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Technische Analyse zu Palladium zum 04.05.2020

Überangebot aufgrund Einbruchs der Automobilnachfrage

Terminmarkt: Seit einem Monat enorme relative Schwäche und Überangebot

Der Preis stieg zur Vorwoche um 28 $, während die Positionierung unverändert blieb, was leichte relative Stärke zeigte. Auf Monatssicht und zu den Vorwochen zeigt sich hingegen mittlerweile deutliche relative Schwäche in den Daten. Das Bild hat sich nun völlig gewendet in den letzten Wochen. Obwohl die CoT-Daten im Kaufbereich sind, ist Palladium kein Kauf, da es ein deutliches Überangebot am physischen Markt gibt, aufgrund der am Boden liegenden Automobilnachfrage. Dieses Umfeld könnte noch einige Zeit so bleiben und der Preis solange fallen, bis sich die Wirtschaft erholt und die Unsicherheiten abgenommen haben. Die leichte Stärke zur Vorwoche darf man angesichts der Schwäche der Vorwochen nicht überbewerten − eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

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Der Terminmarkt für Palladium ist im bullischen Kaufbereich, doch zeigt er relative Schwäche.

In der folgenden Tabelle sieht man auch deutlich die Ursache des Überangebots am Palladiummarkt. Die Neuwagenverkäufe sind um 50 % eingebrochen und da Palladium primär in Benzinkatalysatoren industriellen Verbrauch findet, nahm die Nachfrage drastisch ab, sodass es nun ein Überangebot am Palladiummarkt gibt. Die Automobilnachfrage wird so schnell nicht wieder anziehen, sodass wir auf Sicht mehrerer Monate ein Überangebot am Palladiummarkt sehen könnten, was den Preis weiter auf Talfahrt schicken dürfte. Damit erklärt sich auch die relative Schwäche am Terminmarkt.

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Die Automobilnachfrage brach weltweit um durchschnittlich 50 % ein (Quelle: Zerohedge).

Im Chart sehen wir, wie es zu kurzfristigen Käufen am Palladiummarkt nach dem starken Einbruch kam. Dabei dürfte es sich womöglich um kurzzeitig starke Investmentnachfrage sowie Käufe von industriellen Verbrauchern gehandelt haben, die die günstigen Preise nutzten. Das Überangebot zeigt sich nun jedoch und jedes Hoch ist tiefer, wobei sich ein Abwärtstrend ausgebildet hat. Angesichts der fundamentalen Daten dürfte der Palladiumpreis in den kommenden Wochen wieder auf das Crashtief bei 1.500 $ fallen.

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Neuer Abwärtstrend bei Palladium.

Ich hatte genau dieses Szenario eines starken Preiseinbruchs in einem rezessiven Umfeld im vergangenen Jahr für dieses Jahr bereits prognostiziert und deshalb vor Käufen am Palladiummarkt gewarnt. Der Wochenchart zeigt auch, dass der Preiseinbruch in 2008 stärker war und sich über mehrere Monate hinzog. Danach erholte sich der Preis jedoch relativ schnell wieder im Folgejahr.

Wir hoffen, dass sich dieses Muster wiederholen wird. Womöglich wird der Palladiumpreis in den kommenden Wochen noch einmal in den Bereich seiner Unterstützung bei 900 $ fallen, wo wir dann ein interessanten Kaufniveau vorfinden dürften. Gibt es dort dann technische Kaufsignale und womöglich wieder relative Stärke am Terminmarkt, dann werden wir hier antizyklisch kaufen, um dann von einer wirtschaftlichen Erholung und einem relativ schnell steigenden Palladiumpreis profitieren zu können. Unser Worst-Case-Szenario sieht aktuell einen Rücksetzer auf 600 $, wo wir spätestens antizyklische Käufe tätigen werden. Natürlich bleiben wir immer mit einem Auge bei der Entwicklung am Terminmarkt und werden ggf. früher kaufen, wenn sich das Überangebot in ein Defizit am physischen Markt wandeln sollte.

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Der Palladiumpreis könnte auf 900 $ fallen.