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Mehr Schulden, mehr Geld, mehr Inflation, steigender Goldpreis

Gold und Silber handelten vergangene Woche trendlos in einer engen Spanne, direkt an ihren Unterstützungen bei 1.760 US-Dollar bzw. 26 US-Dollar. Spekulanten gelang es bei beiden Edelmetallen nicht, eine Gegenbewegung nach den starken Abverkäufen der Vorwoche zu initiieren. Einzig der Platinpreis legte nach dem starken Rücksetzer deutlich um über 90 US-Dollar seit dem Korrekturtief bei 1.024 US-Dollar zu, das wir frühzeitig ausgerufen hatten. Auf diesem Preisniveau dürften industrielle Verbraucher ein Schnäppchen gesehen, die Hände aufgehalten und den Preisverfall gestoppt haben. Auch der Terminmarkt hatte sich bei Platin bereits gut bereinigt, womit sich weiteres Korrekturpotenzial reduziert hat.

Der HUI-Goldminenindex gab leicht um 0,7 % auf 269 Punkte nach, während der Goldpreis 1 % zulegen konnte. Die Minenaktien folgen dem Goldpreis immer mit einer kurzen Zeitverzögerung. Wir hatten bei 320 Punkten zur Gewinnmitnahme geraten, da wir eine Korrektur bei den Metallen und Minenaktien erwartet hatten. Ein neues Signal für weitere Käufe oder Verkäufe entsteht erst mit einem bullischen oder bärischen Ausbruch aus der aktuellen Handelsspanne am Goldmarkt.

Nach dem starken Anstieg des US-Dollars, kam der US-Dollar-Index in der vergangenen Woche korrektiv etwas zurück, doch deutet sich bereits an, dass hier der Anstieg in den kommenden Wochen weitergehen dürfte. Diametral gegensätzlich wäre eine weitere Talfahrt des Euros wahrscheinlich, der einen Pull Back an den Widerstand bei 1.199 US-Dollar in der vergangenen Handelswoche abgeschlossen hatte.

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Der US-Dollar zeigt sich stark und die Edelmetalle gegensätzlich schwach

James Bullard, Chef der Notenbank in St. Louis, sagte kürzlich, dass die erste Anhebung des Leitzinses bereits im nächsten Jahr kommen könnte, was Verkaufsdruck bei Gold auslöste. Jerome Powell, Chef der US-Notenbank, beruhigte hingegen vergangenen Dienstag und wiederholte, dass man keine Eile habe, die Zinsen anzuheben. Weiterhin werde man nicht präventiv auf die Inflationsangst des Marktes mit Zinsanhebungen reagieren. Man werde auf Beweise für tatsächliche Inflation oder andere Ungleichgewichte warten, bevor man agiert. Dies bezieht sich auf die Annahme der Fed, wonach der historisch starke Anstieg der Konsumentenpreise im Mai nur ein vorübergehendes Phänomen sei.

In der Tat sind einige Rohstoffpreise, die aufgrund der Lieferengpässe stark angestiegen waren, wieder deutlich gefallen oder im Begriff, wieder zu korrigieren. So hat sich beispielsweise der Preis für Bauholz in den USA wieder von 1.700 US-Dollar auf 780 US-Dollar je Tonne halbiert. Dennoch ist das immer noch ein hoher Preis, denn vor den Lockdowns hat Bauholz gerade einmal 450 US-Dollar gekostet. Einige sehr starke Preisanstiege sind zwar temporär, doch werden die Preise durch die Bank hinweg nachhaltig erhöht bleiben und in den kommenden Jahren mit der Entwertung der Fiat-Währungen weiter steigen. Dies ist ein zwingend logischer Prozess, der nicht durch entsprechende Produktivitätssteigerungen wettgemacht werden kann. Wir erwarten, dass sich der Anstieg der Konsumentenpreise im dritten Quartal beruhigen wird, um im nächsten Jahr wieder deutlicher anzusteigen und weitere Inflationsangst zu schüren, worauf die Edelmetalle mit Preisanstiegen reagieren werden.

