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Ziele erreicht – Korrektur neigt sich langsam ihrem Ende zu

Im dünnen Feiertagshandel zum Ende der letzten Woche fiel der Goldpreis unter die Unterstützung bei 1.800 US-Dollar auf 1.774 US-Dollar, während sich der Silberpreis mit einem Tief bei 22,34 US-Dollar relativ stark zum Goldpreis zeigte. Das Mindestpreisziel bei 1.800 US-Dollar, das wir über 2.000 US-Dollar ausgerufen hatten, wurde damit erreicht, sowie das Ziel bei 280 Punkte für den HUI-Goldminenindex. Dieser zeigte sich am Freitag überraschend stark und konnte trotz des Preisrückgangs beim Gold ein leichtes Plus vorweisen. Über Thanksgiving befinden sich in den USA alle Händler im Urlaub und kehren meist erst am Dienstag wieder an ihre Handelstische zurück, weshalb dieser Feiertag sowie die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr zu den umsatzschwächsten Handelstagen des Jahres gehört. In diesem umsatzschwachen Umfeld war es für das Plunge Protection Team und die Notenbanken ein einfaches gewesen, einen Schlag gegen den Goldpreis durchzuführen. Das alljährliche Thanksgiving-Fest erinnert an den Sieg der Marktwirtschaft über die Planwirtschaft, dessen Geschichte hierzulande vielen unbekannt ist. Meinen Artikel dazu aus dem letzten Jahr finden Sie hier: Thanksgiving – Sieg der Marktwirtschaft über die Planwirtschaft.

Der Dow Jones schloss erstmals über 30.000 Punkten und auch der Nasdaq Composite erreichte ein neues Allzeithoch. Die neuen Impfstoffe, die in Bälde zur Verfügung stehen sollen, schüren die Hoffnung auf eine weitere Erholung der Weltwirtschaft. Der Risikoappetit der Anleger steigt dadurch wieder, weshalb es zuletzt starke Abflüsse aus den physisch hinterlegten Gold-Produkten gab und der Aktienmarkt davon profitieren konnte.

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Aktienmärkte und Bitcoin auf Allzeithoch, während Edelmetalle und Minen noch in der Korrektur verharren 

Der US-Dollar fiel vergangene Handelswoche deutlich unter 92 Punkte im USD-Index, was den tiefsten Stand seit zweieinhalb Jahren entspricht. Das Protokoll der letzten Notenbanksitzung, das letzten Mittwoch veröffentlicht wurde, war unspektakulär. Am 16. Dezember gibt es bereits die nächste US-Notenbanksitzung, die neue Impulse für den Gold- und Silbermarkt bringen konnte. Bullisch war hingegen die Ankündigung Bidens, dass unter seiner Präsidentschaft Janett Yellen, die ehemalige taubenhafte Chefin der US-Notenbank, Finanzministerin werden soll. Sie hatte in ihrer Funktion als Fed-Chefin gesagt, dass es während ihrer Lebenszeit zu keiner Finanzkrise mehr kommen würde und damit ihre ökonomische Inkompetenz bewiesen, wobei sie nun inmitten der größten Nachkriegs-Wirtschaftskrise Finanzministerin werden soll. Yellen hob während ihrer Amtszeit in einem konjunkturellen Wirtschaftsaufschwung und einem Aktienbullenmarkt nur einmal die Zinsen an und steht für eine ultralockere Geldpolitik, womit sie für die Demokraten, die dafür bekannt sind das Geld der Steuerzahler mit vollen Händen bedenkenlos auszugeben, die perfekte Wahl ist.

Der Euro, der aufgrund des schwachen US-Dollars auf einen Wechselkurs von fast 1,20 US-Dollar ansteigen konnte, befindet sich aktuell an seinem langfristigen Abwärtstrend. Sowohl die Fed als auch die EZB haben bereits Interventionen auf diesem Wechselkursniveau angekündigt, womit dies womöglich eine gute antizyklische Handelschance darstellt bzw. ein gutes Niveau um das Portfolio gegen eine Abwertung des Euros abzusichern.

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Der Euro befindet sich am Abwärtstrend – werden die Notenbanken eingreifen? 

Die US-Wahl ist bis dato noch nicht entschieden, doch man kann sich sicher sein, dass im kommenden Jahr neue Stimuli seitens der US-Regierung im Billionenrahmen verabschiedet werden. Diese Schulden werden direkt über die US-Notenbank Fed finanziert, denn nur so können die Zinsen am Markt niedrig gehalten werden. Auch in Deutschland und Europa wird man sich auf neue Wirtschaftshilfen einigen und die Europäische Zentralbank als Käufer dieser Schulden am Markt auftreten bzw. Anreize schaffen, dass Geschäftsbanken diese Schuldtitel erwerben werden.

