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Technische Analyse zu Silber zum 02.11.2020

Sell Off für Käufe nutzen!

Terminmarkt: Schwäche zur Vorwoche und deutliche Manipulation in den vergangenen Wochen

Die Netto-Shortposition der Big 4 erhöhte sich von 49 auf 52 Tage der Weltproduktion und die der Big 8 stieg von 58 auf 60 Tage an. Der Preis fiel um 38 US-Cent zur Vorwoche, während die Spekulanten 0,4 Tausend Kontrakte netto verkauften. Dies zeigt eine leichte Schwäche zur Vorwoche, die sich insbesondere durch die mutmaßliche Manipulation in Höhe von drei Tagen der Weltproduktion erklärt. Man hatte hier alle Hände voll zu tun, den Preis im Zaum zu halten als der Abwärtstrend in US-Dollar kurzzeitig aufgrund der plötzlichen Verunsicherung zum Ausgang der US-Wahl brach, da US-Präsident Trump vermeintlich einen positiven PCR-Test erhielt. Der Anstieg der Positionierung bei den BIG 4 legt die Vermutung nahe, dass eine sehr starke Hand den bärischen Verlauf des Silbermarktes in den letzten Wochen mit dem hohen Aufbau nackter Shortpositionen bestimmt hat.

Insgesamt haben sich die Daten zur Vorwoche leicht verschlechtert. Gerade der Silberpreis könnte überproportional zum Gold noch einmal kurzfristig fallen. Es scheint, als wollte man hier unbedingt, dass all jene Spekulanten, die hoch gehebelte Positionen halten, da sie zu früh in das fallende Messer griffen, noch einmal aus dem Markt geschüttelt werden.

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Die Terminmarktdaten zeigen mit einem CoT-Index von 36 Punkten, dass das Sentiment immer noch relativ optimistisch ist

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Der starke Aufbau von nackten Short-Positionen am Terminmarkt war in diesem Jahr ungewöhnlich in fallende Kurse hinein 

Nachdem der Silberpreis im August ein Hoch bei 30 US-Dollar erreicht hatte, den höchsten Stand seit Anfang 2013, folgte die Ausbildung eines Doppeltops und eine erste scharfe Korrektur. Auf diese folgte ein erneuter Angriff der Bullen, der jedoch stets am Widerstand bei 28 US-Dollar durch die Bären abgewehrt wurde. Entmutigt warfen die Bullen Mitte September das Handtuch und es kam zu einem weiteren Rücksetzer auf 21,65 US-Dollar im Tief. Auch hier kauften die Bullen wieder das Korrekturtief, doch wurde ein Aufwärtstrend gebrochen und ein neuer Abwärtstrend ausgebildet, der zum aktuellen Zeitpunkt noch intakt ist.

Die 200-Tage-Linie läuft aktuell bei 20 US-Dollar und betrachtet man den Anstieg seit dem Tief vom März als eine Impulswelle, so entspräche eine Korrektur bis 20 US-Dollar einem 50 %-Retracement und bis 18,50 US-Dollar einem 62 %-Retracement. Im Umfeld der aktuellen QE-Programme, die sich in den kommenden Jahren noch fortsetzen dürften, und angesichts des historisch hohen Goldpreises, erwarten wir auch eine anhaltend starke Investmentnachfrage und folglich steigende Silberpreise in den kommenden Jahren. Kurzfristig zeigt die Geschichte jedoch, dass der Silberpreis auch während eines Bullenmarktes in der Regel starke Anstiege immer um 50 % bis 100 % korrigiert, bevor dieser zu neuen Hochs aufbricht.

Vielen prozyklisch und langfristig agierenden Investoren, die in den letzten Jahren immer zum Hoch einer Bewegung zu spät in den Markt gesprungen sind, brachte diese Eigenschaft des Silberpreises viel Frust. Professionellen Swing-Tradern hingegen ermöglicht dies außergewöhnlich gute Setups und somit große zusätzliche Gewinne, wenn man antizyklisch handelt, Buchgewinne einstreicht und ggf. bei einem sehr guten CRV auch einmal auf einen fallenden Preis setzt. Antizyklisch sehen wir im Swing-Trading im Bereich von 20,50 US-Dollar bis 19 US-Dollar ein gutes Setup für antizyklische Käufe auf mittelfristige Sicht von drei bis neun Monaten.

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Der Silberpreis hat einen Aufwärtstrend gebrochen und droht erneut abzurutschen 

Der Wochenchart für Silber in US-Dollar seit 2009 zeigt, dass ein Rücksetzer auf den früheren Widerstand bei 19,50 US-Dollar, der jetzt als Unterstützung fungiert, ein ideales Setup für antizyklische Käufe auf langfristige Sicht liefern würde. In den nächsten ein bis zwei Jahren stehen die Chancen für einen erneuten Anstieg auf das Allzeithoch bei 50 US-Dollar angesichts steigender Investmentnachfrage sehr gut!