Die Fed wird die Zinsen noch einige Zeit niedrig belassen, während sie weiterhin die neuen Schulden der US-Regierung aufkaufen und so den Inflationsdruck ständig erhöhen wird. Selbst eine Drosselung der Anleihenkäufe liegt noch in ferner Zukunft und man kann gewiss sein, dass die Notenbanken den Fuß auf dem Gaspedal halten und die Druckerpressen weiterhin auf Hochtouren laufen werden. Es ist das Ziel der Notenbank, ebenso wie in der Stagflation der siebziger Jahre, der Inflation und den Zinsen hinterherzulaufen, um so über Negativzinsen eine Entschuldung des Kreditgeldsystems herbeizuführen. In der vorletzten Woche hat die Bilanzsumme der US-Notenbank erstmals die Schallmauer von 8 Billionen US-Dollar überschritten. Dies bedeutet, dass die Geldmenge in weniger als zwei Jahren verdoppelt wurde, was am Ende des Tages, wenn die Geldmenge bis zum Verbraucher durchgesickert ist, einer Halbierung der Kaufkraft des US-Dollars entspricht. Der Goldpreis, dessen Geldmenge nahezu unverändert bleibt, sollte sich dementsprechend in der gleichen Zeit verdoppelt haben.

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Die US-Notenbankbilanz übersprang die Marke von 8 Billionen US-Dollar – die sorgt für steigende Preise und steigende Zinsen

Joe Biden hat nun einen neuen Infrastrukturplan verkündet, der Investitionen in Höhe von 1,3 Billionen US-Dollar in Straßen, Brücken, das Eisenbahnnetz, Öffentliche Verkehrsmittel, Flughäfen und Verbesserungen des Strom- und Breitbandnetzes über die nächsten acht Jahre vorsieht. Biden hat sogar seine Unterstützung für ein weiteres Ausgabenprogramm in Höhe von weiteren 6 Billionen US-Dollar angedeutet, das vorsieht, Reiche stärker zu besteuern, um Familien, Rentner und die Ausbildung zu fördern. Die Besteuerung von Unternehmen und Reichen wird letztlich immer auf die Ärmsten zurückfallen und sie werden es sein, die die Zeche über höhere Preise, niedrigere Produktivität, schrumpfende Wirtschaftsleistung und somit weniger Güter zu tragen haben. Die einzige Krisenintervention, die Sinn machen würde, wäre die Senkung von Staatsausgaben und Steuern, was wieder einen neuen realen und vor allem nachhaltigen Boom auslösen würde.

Die US-Regierung hat aktuell eines der größten Handels- und Haushaltsdefizite der Geschichte und wird auch diese Ausgaben über die Neuaufnahme von Schulden finanzieren. Auch hier werden es die Bürger sein, bzw. im Falle dieser internationalen Handelswährung, alle Halter von US-Dollar, die die Inflationssteuer bezahlen müssen. Dem Staat mangelt es an finanziellen Mitteln und alle vom Staat getätigten Ausgaben müssen vom Bürger entweder über Steuern oder hinterrücks über die Inflationssteuer wieder eingebracht werden. Eine Möglichkeit, sich vor dieser Besteuerung zu schützen, ist die langfristige Investition in inflationsgeschützte Anlageklassen.

Wenn Sie für das Alter vorsorgen und sparen wollen, dann sollten Sie die staatlichen Fiat-Währungen meiden und in Gold investieren, dessen Preis in den letzten 20 Jahren jährlich um 10 % pro Jahr gestiegen ist. Der Goldpreis hat die Inflationssteuer ausgeglichen, während in der gleichen Zeit die Kaufkraft von Euro-Ersparnissen in den vergangenen beiden Jahrzehnten größtenteils ausgelöscht wurde. Nutzen Sie das Ende der aktuellen Korrektur, um noch einmal günstig nachkaufen zu können!