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Technische Analyse zu Platin zum 30.03.2020

Langfristig ein Kauf, kurzfristig noch Vorsicht

Terminmarkt: Relative Stärke auf historisch niedrigem Preisniveau

Der Preis war am Stichtag, den 24.03.2020, um 53 $ gestiegen und der CoT-Index dabei 5 Punkte gestiegen. Dies zeigt deutliche relative Stärke. Verbraucher aus der Industrie dürften die günstigen Preise genutzt haben, um auf Vorrat zu kaufen und zusätzlich dürften langfristig agierende, antizyklisch handelnde Investoren hier in das fallende Messer gegriffen haben. Absolut haben sich die CoT-Daten jetzt schon gut bereinigt. Angesichts der relativen Schwäche der Vormonate in einem jetzt rezessiven Marktumfeld muss sich der Terminmarkt erst noch deutlicher bereinigen, bevor man unbesorgt mit einem guten CRV auf kurzfristige Sicht Käufe tätigen kann.

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Der Terminmarkt zeigte zur Vorwoche eine schöne Bereinigung der Spekulation.

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Die einfache Darstellung zeigt an der gelben Färbung, dass die Spekulanten historisch eher eine neutrale Position halten.

Der folgende Daily-Chart von Platin zeigt den massiven Einbruch des Platinpreises. Seit Jahresanfang hatten wir einen Rücksetzer auf 860 $ und dann auf 800 $ prognostiziert und Preisanstiege auf 1.000 $ als Chance ausgerufen, um von einem fallenden Preis zu profitieren. Als die Coronakrise in China aufzog und die Hälfte der chinesischen Volkswirtschaft zum Stillstand kam und letztlich die Automobilnachfrage dort völlig einbrach, wurde uns bewusst, dass der nächste Rücksetzer auch noch deutlich tiefer gehen könnte im Worst Case einer Pandemie, was ich auch klar nach außen kommunizierte.

Es ist genauso gekommen und man konnte mit diesem sicheren Short-Trade extrem große Gewinne erzielen. Das Ausloten des Tiefs, um jetzt wieder kurzfristig auf die Käuferseite zu wechseln, ist hingegen schwierig. Einerseits kam es zu einem extremen Abverkauf um über 40 %, doch steht die Automobilindustrie, die der Hauptverbraucher von Platin ist, in Europa noch immer still, weshalb die Nachfrage relativ gering ist. Kurzfristig ist ein erneuter Test der Tiefs mit einer Ausbildung eines doppelten Bodens durchaus möglich, weshalb Spekulanten kein gutes CRV vorfinden und kurzfristig noch vorsichtig sein müssen.

Langfristig agierende Investoren sollten einen erneuten Rücksetzer auf unter 600 $ jedoch nutzen, um auf Sicht von zehn Jahren antizyklisch in Platin zu investieren. Im Ratio zu Gold, Silber und Palladium ist Platin aktuell historisch günstig und es gibt einige Faktoren, die dazu führen könnten, dass Platin langfristig die anderen Edelmetalle outperformen kann. Man sollte Platin jedoch nicht mit mehr als 5 % bis höchstens 10 % zu einem Edelmetalldepot beimischen.

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Der Platinpreis brach zuletzt um über 40 % ein und lotet aktuell einen Boden aus.