Die Fortsetzung der selbst induzierten Wirtschaftskrise in Deutschland ist auch der Politik bewusst, weshalb man einen neuen Bundeshaushalt über 500 Mrd. Euro auf Pump verabschiedet hat, von dem 180 Mrd. Euro über Neuverschuldung am Kapitalmarkt finanziert werden. Dies ist jedoch nur ein Euphemismus der realen Situation, denn letztlich wird die EZB über weitere quantitative Lockerungen die Schulden entwerten. Die Bundesrepublik hat in ihrer Geschichte noch nie nennenswert Schulden zurückgezahlt, sondern konnte sie die Schuldenquote zum BIP immer nur aufgrund der Inflation bzw. Entwertung der Währung senken, wobei die Ersparnisse der Bürger über diese verdeckte Steuer enteignet wurden.

Der Abwertungswettlauf geht weltweit weiter und der Reset schreitet voran. Wir erwarten weitere QE-Maßnahmen in den kommenden Jahren und einige Jahre mit sehr hoher Inflation. Wer in dieser Zeit seine Ersparnisse nicht an die Inflationssteuer verlieren will, der muss handeln und in Gold und Silber als ultimativen sicheren Hafen investieren.

Bitcoin crasht um 15%

Der Bitcoin erreichte am Mittwoch mit 19.450 US-Dollar fast sein Allzeithoch, nachdem die FOMO (Fear of Mission Out) weitere Käufer anzog und gleichzeitig nur wenige bereit waren in dem zuletzt steilen Anstieg zu verkaufen. Erst sehr nahe am Widerstand des Allzeithochs von 2017 gab es Verkäufer, worauf der Preis um 15% einbrach und auf 16.400 US-Dollar fiel. Eine Korrektur am Allzeithoch ist ein häufiges massenpsychologisches Phänomen, weshalb ich wenige Tage davor meine Abonnenten über den nun möglichen starken Rücksetzer informierte. Im letzten Bullenmarkt dauerte eine derartige Korrektur 4-12 Wochen, wobei sich die Zeitspanne mit dem Fortschritt der Hausse sukzessive reduzierte.

Die hohe Volatilität des Bitcoins erklärt sich aus dem hochspekulativen Charakter dieser Anlageklasse. Der Großteil der Transaktionen in der Blockchain sind rein spekulativer Natur und nur ein winziger Bruchteil der Transaktionen ist auf den Austausch von Waren und Dienstleistungen zurückzuführen. Dass Spekulation einen Großteil des Handelsvolumens darstellt, mag bei den meisten Anlageklassen so sein, doch spielt der Bitcoin seit Jahren als Zahlungsmittel eine zunehmend schwindend geringe Rolle. Zuletzt lag der Preis für eine Transaktion im System kurzzeitig wieder bei 15$, was zeigt, wie ungeeignet es immer noch ist, um Transaktion an der Kasse oder im Online-Handel durchzuführen.

Ist man nicht bereit diese hohen Gebühren zu zahlen, so kann es passieren, dass eine Überweisung Tage oder Wochen dauert, bis sie bestätigt oder im schlimmsten Fall sogar zurücküberwiesen wird, da kein Miner bereit ist diese für weniger Gebühren in die Blockchain zu integrieren. Der Bitcoin ist aufgrund der hohen Transaktionskosten, der teilweise langen Transaktionsdauer und der völligen Transparenz wenig attraktiv und kann mit anderen Online-Zahlungsmethoden nicht mithalten.

Es gibt alternative Kryptowährungen, die anonym, schnell, kostengünstig sowie skalierbar sind und deshalb im Online-Handel ungleich häufiger als der Bitcoin genutzt werden. Dennoch hat der Bitcoin eine 350-mal höhere Marktkapitalisierung als diese Privacy-Coins mit realem Anwendungsnutzen. Den hohen Preis des Bitcoins allein mit seiner Knappheit zu rechtfertigen, die bei diesen Alt-Coins ebenso vorhanden ist, scheint abenteuerlich und die Preisdifferenz allein auf den Hype und die Spekulation in Bitcoin zu gründen.

Mit den neuen und völlig überflüssigen CBDC-Kryptowährungen der Zentralbanken und weiterer Regulierungen dieses Marktes, könnte es für Unternehmen sowie Verbraucher aufgrund steigender Kosten zunehmend unrentabel und sogar risikoreich werden, diese alternativen Kryptowährungen zu nutzen. Bereits jetzt hat der Bitcoin als Tauschmittel versagt und kann keine der ursprünglich vermarkteten Eigenschaften erfüllen, weshalb dieser nur aus spekulativem Grund gehalten und gekauft wird, um ihn später an jemand anderen zu einem höheren Preis wieder zu verkaufen.

Märkte können länger irrational sein, als Shortseller solvent und man sollte nie eine Blase verkaufen, bevor sie platzt. Im Gegenteil kann man davon profitieren und man versuchen den Bullen zu reiten. Ein gutes Money-Riskmanagement und das Platzieren von Stop-Loss Orders ist in den hochvolatilen Kryptomärkten unabdingbar. Einen Ersatz bzw. eine Konkurrenz für Gold und Silber, die seit Jahrtausenden ihre Kaufkraft erhalten haben, stellen Kryptowährungen nicht dar.