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Crash! – Aktienmarkt -8,8%, Rohölpreis -34% - Weltmärkte im Corona-Ausnahmezustand

Der Rohölpreis brach zum Handelsstart am Montagmorgen im asiatischen Handel um 34 % (-14 $) auf 27,20 $ ein. Dies ist der stärkste Preisrückgang innerhalb eines Tages in der Geschichte des Rohölmarktes. Zu Jahresbeginn musste man für ein Fass Rohöl (159 Liter) mit 61,40 $ noch doppelt so viel zahlen.

Gespräche der OPEC+ Staaten waren am Wochenende vermeintlich gescheitert. Anstatt die Produktion koordiniert zu kürzen, um den Preisverfall zu stoppen, will Saudi-Arabien seine Produktion nun erhöhen, sodass sich Lieferungen nach Nordwest Europa um acht Dollar je Barrel verringern sollten. Seit Wochen befindet sich der Rohölpreis auf Talfahrt, da die Nachfrage nach Rohöl sinkt, seitdem das Coronavirus große Teile der chinesischen Wirtschaft zum Stillstand brachte und das Virus weltweit immer weiter um sich greift. Über das Wochenende gab es weitere Ausbrüche in den USA und Europa, wobei in Italien ein Gebiet mit 10 Millionen Menschen bis Anfang April abgeriegelt wurde. 

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 Der Rohölpreis crashte am Montagmorgen um 34 % zum Freitagsschlusskurs.

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Der Abverkauf des Rohölpreises war der Stärkste in der Geschichte. 

Nominal war der Rohölpreis in den letzten 15 Jahren nur einmal Anfang 2016 so günstig. Berechnet man den Rohölpreis jedoch in Gramm Gold, womit man die Inflation der Fiat-Geldmenge bzw. die Abwertung des US-Dollars berücksichtigt, dann zeigt sich, dass der Rohölpreis mit nur 0,6 Gramm Gold je Fass (159 Liter) aktuell historisch einmalig günstig ist. Nie in der Geschichte war Rohöl so günstig zu haben.

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Der Rohölpreis war in der Geschichte nie günstiger zum Gold, dem Geld des freien Marktes.

Es ist gut möglich, dass es sich hierbei um eine gezielte Überproduktion und einen bewusst herbeigeführten Preisverfall handelt. Der niedrige Rohölpreis entlastet die Unternehmen weltweit und ist als eine Art Konjunkturprogramm zur Bekämpfung der negativen Auswirkungen durch das Coronavirus zu verstehen. Der Notenbanken geht das Pulver aus und sie haben keine Handhabe gegen die Auswirkungen des Virus. Der niedrige Rohölpreis ist hingegen in der Lage die Unternehmen weltweit direkt zu entlasten, weshalb man damit rechnen muss, dass der Rohölpreis noch einige Zeit, bis sich die Lage der Weltwirtschaft entspannt, auf relativ niedrigem Preisniveau verbleiben wird.

US-Notenbank senkt vergeblich Leitzins um 0,5 %

Die US-Notenbank senkte vergangene Woche überraschend den Leitzins um 50 Basispunkte, obwohl die Märkte bereits zwei Zinssenkungen zur nächsten Notenbanksitzung am 18. März eingepreist hatten. Die Eile der FED werteten Händler als Panik bei Politik und Notenbanken, was letztlich wiederum die Märkte verunsicherte, anstatt neues Vertrauen zu schenken. Als Folge brach der US-Dollar weiter ein und der Goldpreis stieg auf über 1.700 $, dem höchsten Stand seit 2013.

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Panik an allen Märkten – Aktienmärkte crashen – Flucht in sichere Häfen der Staatsanleihen und Gold.

Nach einem kurzweiligen Anstieg der Aktienmärkte als Reaktion auf die Zinssenkung der FED, sanken die Notierungen schnell wieder in Panikstimmung, sodass die US-Aktienmärkte mittlerweile seit ihrem Allzeithoch Mitte Februar um 17 % gefallen sind und auf dem Niveau von August 2018 notieren. Am Montagmorgen um 4:30 Uhr haben die US-Märkte sogar den Handel ausgesetzt, nachdem der Einbruch zu stark war. Der Handel soll voraussichtlich um 14:30 Uhr wieder aufgenommen werden.

