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Technische Analyse zu Platin zum 25.10.2021

Spekulanten schieben den Platinpreis an

Terminmarkt: CoT-Report vom 22.10.2021

Der Terminmarkt für Platin zeigte bereits vor über einem Monat ein extrem pessimistisches Sentiment, was uns antizyklisch bullisch stimmte. Der CoT-Index ist mit 95 Punkten erstmals seit 2018 im Kaufbereich angekommen. Das Potenzial für einen Long-Drop war weg und wir rieten vor einem Monat bereits zum Kauf. „Die Korrektur dürfte nun abgeschlossen sein und Rücksetzer sind ab nun Kaufchancen, die man nutzen sollte. … für mittelfristige Käufe sind Rücksetzer in den Bereich zwischen 980 US-Dollar und 900 US-Dollar antizyklisches Kaufchancen auf mittelfristige Sicht von 6-12 Monaten.

Für einen Alleingang des Platinpreises fehlte die fundamentale Nachfrage, sodass Platin nur mit dem gesamten Edelmetallsektor ansteigen konnte. Gold und Silber brachen aus und damit war der Weg frei für den Anstieg des Platinpreises in den letzten Wochen. Nur im Bereich von 920 US-Dollar zeigte der Platinmarkt eine Stärke, die auf ein Defizit zurückzuführen war. Der Anstieg in den letzten Wochen wurde jedoch größtenteils von Spekulanten getrieben, wie die CoT-Daten zeigen. Der Anstieg der spekulativen Position ist bis dato jedoch so gering, dass der Platinpreis allein durch weiteres spekulatives Interesse ansteigen wird, wenn der Goldpreis den Widerstand bei 1.800 US-Dollar überwinden kann.

Scheitert der Goldpreis jedoch am Kreuzwiderstand im Bereich von 1.800 US-Dollar, so wird Platin aufgrund der fehlenden physischen Nachfrage nicht alleine die Hausse fortsetzen können und mit Gold noch einmal korrigieren. Deshalb liegt der Blick der Platinhändler aktuell auch auf dem Goldpreis und seinem Widerstand bei 1.800 US-Dollar.

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Die Terminmarktdaten zeigen, dass die Spekulanten den Preis in den letzten Wochen getrieben haben

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Der CoT-Index für Platin sank von 95 auf mittlerweile wieder 78 Punkte

In der letzten Woche handelte Platin in einer engen Handelsspanne zwischen 1.400 US-Dollar auf der Unterseite und 1.060 US-Dollar auf der Oberseite. Nachdem der Goldpreis am Freitagnachmittag der Ausbruch über 1.800 US-Dollar gelang, folgte der Platinpreis und sprang ebenfalls über den Widerstand bei 1.060 US-Dollar mit einem Anstieg auf 1.080 US-Dollar. Wie der Goldpreis, so wurde auch Platin durch Powells Taper Talk wieder unter seinen Widerstand geprügelt.

Gold und Platin müssen jetzt so schnell wie möglich die genannten Widerstände überwinden, damit das bullische Umfeld intakt bleibt. Über 1.000 US-Dollar ist Platin weiterhin long, doch fällt der Preis aus der Handelsspanne unter 1.040 US-Dollar, anstatt den Widerstand bei 1.060 US-Dollar zu überwinden, so würde sich das Chartbild eintrüben.

 Chart

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Der Widerstand bei 1.060 US-Dollar wurde in der letzten Handelswoche kurzzeitig überschritten

Im Tageschart sehen wir einen mittelfristigen Abwärtstrend, der exakt an der Unterstützung bei 1.000 US-Dollar verlief, was zuvor einen stärkeren Kreuzwiderstand bildete. Mit dem Ausbruch darüber gab es ein mittelfristiges prozyklisches Kaufsignal für Platin, das intakt bleibt, solange sich der Platinpreis vierstellig halten kann. Bricht der Goldpreis nun über 1.800 US-Dollar aus und steigt womöglich auf 1.900 US-Dollar an, so würde Platin folgen und wahrscheinlich relativ schnell auf 1.250 US-Dollar klettern. Je nachdem wie sich der Chipmangel in der Automobilindustrie und damit die Nachfrage nach Platin für Katalysatoren entwickelt, wird dort womöglich der Zeitpunkt gekommen sein, um kurzfristig Gewinne mitzunehmen. 

