Technische Analyse zu Palladium

12.08.2016 16:00  Von:: Markus Blaschzok

Die wöchentlich von der US-Börsenaufsicht „CFTC“ veröffentlichten Terminmarktdaten für Palladium zeigen eine durchschnittlich hohe Netto-Longposition der Spekulanten an. Palladium hat damit weiterhin deutlich mehr Potenzial als die anderen Edelmetalle, bei denen die Spekulanten längst rekordhohe Positionen halten, was bedeutet, dass Palladium relative Stärke zeigt und aus eigener Kraft noch weiter laufen könnte, wenn das Umfeld dem nicht im Wege steht. Lange Zeit zeigten die CoT-Daten diese relative Stärke im Vergleich zu den anderen Edelmetallen, was letztlich dazu führte, dass Palladium in diesem Jahr allein um 53% ansteigen konnte. Palladium zeigt eine fundamental deutlich höhere Knappheit am Markt als Platin und mittelfristig ist mit weiter steigenden Preisen zu rechen.
 
Positionierung der spekulativen Anleger (Commitment of Traders)

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Der Terminmarkt zeigt eine gute fundamentale Unterstützung, während das Sentiment schon recht bullisch ist

Palladium in US-Dollar

Seit dem Tief im Januar stieg der Preis für eine Feinunze Palladium um 53% an, womit der Anstieg stärker war als bei allen anderen Edelmetallen. Bei 740$ befindet sich aktuell ein Widerstand aus dem Hoch vom letzten Oktober, an dem jetzt erste Gewinnmitnahmen einsetzen. Der Terminmarkt ist neutral bis leicht bärisch, während die Sentimentanalyse für die anderen Metalle uns eher ein Signal zur Gewinnmitnahme und einer Warteposition gibt. Kurzfristig wäre eine Korrektur bis auf das Ausbruchsniveau aus dem Abwärtstrend denkbar. Sollten Gold und Silber jedoch aufgrund exogener Faktoren weiter ansteigen können, so würde auch Palladium bis zum nächsten Widerstand im Bereich von 800$ marschieren.

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Palladium in US-Dollar stieg in diesem Jahr bereits um 53% an.

Palladium in Euro

Auf Eurobasis schrieben wir lange Zeit, dass man die Tiefs bei 450€ je Feinunze nutzen sollte, um antizyklisch Positionen aufzubauen. Palladium steht aktuell fast 50% über der damaligen Kaufempfehlung und es ist unwahrscheinlich, dass der Preis aufgrund der Inflation dieses Niveau je wiedersehen wird. Man sollte die nächste Korrektur daher nutzen um auf den Zug aufzuspringen, wobei das letzte Zwischenhoch ein mögliches Kaufniveau wäre. Wird die grün eingezeichnete Handelsspanne erst einmal nachhaltig verlassen, so dürfte die Chance auf einen relativ günstigen Nachkauf vertan sein. Wir empfehlen Platin und Palladium mit 5-10% zu einem jeden Edelmetallportfolio beizumischen.

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Palladium in Euro ist dabei die trendlose Phase zu beenden und einen neuen Bullenmarkt zu starten.



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