Palladium zeigt relative Stärke

18.05.2018 14:45  Von:: Markus Blaschzok

Positionierung der spekulativen Anleger (Commitment of Traders)

Die aktuellen, wöchentlich von der US-Terminmarktaufsicht „CFTC“ veröffentlichten, Daten für Palladium zeigten zuletzt eine neutrale Entwicklung zu den Vorwochen. Zum Vormonat ist eine leichte Schwäche zu sehen. Solange diese nur temporär im Verlauf einer Korrektur im Edelmetallsektor auftritt, ist das unbedenklich. In dem Abverkauf auf 900$ Anfang April, kam es zuvor zu einer starken Bereinigung der Spekulation unter enormer relativer Stärke. Daher stimmt die Gesamtlage optimistisch auf mittelfristige Sicht. Sobald der Edelmetallsektor komplett bereinigt ist, dürfte der Palladiumpreis wieder anziehen. Wichtig bleibt zu beobachten, ob sich weiterhin starke fundamentale Nachfrage zeigt und somit relative Stärke in den Daten, was wir wöchentlich weiterhin genau beobachten werden.

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Der Terminmarkt für Palladium hatte sich zuletzt sehr gut binnen kurzer Zeit bereinigt.

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Die einfache Darstellung zeigt, dass sich die Positionierung zuletzt im grünen Kaufbereich befand.

Chartanalyse zu Palladium in US-Dollar

Während des zweijährigen Anstiegs des Palladiumpreises um 150% auf 1.139$ je Feinunze, kam es zu der logischen Zunahme spekulativer Longpositionen am Terminmarkt. Viele Investoren hatten auf einen weiter steigenden Preis gesetzt und der Anstieg zog immer mehr Spekulanten an. Dennoch war den gesamten Anstieg über relative Stärke zu sehen, was deutlich das Angebotsdefizit am Markt aufzeigte, weshalb der Anstieg auch weniger spekulativ getrieben, als vielmehr fundamental begründet war.

Zu Jahresbeginn kam es dann zu der überfälligen Korrektur bei Palladium, bei der sich der Terminmarkt binnen kürzester Zeit unter relativer Stärke stark bereinigt hatte. Dies ist ein bullisches Indiz auf mittelfristige Sicht. Sobald die aktuelle Korrektur im Edelmetallsektor abgeschlossen ist, dürfte daher auch der Palladiumpreis wieder deutlich anziehen. Eine weitere mittelfristige Outperformance von Palladium zu anderen Edelmetallen ist kurz- bis mittelfristig weiterhin möglich. Langfristig sehen wir hingegen mehr Chancen für Platin.

Charttechnisch wurde der kurzfristige Abwärtstrend bereits Ende April gebrochen. Gelingt jetzt ein erneuter Anstieg über 1.000$, so wäre auch der Pull Back an das Ausbruchsniveau aus dem Abwärtstrend positiv bestätigt. Kurzfristig besteht noch die Gefahr eines finalen Abverkaufs, solange die Bereinigung am Goldmarkt nicht abgeschlossen ist.

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Palladium ist bereits aus dem Abwärtstrend ausgebrochen und zeigt sich stark auf hohem Niveau.

Chartanalyse zu Palladium in Euro

In Euro sieht die Chartanalyse für Palladium besser aus. Hier kam es zu einem schönen Bruch des Aufwärtstrends mit der von uns angekündigten Korrektur bis an die Unterstützung bei 750€ je Feinunze. Von dort aus ging es wieder unter starken Käufen nach oben.

Zuletzt verhalf der schwächere Euro dem Preis auch zusätzlich auf die Beine, was den Preis in Euro bis zu einem Jahr in die Zukunft zusätzlich stützen dürfte. Besonders für Palladium in Euro scheinen die Risiken deutlich geringer zu sein als die Chancen. Wir erwarten daher, dass das letztjährige Hoch in den kommenden Monat wieder erreicht und sogar übertroffen werden könnte.

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Palladium in Euro könnte im Laufe des Jahres sein letztjähriges Hoch wieder erreichen.



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