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Technische Analyse zu Silber zum 26.07.2021

Bear Flag? Wie weit noch bis zum Kaufsignal?

Terminmarkt: CoT-Report vom 23.07.2021

Der Preis fiel zur Vorwoche um 1,10 US-Dollar, während die Spekulanten 8 Tsd. Kontrakte abbauten. Das ist zu wenig – hier zeigt sich ein Überangebot und Schwäche am Markt. Die vier großen Händler an der COMEX hatten ihre Netto-Shortposition um 7 Tage der Weltproduktion reduziert. Dass sich diese so deutlich eindecken konnten, unterstreicht die Schwäche des Silbermarktes noch einmal – ohne deren Eindeckung wäre der Silberpreis noch tiefer gefallen.

Die Kleinspekulanten sind bereits ziemlich bärisch positioniert, was als antizyklischer Indikator ein leichter Hoffnungsschimmer für die Bullen ist. Die aggregierte Long-Position ist jedoch immer noch extrem hoch und spricht weiterhin eher für eine Korrektur des Silberpreises. Zum Open Interest sind die Daten weiterhin deutlich im Verkaufsbereich und es besteht das hohe Risiko eines Long-Drops auf 22 US-Dollar oder tiefer.

Gibt der Goldpreis nach, so wird der Silberpreis überproportional entsprechend der Schwäche im Markt korrigieren. Die CoT-Daten sind weit davon entfernt, ein grünes Signal für bedenkenlose Käufe zu liefern.

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Die Terminmarktdaten für Silber sind bestenfalls als neutral zu werten

Nach einer trendlosen Phase über einen Monat hinweg, brach der Silberpreis aus seiner Handelsspanne nach unten aus. Charttechnisch zeigte sich in den Tagen vor dem Einbruch bereits deutliche Schwäche von Silber im Verhältnis zum Goldpreis.

In den letzten Handelstagen hatte sich eine erneute Bärenflagge am Silbermarkt ausgebildet. Sollte der Goldpreis in der nächsten Woche unter 1.800 US-Dollar handeln, dann wird die Bärenflagge am Silbermarkt mit hoher Wahrscheinlichkeit bärisch aufgelöst werden, womit sich ein technisches Korrekturpotenzial bis 24 US-Dollar eröffnen würde.

Das bullische Szenario, das jedoch eher unwahrscheinlich ist, wäre eine Rückeroberung der vorherigen Handelsspanne über 25,80 US-Dollar. Damit und über 25,60 US-Dollar, würde es dann zwei kurzfristige Kaufsignale geben. Die Prämisse für dieses Szenario wäre jedoch, dass der Goldpreis deutlich ansteigen und sich über 1.850 US-Dollar halten kann, was den Silberpreis letztlich mit nach oben ziehen dürfte. Nach der Schwäche in den CoT-Daten der letzten Wochen, ist eine isolierte Rallye des Silberpreises ohne einen Anstieg des Goldpreises sehr unwahrscheinlich geworden.

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Silber bildet aktuell eine neue Bärenflagge aus, was ein bärisches Fortsetzungsmuster ist

Im größeren Bild des Tagescharts wird eine große Handelsspanne zwischen 28 US-Dollar auf der Oberseite und 22 US-Dollar auf der Unterseite sichtbar. Sollte das letzte Verlaufstief bei 24 US-Dollar keinen Halt bieten, so dürfte es bei 22 US-Dollar kurzfristig genügend Kaufinteresse geben, sodass sich der Preis von dort aus wieder erholen dürfte. Antizyklische Käufe machen daher bei 22 US-Dollar Sinn, sollte der Preis kurzfristig im August noch einmal so weit korrigieren.

Chart

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Das Sentiment wird langsam bärisch und Spekulanten beginnen auf einen fallenden Preis zu setzen

Silber handelte über fünf Jahre hinweg in einer Handelsspanne zwischen 14 US-Dollar auf der Unterseite und 19 US-Dollar auf der Oberseite. Seit dem bullischen Ausbruch Mitte 2020 ist das langfristige Chartbild sehr bullisch. Im Wochenchart ist das dreimalige Scheitern am Widerstand bei 28 US-Dollar noch deutlicher sichtbar. Selbst ein Rücksetzer auf die Unterstützung bei 19 US-Dollar, was zuvor der langfristige Widerstand war, würde das übergeordnet charttechnisch bullische Bild nicht zerstören. Dennoch sehen wir aktuell das realistische Korrekturpotenzial im schlimmsten Fall bei 22 US-Dollar liegen, wo wir ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis für Käufe auf kurz-, mittel- und langfristige Sicht sehen.

Im nächsten Jahr ist ein Anstieg über den Widerstand bei 28 US-Dollar denkbar, was den Silberpreis, spekulativ getrieben, schnell bis auf 36 US-Dollar hieven dürfte. Mit dem Scheitern der Geldpolitik, fortgesetzten Anleihenkäufen und inflationsinduziert steigenden Zinsen, werden Gold und auch Silber zum Schutz vor Inflation zunehmend gefragt werden. Es dürfte sich dann über einige Jahre hinweg ein Defizit am physischen Markt entwickeln, das Silber weit über sein Allzeithoch bei 50 US-Dollar tragen wird. Antizyklische Käufe bei 22 US-Dollar wären daher im Umfeld eines wahrscheinlichen Stagflationsjahrzehnts eine äußerst günstige Kaufgelegenheit.

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Das Ende der aktuell laufenden Korrektur wird eine womöglich letzte günstige Kaufchance bieten