unternehmensanleihen im Billionenvolumen, Zinssenkungen und sogar direkten Schecks an Unternehmen sowie einzelne Haushalte, um einen Kollaps der Blasen- und Zombiewirtschaft vorerst nominal zu verhindern.
Der Preis war am Stichtag Dienstag der Vorwoche um 4,24 $ gefallen und der CoT-Index dabei nur um winzige 4 Punkte gestiegen. Wir hätten hier eher mit einer völligen Liquidierung aller Long-Positionen gerechnet, doch nicht mit so einem mäßigen Report.
Die US-Notenbank hat in der Nacht zum Montag den US-Leitzins überraschend um einen ganzen Prozentpunkt gesenkt, sodass die Handelsspanne für den US-Leitzins nun bei 0 % - 0,25 % liegt.
Der Preis stieg zum Stichtag der Datenerhebung am 10. März um 11 $ an, während die Spekulanten netto 22 Tsd. Kontrakte abbauten. Dies zeigt weiterhin starke physische Nachfrage und hohe Nachfrage in ETFs.
Der chinesische Automarkt brach wegen Corona im Februar um 80 % zum Vorjahresmonat ein. Dies ist der stärkste Einbruch seit Beginn der Aufzeichnungen.
Der Rohölpreis brach zum Handelsstart am Montagmorgen im asiatischen Handel um 34 % (-14 $) auf 27,20 $ ein.
Der Preis war zur Vorwoche um 236 $ gefallen, doch brachte das nur eine schwache Bereinigung am Terminmarkt von 909 Kontrakten oder 3 Punkten im CoT-Index. Es müssen daher industrielle Nachfrager ausgefallen sein oder es gab Verkäufe aus ETF-Beständen, denn der Terminmarkt war für diesen Preisrutsch nicht allein verantwortlich.
Der Goldpreis stieg in den vergangenen Wochen auf ein neues Allzeithoch bei 1.561 € (1.689 $). Zuletzt wurde die Rallye durch Investoren getrieben, die eine Rezession und ein Platzen der Everything-Bubble durch das Coronavirus fürchteten.
Der Preis fiel zur Vorwoche um 66 $ und auch der CoT-Index stieg dabei um 14 Punkte, was eine neutrale Wochenentwicklung ist und leichte relative Schwäche zeigt. Scheinbar hat die Nachfrage aus der Automobilindustrie bereits abgenommen, was erklären würde, warum die Schwäche jetzt zunimmt.