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Technische Analyse zu Gold zum 06.12.2021

Tapering und starker Dollar drücken auf den Goldpreis

Terminmarkt: CoT-Report vom 03.12.2021

Der Preis fiel um 16 US-Dollar zur Vorwoche, während die aggregierte Positionierung der Spekulanten um 9 Tsd. Kontrakte abgebaut wurde. Das ist auf den ersten Blick neutral und nach der schwachen Vorwoche waren Angebot und Nachfrage scheinbar ausgeglichen.

Eine Manipulation gab es diesmal nicht. Die BIG4 deckten sich mit 4 Tagen der Weltproduktion ein. Auf den zweiten Blick ist dies eher ein Zeichen dafür, dass die Nachfrage doch schwächer war.

Insgesamt sind die Daten noch nicht gut und der Markt weiterhin überkauft. Zur Vorwoche zeigt sich keine Besserung und noch immer keine Stärke, die wir jedoch sehen müssen, bevor wir kurzfristig einen steigenden Preis erwarten können. Es muss jetzt zusätzliche Investmentnachfrage aufkommen, sonst könnte der Goldpreis noch weiter fallen. Ein Katalysator dafür könnten neue totalitäre Maßnahmen der Regierungen sein, die neue Lockdowns verhängen. Die Notenbanken könnten dann mit weiteren QE-Programmen darauf reagieren, worauf Investoren in Gold flüchten dürften. Ein Risiko bleibt das Tapering in den USA und ein folglich kurzfristig noch stärkerer US-Dollar.

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Die Terminmarktdaten für Gold sind weiterhin im neutralen Bereich

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Die BIG4 hatten in den letzten Monaten ihre Netto-Shortposition abgebaut. Dies ist einerseits gut, doch zeigt es auch Schwäche am Goldmarkt

Der Goldpreis leidet kurzfristig unter einem stärkeren US-Dollar, während der Markt ein schnelleres Ende der QE-Programme und erste Zinsanhebungen schon Mitte nächsten Jahres erwartet. Der Goldpreis konnte am Freitag nicht von den schlechten Arbeitsmarktdaten profitieren und notiert weiter unter der Unterstützung bei 1.800 US-Dollar.

Mitte Oktober hatte der Goldpreis ein vorläufiges Hoch bei 1.870 US-Dollar ausgebildet. Nachdem der Goldpreis schnell stark um 110 US-Dollar gestiegen war, während der Dollar stärker wurde und der Terminmarkt für Gold keine Stärke zeigte, hatten wir dort erst einmal Gewinnmitnahmen empfohlen und dazu geraten, Stop-Loss Orders zu platzieren.

Die Korrektur fiel letztlich stark aus und mittlerweile hat der Goldpreis auch einen kurzfristigen Aufwärtstrend sowie die wichtige Unterstützung bei 1.800 US-Dollar gebrochen. Solange der Goldpreis unter dieser Marke notiert, sollten kurzfristig agierende Trader abwarten, wie weit die Korrektur in den nächsten Wochen bis Jahresende noch laufen wird.

Da sich in den CoT-Daten bisher keine Stärke zeigt, besteht noch immer eine Möglichkeit, dass der Preis seitwärts handeln oder weiter fallen wird. Auf der anderen Seite stimmt die niedrige Shortposition der großen vier Händler an der COMEX optimistisch. Erst mit einer Rückeroberung des Widerstands bei 1.800 US-Dollar gäbe es ein kurzfristiges Kaufsignal, das jedoch nur solange intakt bleibt, wie sich der Preis darüber halten kann.

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Der Goldpreis fiel unter die wichtige Unterstützung bei 1.800 US-Dollar

Der Tageschart zeigt, dass der Preis wieder zurück in den letzten übergeordneten Abwärtstrend fiel. Der Ausbruch daraus war damit gescheitert. Da sich aktuell keine Stärke am Terminmarkt zeigt und sich potenzielle Investoren im Umfeld des Taperings zurückhalten, wäre ein nochmaliger Preisrücksetzer auf 1.680 US-Dollar durchaus denkbar.

Oftmals bildete der Goldpreis in den letzten Jahren im Dezember bis Neujahr ein Tief aus, bevor der Preis mit einer Rallye in das neue Jahr starten konnte. Womöglich ist dies ein weiterer Faktor, warum sich Käufer aktuell zurückhalten. Erst mit der Rückeroberung des Widerstands bei 1.800 US-Dollar hellt sich das Chartbild auf und erst mit dem Überwinden des Abwärtstrends würde es ein erneutes Kaufsignal geben.

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Der Preis fiel zurück in den übergeordnet langfristigen Abwärtstrend

Der langfristige Abwärtstrend bei Gold in Euro wurde bereits im Mai bei 1.480 Euro gebrochen, was ein langfristiges Kaufsignal lieferte. Über ein halbes Jahr hinweg konsolidierte der Goldpreis in Euro an dieser neuen Unterstützung bei 1.480 Euro. Es bildete sich ein Abwärtstrend auf der Oberseite aus und der Preis keilte sich zunehmend ein.

Ein erneutes prozyklisches Kaufsignal gab es, nachdem der Goldpreis den blauen Abwärtstrend Mitte Oktober mit Schlusskursen über 1.540 Euro überwunden hatte. Daraufhin stieg der Preis bis auf fast 1.660 Euro an. Dieser Widerstand wurde gleichzeitig mit dem Widerstand bei 1.870 US-Dollar erreicht.

Während das Chartbild in US-Dollar eher schwer zu lesen war, so zeigten sich bei Gold in Euro sehr schöne charttechnische Muster. Solange der Goldpreis über 1.520 Euro bleibt, ist das neue mittelfristige Kaufsignal intakt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit dürfte an dieser Marke eine Korrektur erst einmal ihr Ende finden. Ein Rücksetzer nach einem Ausbruch ist ein typischer Vorgang in einem Bullenmarkt und es ist angesichts des bullischen Umfelds für Gold unwahrscheinlich, dass Gold zurück in den Keil fallen wird, aus dem er im Oktober ausgebrochen war.

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Solange der Goldpreis über 1.520 Euro notiert, bleibt das bullische Setup intakt