Gold als Absicherung gegen steigende Mietpreise

16.04.2019 06:00  Von:: Markus Blaschzok

Während sich der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi über eine vermeintlich unzureichende Inflation von unter 2 % in der Eurozone beschwert, gehen in Berlin Rentner und Leistungsschwache auf die Straßen, da sich die dortige durchschnittliche Miete seit 2011 nahezu verdoppelt hat. Auch dieses Beispiel bestätigt die alternativen Konsumentenpreisindizes, welche die reale Teuerung etwa 6 % über der veröffentlichten Inflationsrate ausweisen. Die sozial schädliche Politik, die über Staatsverschuldung und Inflationssteuer vermeintliche Wohltaten zu verteilen scheint, lässt letztlich die Ärmsten einer Gesellschaft immer ärmer werden und führt zu breiter Armut in der Gesellschaft.

Mit Mietpreisen von durchschnittlich 11 € je Quadratmeter ist Berlin im internationalen Vergleich von Großstädten noch sehr günstig, doch für die hohe Zahl der Leistungsempfänger sind selbst diese günstigen Preise zu hoch. In diesem Umfeld fanden sich schnell 20.000 Unterschriften, um die Berliner Regierung in einem Volksbegehren zu Zwangsenteignungen zu bewegen, um vermeintlich bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Die kollektivistischen Enteignungsanhänger wollen zehntausende Wohnungen in die Verantwortung von genau denjenigen Politikern übergeben, die seit 2007 viele Milliarden Euro Steuergelder in den Flughafen Berlin-Brandenburg fehl geplant und aus dem Fenster geworfen haben. Das kann letztendlich nur in einer totalen Katastrophe enden.

Die linksextreme Bewegung erhält viel Zuspruch und wird in bundesdeutschen Medien stark thematisiert. Dies beweist das Versagen des staatlichen Bildungssystems, welches Generationen scheinbar die einfachsten und grundlegendsten ökonomischen Zusammenhänge nicht vermittelt hat.

Allein die politische Androhung von Enteignungen hat dafür gesorgt, dass Immobilieninvestoren Deutschland und insbesondere Berlin meiden werden, was bereits einen Schaden angerichtet hat und somit die Situation verschärfen wird. Es ist offensichtlich, dass der staatliche Raub von Eigentum keine nachhaltige Lösung für Armut sein kann, da es den Anreiz für unternehmerisches Handeln, Leistung, Sparen und Investitionen zerstört.

Die Öffnung der Sozialsysteme für Migranten führte binnen kurzer Zeit zu einem starken Zuzug in die Großstädte. Steigt die Nachfrage, so steigen die Mieten ganz natürlich an, da das Wohnungsangebot kurzzeitig unelastisch ist. In einem freien Markt würde die höhere Rendite Investoren das Signal geben, dass es sich rentiert neue Wohnungen zu bauen, was die Situation am Wohnungsmarkt letztlich wieder entspannen und die Preise auf das vorherige Niveau senken würde.

Die Wut der Enteignungsbefürworter, die sich gegen vermeintliche Miethaie und Spekulanten richtet, ist fehlgeleitet, da die Ursache unter anderem in dem politisch induzierten Wachstum der Bevölkerung liegt, sowie in dem staatlichen Monopol auf die Vergabe von Bauland, das seit Jahrzehnten ungenügend bereitgestellt wird.

Das größte Problem, warum Mieten immer teurer werden ist jedoch die starke reale Inflation in der Eurozone, die weit über dem Anstieg von Renten und Gehältern liegt. Die Europäische Zentralbank hat die Geldmenge vervierfacht, weshalb letztlich die Preise steigen müssen. Steigt die Geldmenge stärker als die Gütermenge, so steigen Preise an. Da der Staat das Geldmonopol für sich beansprucht, ist Inflation immer ein staatliches Phänomen und als zusätzliche versteckte Steuer zu verstehen, die auch Ersparnisse enteignet. Mieten und Gehälter steigen bestenfalls im Rahmen der offiziellen Teuerung, doch wird diese geschönt und etwa 6 % zu niedrig ausgewiesen. Das hat wiederum den Effekt hat, dass Ersparnisse enteignet werden sowie Renten- und Pensionsansprüche an Kaufkraft verlieren. Mehr Informationen zu der Manipulation der Inflationsstatistik finden Sie in unserem letzten Webinar „Die wahre Inflationsrate ist viel höher“. So hat die Deutsche Mark seit 1950 offiziell 82 % an Wert verloren, während allein der Euro seit der Jahrtausendwende offiziell 25 % an Kaufkraft verlor.

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Die Deutsche Mark war ebenfalls eine Schwachwährung.

Gold, dessen Geldmengenwachstum mit 2 % dem jährlichen Produktivitätsfortschritt entspricht, gibt über lange Zeitperioden die Inflation viel besser wieder als offizielle Statistiken, die geschönt wurden. Im Vergleich zum Goldpreis hat der Euro seit der Jahrtausendwende bereits 76 % an Kaufkraft verloren, was eher dem realen Wertverlust durch die Inflation der Geldmenge um das Vierfache seitens der staatlichen Notenbank entspricht.

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Real hat der Euro seit der Jahrtausendwende bereits 76 % an Kaufkraft verloren.

Es ist daher nur logisch, dass die inflationsbedingt gestiegenen Mieten besonders die Rentner und Sozialschwachen treffen, da deren Ansprüche nicht mit der realen Inflation steigen. Dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderdriftet, ist allein die Ursache der staatlichen Inflationssteuer, die den Ärmsten die Möglichkeit nimmt, von ihren Ersparnissen zu leben, da diese weginflationiert werden.

Jene, die gegen Mietwucher auf die Straßen gehen, sollten daher ihre Wut lieber gegen das Finanzamt richten sowie die Regierung, die das Geld der Steuerzahler mit vollen Händen ausgibt und über Inflation die Menschen enteignet, sodass diese in die Armut abrutschen. Wer erst gar nicht in diese Situation kommen will, der sollte sich dem Raub der heimlichen Inflationssteuer entziehen. Dem Staat kann man entkommen, indem man in Gold investiert, das mittel- bis langfristig immer seine Kaufkraft behält und über Preisanstiege einen Inflationsausgleich schafft. Wer auf Politiker setzt, steht im Alter womöglich mit Nichts da – wer hingegen sein Vermögen auf Gold aufbaut, der wird auch noch im Alter ein gutes Leben führen.



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