Technische Analyse zu Platin

25.09.2015 00:30  Von:: Markus Blaschzok

Die wöchentlich von der US-Börsenaufsicht „CFTC“ veröffentlichten Terminmarktdaten für Platin zeigten in den letzten Wochen bereits eine relative Schwäche, obwohl alle Spekulanten längst gänzlich auf fallende Preise gesetzt haben und so eine technische Erholung jederzeit möglich wäre. Unsere Favoriten waren Gold und Palladium, wobei wir bei Platin und Silber mit einer Underperformance rechneten und weiter rechnen müssen.
Nach dem Ausbleiben einer Zinsanhebung in den USA, könnte es jetzt zu einem zumindest technisch zyklischen Anstieg des Edelmetallsektors kommen, wobei dann auch die Short-Spekulanten im Platin früher oder später die Reißleine ziehen werden und so der Preis den anderen Edelmetallen folgen wird. Die CoT-Daten mahnen uns im aktuellen Umfeld keinesfalls auf fallende Preise setzen, sondern technische Kaufsignale anzunehmen.

Positionierung der spekulativen Anleger (Commitment of Traders) 

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Die Terminmarktdaten für Platin zeigen eine relative Schwäche bei eigentlich guter Ausgangslage und Anstiegspotenzial

Platin in US-Dollar im Tageschart

Platin zeigt sich mit Silber noch schwach, während Palladium sich stark erholen konnte und auch Gold einen weiteren Preisanstieg verzeichnen kann. Der gesamte Edelmetallmarkt könnte sich augenblicklich in einer Bodenbildung befinden und die Bären sukzessive langsam das Handtuch werfen oder den Markt verlassen, da dieser aufgrund der mittlerweile relativ geringen Volatilität bei Gold und Silber uninteressant geworden ist.

Charttechnisch ist der nun einjährige mittelfristige Abwärtstrend noch intakt und verläuft im Augenblick bei 1.150$. Das Tief bei 940$ wurde nun dreimal getestet mit einem 6-Jahrestief in dieser Woche. Aufgrund der CoT-Daten und den Zugewinnen bei Gold und Palladium sowie der ausgebliebenen Zinsanhebung in den USA, ist es gut möglich, dass Platin sich in Kürze nach oben bewegt, den Widerstand bei 1.000$ sowie den mittelfristigen Abwärtstrend hinter sich lassen wird. Das Chance/Risiko-Verhältnis, um jetzt noch auf fallende Preise zu setzen, ist zumindest kurz- bis mittelfristig viel zu schlecht. Im Trading könnte man die Marke um 940$ für antizyklische Käufe mit engem Stop-Loss nutzen, während mittelfristige Investoren darauf warten sollten, bis der mittelfristige Abwärtstrend bei aktuell 1.050$ ebenfalls überwunden werden kann, bevor man auf die Käuferseite wechselt. 

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Das Chartmuster im Silber ist bisher mustergültig. Über 15,50 USD dürfte ein Anstieg bis 17 USD erfolgen.

Platin in Euro

Auf Eurobasis zeichnen sich ebenfalls eine Bodenbildung und eine Trendumkehr ab, auch wenn es in dieser Woche ein neues Tief gab. Sobald der steile Abwärtstrend auf Eurobasis fällt, dürften viele Bären die Reißleine ziehen und eindecken sowie neue Käufer in den Markt kommen. 

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Die Gemengelage ist so gut, dass man eher von steigenden als von fallenden Preisen ausgehen muss. Die Abwärtstrends in Euro sowie in US-Dollar sind nicht mehr weit entfernt, und sobald diese brechen, gibt es in beiden Währungen ein Kausignal. Das Sentiment sowie die Geldpolitik würden jetzt ebenfalls steigende Preise stützen.

 



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