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Nach der Korrektur dürfte der historisch günstige Silberpreis wieder deutlich ansteigen 

Im Kurzfristchart sind unsere Kauf- und Verkaufssignale sowie Marken der letzten drei Monate zu sehen. Wir hatten beide Einbrüche richtig antizipiert und auch die Zwischenerholungen wieder auf der Longseite gehandelt. In US-Dollar gelang Mitte Oktober ein kurzzeitiger Ausbruch aus dem Abwärtstrend im Chart für Silber in US-Dollar, da der US-Dollar einen Schwächeanfall erlitten hatte, nachdem US-Präsident Donald Trump ins Krankenhaus kam. Interessant und sehr aussagekräftig ist, dass der Ausbruch von den Bullen zwar gekauft wurde, jedoch kein bullisches Momentum folgte und es keine charttechnische Bestätigung des Ausbruchs gab. Mit dem Ausbruch zeigten sich Gold und Silber schwach, während die Positionierung der BIG 4 anstieg.

Auch hier kam es infolge des False Breaks zu einem Long-Drop am Terminmarkt mit einem Rückfall des Preises in den Abwärtstrend in der vergangenen Handelswoche. Nach einem Tief bei 22,70 US-Dollar folgte eine Erholung an den Abwärtstrend, der bis dato intakt ist. Dieser Preisrückgang um 2,50 US-Dollar erfolgte im Umfeld eines wieder deutlich stärkeren US-Dollars.

Sollte der US-Dollar den starken Anstieg in den nächsten zwei Tagen korrigieren, dann wäre ein erneuter Anstieg auf etwa 24,50 US-Dollar möglich. Dafür müsste der Abwärtstrend jedoch brechen. Sollte dieser in der kommenden Woche jedoch den Angriff der Bullen abwehren, dann würde dies das Setup für eine Fortsetzung der Korrektur bis 20 US-Dollar liefern. Unsere Augen sind damit auf den Abwärtstrend gerichtet.

Sollte US-Präsident Trump die Wahlen gewinnen, so dürfte der US-Dollar kurzzeitig stark werden mit einem Short-Squeeze beim USD-Index, was zu einer finalen Korrektur am Silbermarkt bis ca. 20 US-Dollar führen könnte. Dort fänden wir ein gutes Setup für Käufe. Ein überraschender Sieg Bidens, trotz beginnender FBI-Ermittlungen, wäre hingegen extrem bullisch für Goldund Silber.

Nach drei Monaten erfolgreichem Trading auf der Shortseite, neigt sich die Korrektur ihrem Ende zu und der finale Take Profit bzw. die Zeit für Käufe scheint nah zu sein. Wir wollen jetzt lediglich noch das Tief abpassen, um möglichst günstig neue Käufe tätigen zu können.

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Ein Rückfall in den Trend nach einem Ausbruch ist bärisch, zumal der Ausbruch relativ schwach war

Der Chart für den Silberpreis in Euro sieht nicht gut aus. Hier ist ein Abwärtstrend noch intakt. Weiterhin wurde ein mittelfristiger sowie ein kurzfristiger Aufwärtstrend gebrochen, was ein erneutes Verkaufssignal erzeugte mit dem Ziel bei 17,60 Euro. Dort würden wir jedoch antizyklische Käufe tätigen. Erst mit einem Bruch des Abwärtstrends negiert sich das aktuell noch bärische Signal und wir würden bullisch werden.

Für langfristig agierende Investoren bot der Rücksetzer auf 19 Euro bereits die Chance noch einmal 6 Euro günstiger zu kaufen. Ein finaler Rücksetzer auf 17,50 Euro wäre ein Geschenk, das man nutzen sollte, insbesondere dann, wenn der Rest des Marktes in Panik gerät, was ein schöner Kontraindikator wäre.

Diese Woche wird sehr spannend im Umfeld der US-Wahlen. Der Devisen- sowie der Gold- und Silbermarkt neigen dazu, in der Wahlnacht bis zur Bekanntgabe eines Siegers sehr volatil zu sein. Tradern empfehlen wir, das Risiko zu reduzieren. Antizyklische Kauforders bei 17,50 Euro sind ein interessanter Ansatz für mittelfristig agierende Investoren. Nach den Wahlen werden neue Fiskalprogramme der US-Regierung für neue Liquidität an den Märkten sorgen und so den Gold- und Silberpreis wieder ansteigen lassen. Die nächste Woche wird sehr spannend und Prognosen sind sehr schwer, besonders da die Korrektur bereits ihrem Ende zeitlich nah ist. Wir werden daher nächste Woche sehr kurzfristig agieren. 

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Bei 17,50 Euro je Feinunze Silber sehen wir ein sehr gutes antizyklisches Kaufniveau auf mittelfristige Sicht