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Solange Platin über 1.000 US-Dollar handelt, solange bleibt das Kaufsignal intakt

Der Langfristchart sieht sehr schön aus. Wir hatten bereits im letzten Jahr mit dem Ausbruch über 1.000 US-Dollar ein Kaufsignal bis 1.350 US-Dollar gegeben, von wo aus wir mit einer erneuten Korrektur auf 1.000 US-Dollar gerechnet haben. Das war nur ein grobes Szenario, das wir aus der fundamentalen Schwäche am Platinmarkt abgeleitet hatten, doch exakt so eintraf.

Charttechnisch wurde der Ausbruch über den Widerstand bei 1.000 US-Dollar von den Spekulanten gekauft, worauf es nun einen Pull Back auf den ehemaligen Widerstand gab, der nun als Unterstützung fungiert. Aus dieser Perspektive wäre die Korrektur abgeschlossen, worauf neue Käufer den Preis wieder Richtung 1.350 US-Dollar treiben dürften.

Dem Platinpreis gelang nun wieder ein Ausbruch über 1.000 US-Dollar. Solange Gold stark bleibt, wird Platin kurzfristig mitziehen und wieder auf 1.250 US-Dollar oder gar 1.350 US-Dollar ansteigen können.

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Langfristig zeigt der Chart eine Trendumkehr und ein Ende der langfristigen Abwärtstrends

Das Platin-Palladium-Ratio zeigt, dass Platin in den vergangenen 50 Jahren immer teurer war als Palladium, mit Ausnahme der Jahrtausendwende und aktuell seit 2017. Die Feinunze Palladium wird im Moment historisch einmalig 100 % über dem Preis von Platin gehandelt.

Wir sehen in den letzten Jahren in der Industrie eine fortschreitende Substituierung von Palladium durch das günstigere Platin. Der Palladiummarkt ist immer noch eng und solange dies anhält, dürfte dieser Umstand für weiter steigende Preise sorgen, worauf auch die Substitution weiter fortschreiten und letztlich auch zu steigenden Platinpreisen führen wird. Diese Transformation ist ein langsamer Prozess und man schätzt, dass jährlich etwa 1,5 Millionen Unzen Palladium in der Industrie durch Platin ersetzt werden.

Langfristig ist es konsequent logisch und wahrscheinlich, dass die Substitution in der Zukunft zu einem Überangebot bei Palladium und einem Defizit bei Platin führen wird. Das Ratio würde dann wieder ansteigen, wobei Platin das Palladium massiv outperformen dürfte. Würde das Ratio nur zu seinem Durchschnitt der letzten 50 Jahre bei 3 zurückkehren, entspräche dies einer sechsmal besseren Performance von Platin zu Palladium in der Zukunft.

Will man ein langfristig ausgerichtetes Edelmetalldepot auf Sicht von mindestens einer Dekade diversifizieren, so wäre Platin eine Spekulation wert, da es nicht nur in Katalysatoren Anwendung findet, sondern in vielen weiteren Industrien und insbesondere in erneuerbaren Energien, wogegen Palladium nur Einsatz in Verbrennerfahrzeugen findet. Da Platin auch zu Gold und Silber historisch günstig ist, wäre es denkbar, dass Platin sogar die monetären Edelmetalle in den kommenden zehn Jahren outperformen könnte. Kurzfristig hat Platin noch mit einem Überangebot zu kämpfen, doch auf Sicht einer Dekade scheint das Risiko begrenzt und die Gewinnchance sehr hoch zu sein, weshalb wir den letzten Rücksetzer zum Aufbau einer neuen langfristigen Positionen nutzen.

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Platin ist aktuell so günstig zu Palladium wie noch nie zuvor