Schnelle und sichere LieferungSchnelle und sichere Lieferung Kostenloser Versand ab 5.000 €Kostenloser Versand ab 5.000 € Sicheres Bezahlen mit KäuferschutzSicheres Bezahlen mit Käuferschutz Mehrfach TestsiegerMehrfach Testsieger

Preisgarantie: 00:00 Minuten

Kriegsangst treibt Goldpreis – Inflation auf Rekordniveau

Am Freitagabend um 19:30 Uhr twitterten zwei amerikanische Reporter, Wladimir Putin hätte sich entschieden, in die Ukraine einzumarschieren und dies dem Militär mitgeteilt. US-Regierungsmitarbeiter würden den Angriff in der kommenden Woche erwarten, mit zwei Tagen Flächenbombardement und elektronischer Kriegsführung, worauf die Invasion mit dem Ziel eines Regimewechsels folgen würde. Auf diese Meldung hin sprang der Goldpreis vom Fleck weg 20 US-Dollar nach oben und der Rohölpreis 2,5 US-Dollar auf fast 95 US-Dollar je Fass. Besonders stark reagierte der Palladiumpreis mit einem Plus von 160 US-Dollar (+7 %) binnen 15 Minuten, nachdem zuvor noch ein Zwei-Wochentief getestet wurde. Da 40 % der weltweiten Jahresproduktion aus Russland kommt, hätten mögliche Sanktionen starke Auswirkungen auf das Angebot und somit den Preis. Der US-Dollar wurde hingegen sofort stärker, während der russische Rubel einbrach.     

„War, what is it good for?“ – Wie die Geschichte zeigt, war und ist Krieg ein gern genutztes Mittel von Staaten, um von hausgemachten Problemen abzulenken. Beispielsweise von Schulden- und Finanzkrisen, grassierender Inflation und steigender Armut. Insbesondere der US-Notenbank käme eine neue Krise gerade recht, könnte man so vom geplanten Weg der Zinsanhebungen und der Reduzierung der Notenbankbilanz abweichen. Ich bin seit langer Zeit der Auffassung, dass man auch diesmal gewillt ist, künstlich eine neue Krise und somit einen Sündenbock zu schaffen, dem man letztlich die Schuld für steigende Rohöl- und Konsumentenpreise in die Schuhe schieben kann. Es ist daher wahrscheinlich, dass es in diesem oder nächsten Jahr zu mehr als Säbelrasseln kommen könnte, da viele Regierungen davon profitieren würden.

Ob es in der neuen Woche nun zu einem Waffengang kommen wird oder nicht, die Gerüchte haben bereits dazu geführt, dass der Goldpreis, der sich in den letzten Monaten eingekeilt hatte, nach oben über einen wichtigen Abwärtstrend ausbrechen konnte. Allein dieses Signal hat zu Short-Eindeckungen bei den Bären geführt, die nun vorsichtig geworden sind und sich zurückhalten dürften, während die Bullen damit ein Kaufsignal erhielten und ermutigt wurden. Man bekommt diesen Geist nur dann wieder zurück in die Flasche, wenn die Notenbanken und das Plunge Protection-Team zu Wochenbeginn auf den Goldpreis hämmern, das Signal negieren und anschließend den Goldpreis unter den nahen Aufwärtstrend prügeln mit Preisen unter 1.800 US-Dollar.

Chart

Zum Vergrößern hier klicken

Die Kriegsgerüchte haben den Goldpreis über den Abwärtstrend spitzen lassen

Wir sind daher sehr gespannt, wie die Edelmetallpreise in die neue Handelswoche starten werden. Sollte dem Goldpreis der Ausbruch gelingen, dürften schnell weitere Spekulanten aufspringen und diesen weiter nach oben treiben. Auch der Silberpreis hat sich in den letzten Monaten zwischen der Unterstützung bei 22 US-Dollar und einem Abwärtstrend eingekeilt. Bricht der Goldpreis aus, dann wird auch Silber den Abwärtstrend überwinden und ein Kaufsignal mit dem Ziel bei 28 US-Dollar erzeugen. Nach Wochen der Lethargie am Edelmetallmarkt ist es nun sehr spannend geworden. Auch die Goldminen konnten mit dem Anstieg des Goldpreises in der letzten Woche deutlich um 7,7 % zulegen.

Die Ereignisse der letzten Woche haben uns einen Vorgeschmack darauf gegeben, was bei einem künftigen militärischen Konflikt am Markt geschehen dürfte. Es scheint unwahrscheinlich, dass sich die Kriegsgerüchte in der neuen Woche bewahrheiten werden, weshalb es möglich ist, dass man den Goldpreis wieder zurück unter den Abwärtstrend klopfen wird im Umfeld eines wieder stärkeren US-Dollars. Dennoch ist die Gefahr eines Krieges am Horizont, was man nun mittelfristig in diesem Jahr auf dem Radar haben sollte. Ein militärischer Konflikt wird den Notenbanken die Legitimation für weitere QE-Programme geben, was den Goldpreis schnell dauerhaft auf neue Allzeithochs katapultieren wird.

