Technische Analyse zu Silber

24.07.2015 16:15  Von:: Markus Blaschzok

Die wöchentlich erscheinenden Terminmarktdaten für Silber hatten sich in den vergangenen Wochen bereits sehr gut bereinigt, was grundsätzlich bullisch stimmte. Wir wiesen aber stets auf die immer noch hohe Manipulation in diesem Markt hin, weshalb man mit Käufen noch warten und keinesfalls in das fallende Messer greifen sollte. Heute Nacht werden die neuen CoT-Daten erscheinen und wir sind gespannt, wie stark die Bereinigung im Silber zum Datenerhebungszeitpunkt am Dienstag war und ob die Spekulanten weiter auf fallende Preise setzten im Zuge des Flash Crashs bei Gold. Wenn dem so ist und wir auch eine Reduzierung der manipulativen Positionen sehen können, dann dürfte ein Kaufsignal auf Sicht von mindestens 6 Wochen sehr nah sein.

Positionierung der spekulativen Anleger (Commitment of Traders)

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Die Terminmarktdaten für Silber haben sich in den letzten 2 Monaten von sehr schlecht zu sehr gut stark bereinigt. 

Silber neigt dazu mindestens einen Gleichlauf mit Gold zu haben oder sich oftmals sogar mit einem Hebel in die gleiche Richtung wie Gold zu bewegen. Diesmal machte Silber mit einer großen Ausnahme genau das Gegenteil und notiert gerade einmal 30 US-Cent unter dem Vorwochenniveau. Diese relative Stärke ist sehr bullisch zu werten. Noch ist der Abwärtstrend im Silber (rote Abwärtstrendlinie) intakt, doch sobald diese bricht, gibt es ein Kaufsignal. Eine Prämisse für dieses Kaufsignal ist jedoch, dass sich die Terminmarktdaten weiter verbessert haben in dieser Woche.

 

SILBER IN US-DOLLAR

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Im Silber ist der Abwärtstrend immer noch intakt. Jedoch ist eine enorme relative Stärke zu sehen, die sehr außergewöhnlich ist und bullisch stimmt.                                                                                                       

In Euro hat Silber nun die Unterseite der nun zwei Jahre andauernden Handelsspanne erreicht. Wenn in Kürze das Kaufsignal in US-Dollar auftritt, dürfte auch der Silberpreis wieder steigen und in Richtung des Widerstandsbereichs bei 16 Euro je Feinunze laufen.

  

SILBER IN EURO

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Silber verlief in Euro in den vergangenen zwei Jahren trendlos seitwärts 

Die mögliche Zinsanhebung in den USA im September hängt weiterhin drohend wie ein Damoklessschwert über dem Gold- und Silbermarkt. Bis zu diesem Termin könnten sich die Preise in den kommenden zwei Monaten zumindest etwas erholen und ansteigen. Ein definitives Kaufsignal gibt es bis dato noch nicht, doch könnte dieses jetzt jeden Tag auftreten und wir beobachten die aktuelle Preisentwicklung ganz genau.  

Selbst mit einer Zinsanhebung in den USA muss der Silberpreis in Euro nicht unbedingt weiterfallen, da das europäische QE-Programm der EZB für eine sukzessive Ausweitung der Geldmenge und so für eine ständige Abwertung des Euros sorgt. Der Preis in Euro könnte daher trendlos seitwärts verlaufen oder gar leicht ansteigen, während nur der Preis in US-Dollar fallen würde. 

Im Falle, dass es zu keiner Zinsanhebung im Herbst kommen würde, wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir in dieser Woche möglicherweise das Tief der vierjährigen Baisse gesehen haben. Letztlich ist dies nur eine Vermutung und unsere Kauf- und Verkaufsignale erscheinen kurzfristig, doch sind die aktuellen Edelmetallpreise nach dem erneuten Rückgang bereits sehr interessant für langfristige Investoren. Dies legen auch die rekordhohen Münzverkäufe der U.S. Mint nahe, die im Juli bisher 126.000 Unzen Gold verkauften, was die höchste verkaufte Menge seit April 2013 ist.

PS: Am 18.08.15 findet um 17.30 Uhr unsere nächste Onlinekonferenz mit Chef-Analyst Markus Blaschzok statt – Sie können sich hierzu hier kostenlos anmelden und exzellente Marktinformationen zu Edelmetalle aus erster Hand erhalten.

 



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