Die niedrigen Zinsen helfen nicht im Kampf gegen das Coronavirus, gleichwohl sie nötig sind, um bevorstehende Kreditausfälle im Bankensystem zu kompensieren. Der Markt will Maßnahmenpakete gegen den Ausbruch sehen - dies würde den Märkten die Hoffnung geben, dass es nicht zu einer unkontrollierten Pandemie kommen wird und in den nächsten Quartalen eine Normalisierung des Welthandels sowie ein Aufholeffekt der Weltwirtschaft möglich wären, was die Aktiennotierungen wieder stützen würde.

Mit dem starken Anstieg der weltweiten Infektionen außerhalb Chinas schwindet diese Hoffnung jedoch zunehmend, weshalb sich die Aktienmärkte bereits wieder im freien Fall befinden. Investoren fliehen daher in kurzfristig sichere Häfen, wie Staatsanleihen oder Gold.  Die US-Zinsen sanken heute daher zu Handelsbeginn auf ein historisches Tief von 0,48 % für zehnjährige US-Staatspapiere, während diese noch im November zu 3,2 % rentierten. Die Dreißigjährigen fielen von 3,5 % auf aktuell 0,91 % in den vergangenen drei Monaten, wonach Trumps Forderungen nach Null- und Negativzinsen nun auf tragische Weise erfüllt werden. Als Trump Negativzinsen wie in Europa forderte, dachte er sicherlich dabei an eine Fortsetzung der Hausse am Aktienmarkt, die ihm seine Wiederwahl sichern würde, doch gewiss nicht an einen Einbruch der Aktienmärkte und der US-Wirtschaft.

Ein Gebiet mit 10 Millionen Menschen wird in Italien bis Anfang April abgeriegelt, während die Infektionen auch in Deutschland steigen. Italien stockt die Wirtschaftshilfen wegen der Pandemie auf und man will dafür die Aussetzung des EU-Stabilitätspaktes beantragen. In der Bundesrepublik werden erste öffentliche Einrichtungen, wie Schulen und Universitäten geschlossen sowie Großveranstaltungen abgesagt, wobei es mittlerweile 1.040 offizielle Infektionen gibt und die Dunkelziffer weitaus höher liegen dürfte. Während es China vermeintlich geschafft hat, den Ausbruch einzugrenzen, ist die Situation in Deutschland von Ahnungs- und Hilflosigkeit geprägt. Große Quarantänegebiete sind mittlerweile gut möglich, sollte das Virus das Gesundheitssystem in der Bundesrepublik zu stark belasten, wovon man aktuell ausgehen muss. Aufgrund dieser neuen Entwicklungen über das Wochenende bricht der Deutsche Aktienindex DAX zum Handelsbeginn um 1.000 Punkte (-8,8 %) ein. 

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Der Deutsche Aktienindex bricht historisch stark ein, nachdem das Virus in der Bundesrepublik grassiert.

Die Lage in Deutschland spitzt sich zu und während sich die Lage in China entspannt und die Wirtschaft in Bälde wieder anlaufen könnte, fährt die deutsche Wirtschaft mit Vollgas gegen die Wand. Der starke Einbruch am deutschen Aktienmarkt ist daher rational und verwundert nicht. Teile der italienischen Wirtschaft sind bereits stark durch das Coronavirus betroffen und es scheint, als würde es die deutsche Wirtschaft in Bälde, womöglich in dieser oder der nächsten Woche, erheblich treffen, wenn die Politik in Panik zu extremen Gegenmaßnahmen greifen wird. Wir können uns sicher sein, dass die EZB alles gegen die Auswirkungen des Virus veranlassen wird, was ihr zur Verfügung steht. Auch die Bundesregierung wird auf Pump die Ausgaben rauffahren, da die Einnahmen durch das Virus und die Rezession einbrechen werden. Für den Euro bedeutet dies, dass die Talfahrt zunehmen wird. Der Goldpreis in Euro wird weiter ansteigen und 2.000 € je Feinunze sind bei einer weiteren Eskalation in diesem Jahr durchaus möglich. Die Investmentnachfrage nach Silber dürfte dann auch explodieren und das Defizit am Markt kompensieren, weshalb dann auch deutliche Preisanstiege bei Silber wahrscheinlich sind.