Neue rekordhohe Inflation in den USA

Am Donnerstag wurden in den USA neue Zahlen zur Inflation veröffentlicht, worauf der Goldpreis auf 1.840 US-Dollar anstieg. Der amerikanische Verbraucherpreisindex stieg im Dezember um 7,5 % zum Vorjahr an, so stark wie seit 40 Jahren nicht mehr. Damit wurde die Erwartung des Marktes von 7,3 % übertroffen und auch zum Vormonat war die Inflation mit 0,6 % (Erwartung: 0,5 %) höher als der Marktkonsens. Die Kerninflationsrate stieg um 6 % an und damit auch stärker als die erwarteten 5,9 %. Die Teuerung nach der alten Berechnungsmethode, die man bis 1980 verwendet hatte, lag im Januar bei 15,6 % und markierte damit den höchsten Stand in der Geschichte der USA.

Chart

Zum Vergrößern hier klicken

Die Inflation in den USA hat ein neues Rekordhoch erreicht

Der Goldpreis reagierte darauf in einer ersten Reaktion mit einem Preissprung, was zeigt, dass Investoren langsam verstehen, dass hohe Inflationsraten ein Grund sind, Gold zu kaufen. Im letzten Jahr hatten Investoren diametral gegensätzlich Gold verkauft bei hohen Inflationsraten, da man Zinsanhebungen fürchtete.

Angesichts der hohen Preissteigerung in den USA sieht der Markt die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung um 50 anstatt 25 Basispunkte zur Notenbanksitzung im März bereits bei 50 %. Die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs erwartet sogar sieben Zinsschritte und einen Zinssatz von 1,85 % zum Jahresende.

Entgegen der medialen Berichterstattung bekämpfen die Notenbanken die Inflation nicht mit der Anhebung der Zinsen, sondern Sie folgen nur dem Marktzins, der einen entsprechenden Ausgleich zur Inflation einfordert. Ein fairer Marktzins läge bei der aktuellen Inflationsrate bei etwa 11 % in den USA und eine Zinsanhebung auf 2 % muss weiterhin als ultralockere Geldpolitik angesehen werden, die weiterhin bullisch für den Goldpreis ist. Sobald die Notenbank aufhört, als Käufer der letzten Instanz Staatsanleihen aufzukaufen, werden die Zinsen weiter Richtung eines fairen Wertes ansteigen. Die realen Zinsen in den USA lagen Ende Januar damit bei -5,7 % nach der offiziellen Berechnungsmethode und nach der alten Berechnungsmethode bei -13,8 %, was zeigt, dass noch viel Platz nach oben für weitere Zinsanstiege vorhanden ist.

Chart

Zum Vergrößern hier klicken

Real befinden sich die Renditen für US-Staatsanleihen weit im negativen Bereich

Lediglich die Extraktion von Liquidität durch eine Reduzierung der Notenbankbilanz könnte das weitere Inflationspotenzial verringern. Die letzten zehn Jahre zeigten jedoch, dass keine Notenbank dies jemals nachhaltig gemacht hat. Für 2022 ist daher kein Ende der Geldentwertung in Sicht und bestenfalls ist mit einer vorübergehenden Abschwächung der Teuerung in der zweiten Jahreshälfte zu rechnen.

Die Aktienmärkte fürchten die Zinsanhebungen jedoch wie der Teufel das Weihwasser, da die Margen der Unternehmen unter Druck kommen und ein Deleveraging der Hausse ein Ende setzen wird. Noch vor zwei Jahren hielten alle Ökonomen Zinsanhebungen für unmöglich, doch unsere Prognose, wonach die steigenden Konsumentenpreise aufgrund neuer QE-Programme der Notenbanken diesmal Zinsanhebungen erzwingen wird, was letztlich in einem rezessiven Umfeld in einer Stagflation enden muss, war richtig. Wir hatten dies als einziger Ende 2019 bereits vorausgesagt und Anfang 2020 zum Beginn der Krise stets bekräftigt.

Der Anstieg der Zinsen in diesem Jahr im Umfeld eines stärkeren US-Dollars ist ein kurzfristiges Risiko für den Goldpreis. Sollte ein militärischer Konflikt erst weiter in der Zukunft liegen, so dürfte das kurzfristige Anstiegspotenzial in diesem Umfeld erst einmal begrenzt bleiben, bis die Anleihen- und Aktienmärkte einbrechen und so neue QE-Programme lanciert werden, was die Basis einer neuen Rallye des Goldpreises sein wird.

Die Anleihenmärkte hatten bereits 2020 ihren Zenit überschritten, wobei die Talfahrt am Anleihenmarkt, der Mutter aller Blasen, in den nächsten Jahren weitergehen wird. Der Aktienmarkt wird dieser Entwicklung real zwingend folgen, wenn auch neue QE-Programme künftig aufgrund der monetären Illusion darüber hinwegtäuschen werden. Die zehnjährigen deutschen Zinsen liegen erstmals wieder bei 0,3 % – Tendenz steigend – während der Spread zwischen den zehn- und zweijährigen US-Staatsanleihen auf 0,47 % gesunken ist. Eine Rezession ist unausweichlich in den kommenden Jahren und die Reaktion der Notenbanken darauf mit neuen QE-Programmen ist vorhersehbar. Die Edelmetallpreise werden daraufhin mit starken Preisanstiegen reagieren, weshalb wir Ihnen empfehlen, jegliche Rücksetzer am Goldpreis für Käufe zu nutzen.

ChartZum Vergrößern hier klicken

Die Zinsen steigen weltweit inflationsinduziert an