Silber- und Gold-Minen-Fonds

Wer sich nicht zutraut oder die Zeit nehmen möchte, Minenunternehmen selbst auszuwählen, kann auf Investmentfonds zurückgreifen. Auch hier stellt sich aber das Problem, aus dem großen Angebot geeignete Fonds auszuwählen. Die Hoffnung, Geld in einen Fonds anzulegen, der dann von Profis erfolgreich gemanagt wird, ist meist trügerisch. Letztlich unterliegt man bei Fonds, die in Minenunternehmen investieren, den gleichen Risiken wie bei Direktinvestments in solche Unternehmen, wobei die Performance vieler Fonds zudem zu wünschen übrig lässt. Dies hat mehrere Gründe:

  • Die Gebühren beim Kauf eines Fonds sind höher als beim Kauf von Einzelaktien, zudem fallen im Gegensatz dazu auch laufende Kosten an, die mitunter schwer zu erkennen sind.
  • Investmentfonds haben verschiedene gesetzliche oder selbst gesetzte Auflagen bezüglich der erforderlichen Barbestände, der Mindestinvestmentquote und der adressierten Investmentbereiche zu erfüllen, die ihre Handlungsmöglichkeiten im Hinblick auf die Anpassung an geänderte Marktbedingungen einschränken.
  • Fonds müssen aufgrund ihres vergleichsweise hohen Volumens überwiegend in große und hinsichtlich der Höhe der Börsenumsätze liquide Werte investieren, was es erschwert, die Chancen kleinerer, aussichtsreicher Unternehmen adäquat wahrzunehmen.
  • Fonds müssen ab einer bestimmten Größe darauf achten, dass ihre Kauf- und Verkaufsentscheidungen den Markt nicht über Gebühr beeinflussen, um die entsprechenden Marktkonstellationen nicht zu sehr zu ihren eigenen Ungunsten zu beeinflussen.
  • Die Performance der Aktien, in die ein aktiv gemanagter Fonds investiert, hängt vom Glück und Geschick der Entscheidungen des Fondsmanagers ab, wobei sich die meisten Fonds  – gemessen am Marktdurchschnitt – eher unterdurchschnittlich entwickeln.

Ein Fonds kann dann sinnvoll sein, wenn z.B. in einen aussichtsreichen Markt eines bestimmten Landes investiert werden soll, die hier agierenden Unternehmen aber unbekannt sind. Inwieweit die vermeintlich guten Chancen dann auch realisiert werden, ist aber offen.

 

 
Dieser Beitrag stammt von Dr. Jochen Dehio - Fachbuchautor des Buches "Gold oder Silber - wem gehört die Zukunft?".

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Zusammenfassung